— 5—
in den oberen Stockwerken, wetteifern in den ſcheuß⸗ lichſten Verdrehungen ihrer Leiber, und in den laſ⸗ civeſten Stellungen aller Art.
Während nun die Prozeſſion auf dieſe Art fortruckt, ſtuͤrzen ſich von Zeit zu Zeit, eine Menge Pilgrimme, aus beiden Reihen, unter die Räder des Wagens und laſſen dieſe über ſich weggehen. Ein ſolcher Tod gilt nemlich füͤr die beſte Abbüſſung auf dieſer Welt und fuͤr die ſicherſte Buͤrgſchaft der ewigen Seeligkeit. Bald fließt das Blut in Baͤchen dahin, während die Räder und die Pagode davon gefarbt wird. Bei dieſem Anblick verdoppeln die Braminen ihre Geſänge, und ihr Freudengeſchrei. Auf dieſe Art opfern ſich hunderte von Hindus auf. Je mehr unter den Rädern des heiligen Wagens zermalmt werden; deſto mehr läͤchelt, nach der Ver⸗ ſicherung der Braminen, der zufriedene Juggurnaut. Das iſt der Prieſtergeiſt und die Prieſterherrſchaft.


