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Strauß ſchen Walzer heraustönen hören!
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Aus aller Welt. XL.
Vom Spieltiſch.— Die Enkel Iturbide's.— Das muſikaliſche Krokodil.— Der Schatz im Meere.— Die Hundswuth.— 10 und 61.
de ſed ſäb ic den eſet ſ dem Meeresgrunde heraufzuholen, alle Anſtrengungen aber ſcheiterten
Mancherlei vom grünen Spieltiſch der rheiniſchen Bäder erzählt,
darunter von der jungen ruſſiſchen Fürſtin S., die mit dem Glück
einen beſondern Pakt geſchloſſen zu haben ſcheint. Ich wußte nichts
davon, daß ſie, ehe ſie nach Wiesbaden kam, einen andern, mit dieſem
allerdings ſehr contraſtirenden Vertrag geſchloſſen hatte.
Als ſie in Baden⸗Baden eintraf, hatte ſie den feſten Vorſatz, die Spieltiſche zu meiden und gleichſam als Aſſecuranz unterzeichnete ſie mit einigen Freunden und Freundinnen einen Collectiv⸗Vertrag, der ſie ſämmtlich gegen die Bank ſchützen ſollte. Jeder der Unter⸗ zeichnenden verpflichtete ſich, im Falle er dennoch ſpiele, eine Summe von 25000 Franes in die gemeinſchaftliche Kaſſe zu zahlen. Da nun aber vorauszuſehen war, daß es nicht an Contravenienten fehlen werde, ſo war in dem Vertrage ſtipulirt, daß die einfließenden Straf⸗ gelder im nächſten Winter in Monaco verſpielt werden ſollten. Die Fürſtin S. hielt nun in Baden⸗Baden ihre Verpflichtung aufs Ge⸗ wiſſenhafteſte, indeß was ſie in Baden nicht durfte, that ſie in Hom⸗ burg, wo ſie 60000 Francs gewann, und da ſie keine Urſache hatte, dieſe Inconſequenz zu bereuen, ging ſie nach Wiesbaden, wo ſie aber⸗ mals enorme Summen gewann.
Man erzählt bei dieſer Gelegenheit eine Anekdote aus Baden von einem beſcheidenen Spieler, der dort einen Wechſel ausſtellte und als er dieſen nicht bezahlen konnte, eingeſperrt ward. Herr Dupreſſpir, der Nachfolger Benazet's und gegenwärtiger Spielpachter, erbarmte ſich ſeiner, zog ihn aus dem Arreſt und gab ihm ſogar das Reiſegeld, um in ſeine Heimat zurückkehren zu können. Was thut unſer Mann? Er geht zur Spielbank, um einen der von Dupreſſoir ihm gegebenen Louisdore zu riskiren, und ſetzt ihn auf Nr. 8, die Nummer ſeiner Gefängnißzelle. Nummer 8 kommt, der Glückliche gewinnt 35 Louis und reiſt damit nach Hauſe.
Man erzählte vor kurzem, der junge Iturbide, der Enkel des füſilirten Kaiſers Iſurbide von Mexico, den der unglückliche Maxi⸗ milian adoptirt und zu ſeinem Thronfolger beſtimmt hatte, ſei— Gaſtwirth geworden und habe in der Nähe von Paris einen Reſtaurant angelegt.
General Avellano, früher Commandant der kaiſerlichen Artillerie in Queretaro, und Gonzales, Oberſtlieutenant des Regiments Kaiſerin⸗ Charlotte, deſſen Chef Lopez war, treten jetzt öffentlich gegen dieſe Nachricht auf. Der Enkel Iturbide's, den Max adoptirte, ſagen ſie, iſt ein Kind von fünf Jahren, und lebt in Waſhington mit ſeinem Vater und ſeiner Mutter. Er hat einen ältern Bruder von zwanzig Jahren, den Prinzen Salvador; dieſer hat in der päpſtlichen Armee Dienſte genommen und zwar als ſimpler Dragoner. Der Papſt hat ihm indeß ſelbſt als ſolchem geſtattet, ſich eine Ordonnanz zu halten, wie es ihm als Prinz gebührt. Salvador Iſurbide ſollte vor kurzem erſt zum Brigadier ernannt werden, er hat aber dieſes Avancement abgelehnt, wie er vorher ſchon den Titel eines Adjutanten des Kaiſers von Heſterrelch refuſirte.— Der Enkel eines Kaiſers alſo gemeiner Dragoner! Seltſame Schickſale, die den Prinzen oft beſchieden ſind!
Eine tolle Anekdote aus Batavia! Die Bucht dort iſt mit ge⸗ fräßigen Krokodilen gefüllt, die ſtets die Boote umlauern und ſo manchen unglücklichen Inſulaner ſchon weggefiſcht haben. Vor kurzem fährt der Steuermann eines engliſchen Schiffes mit einigen Leuten ans Land, unter denen ſich ein Tabuletkrämer befindet, der in der Stadt ſeine Waaren an den Mann bringen will. Das Boot kenterte und der Tabuletkrämer wird von einem Krokodil gefreſſen.
Die übrige Mannſchaft rettet ſich ans Land, beſchließt aber S Unglücklichen zu rächen. Man bewaffnet ſich mit Flinten, a Boot wieder flott und rudert hinaus, um das Krokodil zu Segen Wirklich evſcheint dies wieder an der Oberfläche. Zehn Schüſſe fa S auf einmal. Das Krokodil ſtirbt unter den wildeſten Sen wird triumphirend ans Land geſchleppt. Wer aber be Erſtaunen der Matroſen, als ſie plötzlich aus dem Krokodil e
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e ieton.
ie Eingeborenen, die das Krokodil als heilig betrachten, ſam⸗
Paris die Be
Feder von einer Kugel getroffen ſein mußte,
Long⸗Island begeben.
meln ſich und machen böſe Mienen.
