Jahrgang 
2
Seite
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Die Hitze war ſehr groß; wir fürchteten den gifti⸗ gen Samum. Daher quartierten wir uns, in dem ſchwarzgeräucherten, aber recht kuhlen Caravanſerai ein. Wir blieben den Reſt des Tages daſelbſt, und brachten die Nacht unter unſerem Zelte zu.

Am folgenden Morgen abermaliger Aufbruch in der Dämmerung. Die Luft war mild, und we⸗ niger trocken als bisher. Die Kameele ſchritten ſehr lebhaft vorwärts; ſie ſchienen zu fühlen, daß der Austritt aus der Wüſte nahe war. Endlich ging die Sonne auf. In dem Augenblicke erhoben die Knechte ein Freudengeſchrei, und zeigten alle nach einem Punkte hin. Das Land Aegypten! riefen ſie Das Land Aegypten! Der Segen Gottes mit euch! Freudig blickten wir auf, und ſahen ein herrliches grünendes Palmenthal vor uns. In einer kleinen Stunde ward ſo das Dorf Hejazi erreicht, das recht eigentlich am Rande der Wuͤſte liegt.

Wir ſtiegen an dem ſtattlichen Karavanſerai ab, das von drei mächtigen Sycomoren beſchattet wird. Hierauf machten wir einen Gang durch das Dorf, in das Feld hinaus. Die wallenden Saaten, die ſchattigen Baͤume, die ſingenden Vögel, Pie ſum⸗ menden Bienen, die gaukelnden Schmetterlinge, die