Jahrgang 
1
Seite
12
Einzelbild herunterladen

meiſten aber das von Juggurnaut, mit Perlen, Smaragden, Rubinen, u. ſ. w. gleichſam über⸗ ſäet iſt.

Für den jährlichen Aufwand dieſer Pagode, ſind beinahe 9000 Pfd. St. ausgeſetzt. Hiervon geht die Haͤlfte fuͤr die Unterhaltung der Devedaſchies, oder Tempeltänzerinnen auf; die zugleich die Concubinen der Prieſter ſind. Die zweite Hälfte iſt fuͤr die Tafel der Götzenbilder beſtimmt, und kommt natür⸗ lich auch den Braminen zu gut. Die Wallfahrt nach dieſer Pagode, wird als aͤußerſt verdienſtlich angeſehn. Daher wandern jährlich mehrere Hun⸗ derttauſend Hindus dahin. Unter dieſen ſind meh⸗ rere Hundert alte Perſonen beiderlei Geſchlechts. Dieſe kommen, um in der Nähe des Tempels zu ſterben, viele tauſend Meilen weit her.

Zwanzig Stunden im Umkreis von der Pagode, iſt Alles mit Menſchenknochen bedeckt. Eine Menge Pilgrimme werden nemlich, noch vor ihrer Ankunft vom Tode übereilt. Ganze Heerden von Hunden, Schakals, Geiern u. ſ. w. begleiten daher die Ka⸗ ravanen, als ihrer Beute gewiß. Sie ſind ſo zahm, daß man ſie oft zu fuͤnfzig, und mehreren, im Kreiſe um die Sterbenden ſitzen ſieht. So warten ſie ruhig ab, bis dieſelben verſchieden ſind. Ja ſie