men ſo gegen Mittag, auf der Plantage Sorgen⸗ frei an.
Hier fanden wir ein ſehr ſchönes, großes, zwei⸗ ſtöckiges Wohnhaus, mit hohen Orangenbaͤumen umringt. In beiden Etagen liefen, auf allen vier Seiten, zierliche holzerne, grun angeſtrichene Bal⸗ cone herum. Sie waren mit weißen muslinenen Sonnendächern verſehen, und mit den ſchoͤnſten tro⸗ piſchen Gewächſen beſezt. Laͤngs der Wand waren Canape's, und kleine Tiſche aufgeſtellt. Da das Haus zwei Säle, und in den drei Stockwerken, N. Zimmer zuſammen hatte, war fur die zahlreiche Geſellſchaft uberfluͤßiger Raum.
So einförmig nun auch immer die Lebensart auf einer ſolchen Plantage ſcheinen mag; ſo fehlt es doch keinesweges an mannichfaltigem, unterhal⸗ tenden, und abwechſelnden Zeitvertreib. Man be⸗ obachtet den verſchiedenartigen Anbau der hieſigen Colonialprodukte, durch alle ihre verſchiedenen Pe⸗ rioden, bis zur vollkommenen Entwicklung der Frucht; man beſieht die zahlreichen Ackerbaugerath⸗ ſchaften, Anlagen und Plantagengebaͤude, was fur den Europaͤer Alles durchaus neu iſt. So die ver⸗ ſchiedenen Werkſtätte, und Maſchinerien, die Zucker⸗ mühlen, die Sied- und Diſtillirgebaude, u. dgl. mehr.


