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folgen dem Zuge der Pilgrimme, bis in die Nähe des Tempels nach.
Weniger als hunderttauſend Menſchen befinden ſich nie an dieſem Wallfahrtsort. Das Lager der⸗ ſelben erſtreckt ſich daher, vier bis fuf Stunden weit im Umkreiſe davon. Jeden Tag in der Frühe werden dann, bei der Oeffnung der Pforte, einige Tauſend im Gedränge erdrückt. Allein dies wird fur nichts geachtet; ſie kamen ja auf heiligen Wegen und in der Nähe von Juggurnaut um. In jenem umkreiſe iſt der Boden, viele Fuß hoch mit menſch⸗ lichem Unrath, u. ſ. w. bedeckt. Allein auch hiervon ziehen die Braminen einen ſehr bedeutenden Ge⸗ winn. Ein Theil wird nemlich von ihren Stier⸗ heerden verzehrt, und der zweite als Duͤnger verkauft.
An großen Feſttagen finden, mit dieſen Götzen⸗ bildern, feierliche Prozeſſionen ſtatt. Zu dieſem Ende hat man eine große hölzerne Pagode, von 90 Fuß Höhe, die mit vier auf allen Seiten offenen Stockwerken verſehen iſt. Dieſe wird auf einen ungeheuren Wagen befeſtigt, der auf jeder Seite ſechszehn Räder hat, und von vielen hundert Men⸗ ſchen fortgezogen werden muß. Das Ganze iſt mit einer großen Menge von Blumenkraͤnzen und Flit⸗


