luſtigen, ewig beweglichen Waßerräder, die glänzen⸗ den, rieſelnden Bewäßerungscanäle, die graſenden Heerden, und die arbeitenden Maͤnner und Weiber — Alles rufte uns die Bilder der menſchlichen Thaͤ⸗ tigkeit, und der lebendigen Natur zuruͤck.
Wohl zwei Stunden lang, weilten wir unter dem Schatten eines herrlichen Sycomores, und ſo⸗ gen den Duft des friſchgemähten Heues ein. Doch nun ſtieg die Hitze hoͤher, und wir kehrten in das Caravanſerai zuruͤck. Vor dem Eingange deßelben, vefindet ſich ein ſchönes Waßerbecken, von ſehr alter Arbeit. Hier ruhten unſere wohlgetränkten Kameele, in großer Behaglichkeit, unter einem ſchattigen Ob⸗ dach, das aus Palmmatten beſtand. Im Innern bemerkten wir vor allem den Kiblah, oder die Mauer⸗ niſche, wodurch die Richtung nach Mecca angezeigt wird. Man erinnert ſich, daß jeder betende Mos⸗ lem, das Angeſicht dahin kehren muß.
Als die größte Hitze voruber war, brachen wir auf, um noch bis Theben zu gehn. In der er⸗ ſten kleinen Stunde lief der Weg immer am Rande der Wüſte hin. Dann aber ging es landeinwärts, und zwar auf hohen Dammwegen, die der jährli⸗ chen Nilüberſchwemmungen halber, ſchon in den äl⸗ teſten Zeiten angelegt worden ſind. So zogen wir


