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Slluſtrirtes Vollisblatt.— Herausgeber: Hans Wachenhuſen.
XI. Jahrgang.
1868.
N 12.
Die Annectirten.
Humoreske von Otto Girndt. (Fortſetzung.)
II.
n der Bel⸗Etage eines Gebäudes, das kein zweites Stock⸗
werk aufzuweiſen hatte, dafür jedoch von außen wie im
Innern einem Schmuckkäſtchen glich und die Augen jedes Wrübergehenden anzog, ſaß ein ſtattlicher junger Mann am Arbeitstiſch, mit dem Ordnen von Acten beſchäftigt. Er war ſo vertieft, daß er ein Klopfen an die Thür überhörte, welche auf den Corridor hinausführte. Die Hand, von der das Klopfen herrührte, war freilich auch leiſe genug zu Werke ge⸗ gangen. Einige Secunden ſpäter wagte ſie es, ihr Verlangen nach Einlaß noch einmal geltend zu machen.
„Vorwärts!“ rief der Inhaber des Zimmers, den fein⸗ geſchnittenen Kopf, worin ſich ein Gemiſch von Energie und Schalkhaftigkeit ausprägte, leicht über die Schulter zurück⸗ wendend.„Den Löwen erkennt man an der Kralle, die Maus auch!“
„Guten Morgen, Herr Regierungsrath!“ flüſterte es ſchüchtern auf der Schwelle.
„Biſt du närriſch, Fritz?“ lautete der Gegengruß des Angeredeten.„Geh' wieder hinaus und führe dich ange⸗ meſſener ein!“
„Ich kann mir doch unmöglich mehr die Freiheit nehmen—“ den Reſt des Satzes verſchluckte der Ankömmling in einem Huſten, der nicht aus der Lunge quoll; denn die geſunde, gutmüthig dareinſchauende Phyſiognomie, die ſich in decenter Entfernung von dem Regierungsrath hielt, war auf ein Schultern⸗Fundament gebaut, deſſen Breite jedes Katarrhs ſpottete.
Der Mann am Actentiſch, ſeine Feder wegwerfend und aufſpringend, rief:„Soll ich, wie unſer alter Ordinarius in Oberquarta, fragen: wie heißt der Vocativ von asinus? Kommt mir mein Schul⸗ und Kriegskamerad noch einmal mit dem Herrn Regierungsrath, ſo geb' ich dir zurück: mein werther Herr Secretär, wollen Sie die Gewogenheit haben, mir bei der Arbeit an die Hand zu gehen?“
„Ich ſtehe zu Befehl“, lautete die haſtige Antwort, und Fritz wollte an den Actentiſch eilen.
Der Andere hielt ihn zurück:„Die Acten ſind geordnet, aber hier, Fritz Rauch, mache deinem Namen Ehre und rauch' eine Cigarre mit mir!“ Er präſentirte ſein Etui.
Der Secretär lächelte verlegen:„Sie ſind jetzt mein Chef, ich darf die gebührende Achtung doch nicht aus den Augen ſetzen?“
Wachenhuſen's Hausfreund. KI. 4.
„Ein Heuchler biſt du!“ replicirte Jener.„Was ſollten wir ſogenannten höheren Beamten, wir Mitglieder des Collegiums, ohne Euch Subalternen anfangen? Ihr ſeid die Seele der amtlichen Thätigkeit, die Maſchinenmeiſter, die Locomotivführer, wir laſſen uns von Euch fahren und be⸗ ziehen dafür das doppelte Gehalt.“
Etwas zuverſichtlicher entgegnete Fritz:„So ſprechen Sie, der mit ſechs Händen arbeitet? Ich komme, laut geſtern Abend erhaltener Anweiſung, um Ihnen zu helfen, und nun iſt ſchon wieder Alles gethan!“
Arnold nahm von der Eloge keine Notiz, rief vielmehr ärgerlich:„Ich verbitte mir jetzt ernſtlich ein für alle Mal die dritte Perſon des Plural von dir!“
„Nun, wenn du erlaubſt“, fügte ſich der Andere mit Ueberwindung,„ſo will ich dich unter vier Augen du nennen, lieber Arnold, aber vor der Welt geht es wirklich nicht.“
„Mit der Welt werden wir, wie es ſich bis jetzt an⸗ läßt, ungefähr ſo viel Gemeinſchaft haben, wie Robinſon und Freitag“, lachte der Regierungsrath, den Secretär an ein Sofa ziehend. Er ſetzte zwei Streichhölzer in Brand und gab das eine ſeinem Gaſt, der ſich verneigte:
„Du biſt zu gütig!“ und gleich darauf ſtöhnte:„Ja, die Menſchen ſind hier zu Lande höflich wie Kettenhunde! Mit genauer Noth hab' ich ein erbärmliches Quartier bei einer Witwe in der Vorſtadt gefunden und ein Bett, worin ich ſchräg liege, wie ein junges Huhn im Sonnenſchein.“
„In dem Punkt bin ich glücklicher geweſen, wie du ſiehſt“, verſetzte Arnold, auf die elegante Einrichtung des Zimmers zeigend.
„Du biſt überhaupt glücklicher als ich, ſchon durch dein Temperament.“
„Das gewiſſen Leuten in unſerer Heimat“, erklärte Arnold,„ein ewiges Aergerniß war. Als ich mein letztes Staatsexamen abgelegt, ſagte mir Jemand mit der Steifheit einer friſchgewaſchenen Nachtmütze: ich wünſche dir nicht Glück, ich wünſche nur, du legſt jetzt endlich dein burſchikoſes Weſen ab.“
„Eine artige Gratulation!“ kritiſirte Fritz.
Der Freund fuhr fort:„Ich fühlte aber durchaus nicht das Bedürfniß, vfficiell Philiſter zu werden. Erhalten wir uns die Schwingen ungeſtutzt, ſo fliegen wir das Schickſal ſelbſt zu Boden! Cervantes ſchrieb im Kerker den Don Quixote!“
„Deine Art und Anlage“, bemerkte der Secretär,„wird
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