Jahrgang 
2
Seite
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Weizenfladen vor ſich, der als Teller gebraucht ward. Wein gab es nicht, denn unſer Wirth war Rene⸗ gat. Dafür hatten wir aber ſehr guten Rum, und vortrefflichen Orangenſorbet. So kehrten wir erſt nach eilf Uhr, auf unſer Schiff zuruͤck.

Am folgenden Tage fuhren wir bis nach Siut hinab. Unterweges kamen wir Abutige vorbei, wo ſich ein zweites, dem obigen ähnliches Lager befand. Siut nimmt ſich vergleichungsweiſe nicht übel aus. Durch einen höchſt ſonderbaren Zufall begegneten wir, am Ufer, einem ältlichen, italiäniſchen Wund⸗ arzte, der einſt in Spanien unſer Gefangener ge⸗ weſen war. Er ſtand jetzt im Dienſte des Paſcha Ahmed, und lud uns zu einem Abendeßen ein. Sein Freund, und Hausgenoſſe, Mr. L., ein fran⸗ zoͤſiſcher Hauptmann, nahm gleichfalls Theil daran.

Dieſer nun zwey und ſechzig Jahr alte Mann, flößte uns durch ſein ungluͤckliches Schickſal, große Theilnahme ein. Er hatte nemlich ſein halbes Le⸗ ben, als Exercitienmeiſter in Perſien zugebracht. Eben wollte er nun mit einem kleinen Schatze von Diamanten, 60,000 Fr. an Werth, nach Europa zuruͤckgehn. Da ward er in der Wuͤſte von Bedui⸗ nen angefallen, und alles ſeines Eigenthumes be⸗ raubt. Jezt fing er denn, im Dienſte des Viceks⸗