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für das Geſagte bedienen, lautet in deutſcher Ueberſetzung alſo:
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gelt übergab. Dieſe Urkunde iſt vom 25. December 1792 da⸗ tirt. Es kann unſere Aufgabe hier nicht ſein, in das Gebiet der Geſchichte weiter einzugehen; allein, was auch über dieſen un⸗ glücklichen Fürſten ſonſt geſagt ſein mag, welche Vorurtheile und Fehler ſeiner Zeit, an denen er zu Grunde ging, ihm ſelbſt da⸗ von zur Laſt fallen, eins ſteht feſt: Er war ein trefflicher, liebe⸗ voller Gatte und Vater, ſein Privatcharakter hätte manchem Leben im Bürgerthum zur Zierde gereicht, und er wäre, zumal in einem ſo verderbten Zeitalter, wie dasjenige war, dem er ange⸗ hörte, würdig, als Muſter eines treuen und für alles Edle und Gute gleich empfänglichen Herzens vorzuleuchten.
Die Urkunde ſelbſt, deren wir uns hier vor andern Belegen
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könnte, mir das Böſe zu verzeihen. ihre Zärtlichkeit meinen Kindern auch ferner noch zu ſchenken; ich bitte meine Gattin, mir zu verzeihen, daß ſie für mich leidet; ich empfehle meinen Kindern, ihrer Mutter zu gehorchen und Gott vor Augen zu haben.
X
Ich bitte die, welche ich aus Irrthum beleidigt haben Ich bitte meine Schweſter,
Ich empfehle meinem Sohne, ſollte er je König werden,
auf nichts als auf das Glück ſeiner Mitbürger zu denken und
ſich zu erinnern, daß er nicht glücklich werden kann, er herrſche denn nach den Geſetzen.
Ich empfehle meinem Sohne die Perſonen, welche mir zu⸗ gethan waren.
Ich empfehle meinem Sohne die Herren Chamilly und Hue
Dejatch Alamaio, der Sohn Theodor's von Abyſſinien.
„Im Namen der Allerhöchſten Dreieinigkeit, des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geiſtes! Ich, Ludwig der XVI. dieſes Namens, König von Frank⸗
reich, im Temple ſeit vier Monaten von denen eingeſperrt, die
meine Unterthanen waren, verwickelt in einen Proceß, deſſen Ausgang man nicht wiſſen kann, offenbare heute den 25. De⸗ cember 1792 in Gegenwart Gottes meine Geſinnungen.
Ich überlaſſe meine Seele Gott, meinem Schöpfer, und bitte ihn, ſie nicht nach ihrem, ſondern nach dem Verdienſte Jeſu Chriſti zu richten.
Ich belenne mich zu dem, was in dem Symbol der Sakra⸗ mente enthalten iſt, und was die Kirche lehrt. Ich halte mich über die Erklärung und Art der Glaubensſätze an die Kirche und will die nicht wiſſen, welche in das Verbrechen gegen mich verwickelt ſind.
Ich bitte Gott, mir zu verzeihen, daß ich meinen Namen unter Acte geſetzt habe, die den Lehrſätzen der katholiſchen Kirche zuwider ſind.
Ich bin dazu gezwungen worden.
Wachenhuſen's Hausfreund. AI. 14.
Ich bitte die Herren von der Gemeinde, dem Clery*) meine Ge⸗ räthe, meine Uhr und die kleinen Effecten zu geben, welche man der Gemeinde überbracht hat.
Ich bitte die Herren Malesherbes, Tronzet und Deſeze**), meinen herzlichſten und innigſten Dank anzunehmen.
Ich betheuere, keines der mir vorgehaltenen Verbrechen ſchuldig zu ſein.
Ludwig, ſeiner Gewalt beraubter König von Frankreich.“
Dieſes Teſtament erweckte leider, beſonders bei den damals herrſchenden ſogenannten Freiheitsfreunden, kein Mitleiden, ſondern erregte deren Unwillen, da ſich Ludwig nicht„König der Franzoſen“, ſondern„ſeiner Gewalt beraubter König“ genannt, obgleich er doch ſo oft verſichert, er habe die Conſtitution aufrichtig, redlich und frei⸗
*) Seinem nächſten und treueſten Diener, vor Jahren in Wien geſtorben. Bemerk. d. E.
**) Seine Vertheidiger vor der National⸗Verſammlung. Bemerk. d. E.


