Jahrgang 
2
Seite
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gen in ihrem Waffenſchmucke daher. Hoch und herr⸗ lich ſtand der König auf ſeinem Triumphwagen, von den heiligen Geſängen der Prieſter, und den Jubeltönen ſeines Volkes begrußt. Alles war Leben, Freude, Glorie; Alles Glanz, Pracht, und Herr⸗ lichkeit.

Und nun die kahlen, nackten, ſchweigenden, todten Ruinen, wie die Grabmäler einer laͤngſt da⸗ hingeſchiedenen Nation. Kein Moos, kein Gras⸗ halm, keine Staude, um ſie zu begruͤnen, kein Buſch, kein Baum, keine Palme, um ſie zu be⸗ ſchatten, das Skelett eines Rieſenbau's. Die Erde deckt die Millionen, die ſie errichtet haben, oder daran vorübergegangen ſind. Noch ein Jahr⸗ tauſend, und die lezten Truͤmmer der lezten Säule, werden wie jene, auf ewig verſchwunden ſeyn. Die Idee, und der Augenblick, das iſt das ein⸗ zige, was dem Menſchen verliehen ward, das Einzige, was er ſein nennen kann.

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