Die Muſik des Krokodils war ein Beweis von ſeiner Heiligkeit. Inzwiſchen gehen zwei Matroſen daran, das Krokodil zu öffnen, und man findet in demſelben den gefreſſenen
Tabuletkrämer und in der Taſche deſſelben eine Spieluhr, deren
die das Werk in Gang geſetzt hatte. Soweit der Bericht, der wenn er nicht wahr, jeden⸗ falls gut gelogen iſt.
Fünfundzwanzig Millionen liegen bei New⸗York auf dem Meeres⸗ grunde begraben, ſo erzählen die Schiffer den Paſſagieren, die ſich von New⸗York nach New⸗Port oder Boſton durch die Bucht von Der Schatz liegt ſchon ſeit 1780 da und da⸗ tirt aus dem Kriege, während welches ein engliſches Orlogſchiff, der „Huſſar“, in der Bucht verſank. Die engliſche Regierung hat ſchon zu verſchiedenen malen mit großen Koſten verſucht, das Geld aus
und Alles, was die Taucher brachten, beſtand aus einigen Offizier⸗ degen, einer koſtbaren, mit Steinen beſetzte Tabacksdoſe, einer Caſſette mit 125 Guineen und einer Anzahl Flinten und Kanonen. Ebenſo hat man ſpäter auch die Skelette der mit dem Schiffe untergegangenen amerikaniſchen Kriegsgefangenen gefunden, deren Gebeine noch mit Ketten beladen waren.
Seit einigen Wochen nun hat eine Geſellſchaft mit Hülfe einiger ausgezeichneten Ingenieure neue Verſuche durch ganz neu conſtruirte Taucherglocken angeſtellt. Dieſe Glocken geſtatten vier Männern, auf dem Meeresgrunde 4 Stunden lang ohne Unterbrechung zu ar⸗ beiten, und ſo hofft man denn, endlich den Schatz zu heben.
In verſchiedenen Ländern hat ſich während des letzten heißen Sommers die Tollwuth der Hunde in auffallender Weiſe gezeigt und mit ihr ſind denn natürlich auch die tollſten Rathſchläge zur Heilung derſelben und ihrer Folgen aufgetreten. Die franzöſiſche medieiniſche Akademie erhielt unter Anderm eine Idee eines Dr. Demartis, der als einziges Mittel gegen den Biß eines tollen Hundes den Biß einer giftigen Viper erklärt. Beide Gifte vernichten ſich nach ſeiner Meinung.
Die Sache hat nur einen Mangel: wer von einem tollen Hunde gebiſſen iſt, ſtirbt nach der allgemeinen Annahme innerhalb 40 Tagen; der Biß einer Viper aber tödtet in 24 Stunden. Iſt nun ein Un⸗ glücklicher von einem tollen Hunde gebiſſen und läßt ſich zur Heilung von einer Viper beißen, ſo ſtirbt er ſicher nicht an den Folgen des Hundebiſſes, ſondern an dem der Viper.
Der gelehrte Doctor hat alſo gewißermaßen doch Recht.
Bei dieſer Gelegenheit ſei eines Auſtraliers Namens Shires er⸗ wähnt, der vor kurzem in Melbourne auftrat und ein unfehlbares Mittel gegen das Schlangengift zu haben behauptete. In der That ließ er ſich durch giftige Schlangen beißen, ohne daran zu leiden.
Ein Polizeibeamter hielt dies für Charlatanismus, indem er be⸗ hauptete, die Schlangen ſeien nicht giftig.
Um dies zu beweiſen, ließ er ſich von einer der Shires ſchen Schlangen beißen und wies das Gegengift zurück, das ihm Shires bot. Am andern Morgen war er eine Leiche.
Eine Stimme gegen die Emancipation der Frauen. Ph. Chas⸗ les ſtellt folgende philoſophiſch⸗mathematiſche Behauptung auf.
Der Mann iſt eine mathematiſche Größe, welche der Frau be⸗ darf, um ſich zu verzehnfachen. Wenn der Mann allein iſt, ſo iſt er wie 1; fügt die Frau hinzu, ſo habt ihr die Familie, das wird 10; verſucht aber nicht, die Frau über den Mann zu ſtellen; denn wenn ihr anſtatt 10 lieber 01 ſetzt, ſo habt ihr anſtatt Zehn— ein Zehntheil.— Man ſieht, Zahlen beweiſen.
Hans Wachenhuſen.
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Plandertaſche.
Vor kurzem brachte ein junger Autor einem Theaterdirector ein neues Stück, das von einem ältern, längſt vergeſſenen, faſt buchſtäb⸗ lich abgeſchrieben war. Der Director hatte glücklicherweiſe ein gutes Gedächtniß.
„Lieber Freund“, ſagte er zu dem Autor,„das Stück iſt hübſch; Sie ſchildern darin lauter Menſchen, die geſtohlen haben, und mit vieler Wahrheit, denn Sie haben ſelbſt das geſtohlen, was Sie in Ihrem Stücke ſprechen.“
neue Manier, ſich Kundſchaft zu erwerben, hat in itzerin eines Modemagazins erfunden.
Die Straße, in der ſie wohnt, iſt eng und das Trottoir ſehr ſchmal. Die Damen, die an ihrem Magazin vorübergehen, ſehen plötzlich ihre Kleider feſtgehalten durch einen Nagel, eine Art Angel,
Eine Let


