Jahrgang 
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äußerſt gefahrlich. Sie erfordert daher, von Seiten der Lootſen, die groͤßte Aufmerkſamkeit. Allein zum Gluͤck iſt dieſe ſchwere Kunſt gerade hier, in einem ſolchen Grade ausgebildet worden, wie vielleicht nirgendwo.

Der Strom wächſt vom April bis zum Juli, um 31 Fuß, und uͤberſchwemmt das Land an beiden ufern wohl 40 Stunden weit. Dieſe Höhe behält er bis zum 15. Auguſt, wo er wieder zu fallen an⸗ faͤngt. Da ſich nun die Triebſandbaͤnke unterdeſſen haͤufig veräͤndern, ſondiren die Lootſen unaufhörlich und bieten ihre ganze Geſchicklichkeit auf. Wir hat⸗ ten deren vier an Bord, worunter ein Oberlootſe war. Es iſt unmöglich, thätiger und vorſichtiger zu ſeyn.

Die Ufer werden nun immer niedriger und einförmiger, denn rechts und links ſind nichts als Reisfelder zu ſehen. Dies iſt beſonders der Fall wenn man rechts die Dörfer Fulta, Diamond, Har⸗ bour und Culpi vorbei iſt. Die zwei letzten haben rleine Rheden, auf denen die Schiffe, außerhalb des Stromes, vor Anker gehn. Fulta iſt das ſchoͤnſte, es verſieht die Mannſchaften mit friſchen Proviſiv⸗ nen aller Art. Links bleibt das große Dorf Ked⸗ jere. Hier ankern gewöhnlich die Kriegsſchiffe, die