Jahrgang 
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Seite
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gekleidet, verrieth ſich aber ſogleich durch ſeine feine, und kluge Nationalphyſiognomie.

Wir nahmen nun auf einem niedrigen Sopha Platz, und kamen bald in ein ſehr lebhaftes Ge⸗ ſpräch. Hier erfuhren wir denn mancherlei, über die eigenthumliche Lage der fränkiſchen Offiziere, im Dienſte des Paſcha Mehemet. Als wir indeßen im beſten Reden waren, traten zwei Mamelucken-Of⸗ fiziere, der oben gedachte, und noch ein anderer her⸗ ein. Sie waren ſehr höflich, und nahmen nach ih⸗ rer Weiſe Platz. Nicht lange darauf erſchien auch ein italiaͤniſcher Geiſtlicher, ein ſtiller, artiger, ver⸗ ſtändiger Mann. Er trug ein langes, dunkelblaues Gewand, und einen Turban von gleicher Farbe, mit einem ſchmalen Mußelinſtreif eingefaßt.

Jetzt war die Geſellſchaft beiſammen; es wur⸗ den daher Pfeifen, Caffe, und Aniſette herumge⸗ gereicht. Jener war ächter Mokka, dieſer aber nicht von der beſten Art. Endlich erſchien das Abendeſ⸗ ſen, und ward auf einem langen, niedrigen Tiſche, vor uns hingeſtellt, der mit einem Teppiche bedeckt war. Erſt eine ächte franzöſiſche Suppe, dann ein Taubenfricaße, hierauf eine kalte Gänſeleberpaſtete, nebſt fetten, gebratenen Huͤhnern, alles vortrefflich in ſeiner Art. Jeder von uns hatte einen duͤnnen