Es macht einen um ſo erhabenern Eindruck, da es ganz allein, in einiger Entfernung von den übrigen Ruinen ſteht. Auf dem kuhnen Bogen ſeines ſchön gezeichneten Karnießes, ſieht man eine ungeheuere Erdkugel, deren rieſenhafte Fluͤgel weit in den blauen Aether ausgeſtreckt ſind.
Lange verweilten wir mit ſtiller Bewunderung, bei dieſem, vielleicht glaͤnzendſten Denkmale des ägyptiſchen Alterthums. Dann ſchritten wir weiter in den erſten Hof. Hier erblickten wir, mitten un⸗ ter der unüberſehbaren Maße von Ruinen, eine einzige, aufrecht ſtehende, hohe,— herrliche Saͤule, die offenbar einſt zu dem Porticus gehoͤrte, der nun in Truͤmmern liegt. Jetzt traten wir in den zwei⸗ ten Hof. Plötzlich befanden wir uns in der Mitte eines ungeheuren Vierecks, das mit— nicht weni⸗ ger, als 150 Säulen eingefaßt iſt. Sie ſind ſämmt⸗ lich ſehr wohl erhalten, und gehören zu den ſchoͤn⸗ ſten in ihrer Art.
Wie dieſe Ruinen, gibt es keine mehr in der Welt; ſie rufen unzähliche Bilder der Vergangen⸗ heit zuruͤck. Hier auf dieſer breiten, von Sphinxen eingefaßten Straße, wogten einſt Hunderttauſende, auf jenen Pallaſt, oder Tempel zu. Die Trompeten ſchmetterten, die Roße wieherten, die Krieger zo⸗


