von Indien iſt. Das Ganze beſteht aus drei unge⸗ heuren Gebaͤuden, im älteſten indiſchen Styl. Sie ſind mit mehreren kleinen umgeben, und mit einer Mauer von Granitblöcken umringt. Der Eingang zu der Hauptpagode, führt durch eine Pyramide, die 344 Fuß hoch iſt.
An den Thorflügeln, wie an den innern Mauern, ſieht man eine Menge aus Stein gehaue⸗ ner Figuren, die eben ſo viele Verſinnlichungen der zeugenden Naturkraft ſind. Im Hintergrunde des höchſt geſchmuͤckten Tempels, beſindet ſich ein hoher, breiter, goldener Thron. Auf dieſem ſitzt der Gott Juggurnaut, zwiſchen ſeinem Bruder Boleram, und ſeiner Schweſter Schubudra. Alle drei Götzen⸗ bilder, ſind äußerſt plump aus Holz gehauen, und zeichnen ſich durch ihre breiten, ſchwarzberäucherten Geſichter aus.
Juggurnaut beſonders hat ein wahrhaft ſcheuß⸗ liches Anſehen. Dafür ſind ihm aber, ſtatt der Augen, zwei Diamanten eingeſetzt, deren Werth auf 100 Millionen Rupien(zu 16 Gr.) geſchätzt wird. Auch die zwei anderen Götzenbilder haben dergleichen von großer Koſtbarkeit. Alle drei Figu⸗ ren ſind übrigens mit reichen, weißen, in Gold geſtickten Gewändern bekleidet, deren jedes, am


