Jahrgang 
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Seite
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tergoldbuͤſcheln, ſo wie mit Hunderten von Wimpeln, Flaggen und Fahnen verziert.

Die Götzenbilder auf ihrem Throne, nehmen das erſte, das heißt, das Hauptſtockwerk ein. Auf beiden Seiten deſſelben, ſtehen zehn Braminen mit Rauchfäſſern, und erhalten dieſelben in beſtändiger Bewegung. In den übrigen vier Stockwerken, be⸗ finden ſich hundert andere, durchaus junge Prieſter, immer im Halbkreiſe aufgeſtellt. Wenn nun die Prozeſſion auszieht, findet folgende Ordnung dabei ſtatt. Die Maſſe der Pilgrimme, mit gruͤnen Palmen⸗ zweigen in den Händen, bildet zwei ungeheure Reihen, ſo daß ein Raum von wenigſtens 150 F. dazwiſchen bleibt.

Jetzt beginnt der Zug aus dem Vorhofe des Tempels heraus. Voran fuͤnf und zwanzig Pago⸗ dendiener, dann zehen Elephanten mit den reichſten Decken geſchmuͤckt. Weiter ein dreifaches Muſickchor, von den Poſſenreißern, Gaucklern und Devedaſchies (Tempeltänzerinnen) gefolgt. Jene laſſen alle ihre Kuͤnſte und Poßirlichkeiten ſehen, dieſe fuͤhren die üppigſten Tänze aus. Jetzt, nach zwei neuen Muſick⸗ choͤren, erſcheint der ungeheure Wagen, worauf die Pa⸗ gode befindlich iſt und der von vierhundert Menſchen an Tauen fortgezogen wird. Die hundert Braminen