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ölluſtrirtes Vollsblatt.— Herausgeber: Haus Wachenhuſen. Jahrgang. 1868. M 48.
An unſere Leſer.
Mit der heutigen Nummer ſchließen wir dieſen Jahrgang des Hausfreund und beginnen
den zwölften.
In Kampfe mit einer mächtigen Concurrenz, dem Vorſprung derſelben durch Anciennetät und der Koſtſpieligkeit der Herſtellung, welche bei ſo enorm geringem Preiſe ein Viertelhunderttauſend von Exemplaren erfordert, hat der Hausfreund ſich während ſeines Beſtehens einen Leſerkreis in ganz Deutſchland, Rußland, Frankreich, England und Amerika errungen, deſſen tägliches Wachſen ihm die größte Anerkennung gewährt.
Fern von jeder oſtenſiblen Effecthaſcherei und affectirtem politiſchen Parteitreiben, nur die Förderung geiſtigen Fort— ſchritts im Auge behaltend, war der Hausfreund als Volks⸗ und Familienblatt überall willkommen und wird es bei geſteigerter Anſtrengung der Redaction und des Verlegers auch ferner in noch erhöhtem Maße ſein.
Die glänzendſten Namen der deutſchen Literatur, die erſten Künſtler der deutſchen Akademien gehören dem Hausfreund als thätige Mitarbeiter an und haben uns auch für den neuen Jahrgang ihre Manuſeripte und Zeichnungen zur Verfügung geſtellt.
Wir bethätigen das auch diesmal, indem wir den zwölften Jahrgang beginnen mit dem neuen großen Roman:
Pammer und Amboß von Friedrich Spielhagen,
einem der erſten und ſchönſten Namen unſerer deutſchen Roman Literatur. Ferner ſind zum Druck vorbereitet:
Im Mondenſchein, Novelle von Fr. Gerſtäcker.— Das Vermächtniß des Dämons, Roman von Fr. v. Wickede. — Der Schwede und ſein Kind, hiſtoriſche Novelle von Franz Lubojatzky.— Der Heiraths⸗Antrag, Humoreske von Stanislaus Graf Grabowski.— Von der Botengängerin und aus dem Erbgericht, Dorfgeſchichte von Moritz Horn.— Eine Sonnenwend⸗Geſchichte, von Heinrich Not.— Prinz Wilhelm von Fürſtenberg, der Staats— verräther, von Georg Hiltl.— Das Altentheilsvergnügen, von M. Anton Niendorf.— Böhmiſche Hunger— thürme, von Guſtav Raſch.— Heine⸗Skizzen, von Guſt. Karpeles.— Der Papſt in Wien, von Schmidt⸗Weißen⸗ fels.— Die Fortdauer nach dem Tode, von Karl Ruß.— Feuilletons von Hans Wachenhuſen.— Bilder aus
Rußland, von Fr. Bücker.— Wiener Briefe.— Münchener Bilderbogen, von C. A. Dempwolff.— Pariſer
Plaudereien.— Londoner Briefe. Amerikaniſche Skizzen.— Endlich die bekannten und allgemein beliebten Berliner Photographien von Hans Wachenhuſen, von denen jedes Heft mindeſtens eine enthält.
Wir erwähnen nur einzelner Beiträge, die dem Leſer eine Garantie für den Kreis von Mitarbeitern ſein ſoll, welcher ſich um den neuen Jahrgang geſammelt. Auch hinſichts der Mannichfaltigkeit des Inhalts und der Original⸗Illuſtrationen ſind die größten Vorbereitungen getroffen, und was auch die Reclame anderer Blätter an Selbſtüberhebung leiſten mag, auch der Hausfreund hat ſeine Auflage im verfloſſenen Jahrgang um mehr als 10000 Exemplare vergrößert.
Unſere Leſer bitten wir, ihr Abonnement rechtzeitig erneuern zu wollen, was bei jedem Poſtamt, jeder Buchhandlung und allen Zeitungs-Expeditionen geſchehen kann. Die Redaction und Verlagshandlung.
Wachenhuſen's Hausfreund. XI. 16. 95


