Jahrgang 
1868
Einzelbild herunterladen

lug iter die en oder t auch ch das

nde des em ver⸗ eſſelben edane unſeres Schit⸗ herbei⸗ gſtens, dies zu hte ich, lag ich weit er⸗ bp hin⸗ r noch

ſchurfen helfen nnih ute, als

Gern hlichen, meines te, daß

Lerſet

prüfen ieſelben ze ſein, Diit ſchräge ſchwere erzeugt

or dos eimniß⸗ it Tumſo

äldern d mit s noch dieſem uſamen chenden nBiſon rch um rlennen Baum zſullte⸗ Leder nudh⸗ et e nieder⸗ eines

beſui e nir ſeinet

d t hielt. Veteich 4

*

und den ſeltſamen Zug unerbittlicher Grauſamkeit, der um ſeine ſchmalen Lippen ſpielte und den ſogar die Freude über ſein Jagdglück nicht zu verdrängen vermochte. Aber auch das Klopfen meines Herzens fühle ich wieder, ein ſchnelles lautes Klopfen; aber nicht Furcht oder bange Zweifel lagen dem ſelben zu Grunde, ſondern eine wilde Blutgier, wie ſie wohl der graue Gebirgsbär empfinden mag, wenn man ihm hinter⸗ liſtig die Jungen raubte.

Bei dieſen Worten blickte der greiſe Fallenſteller wieder ernſt im Kreiſe herum. Sein Antlitz, welches ich unausgeſetzt mit regſter Theilnahme betrachtete, zeigte nichts mehr von der Milde und Weichheit, die daſſelbe noch kurz vorher ausge⸗ zeichnet hatte, und faſt befremdend erſchien es, daß er, der doch nur von ſeinem lange getragenen Kummer ſprechen wollte, den die Erinnerung an ſeine Jugendliebe zuweilen zu über⸗ mannen drohte, ſo ausführlich und klar über die einzelnen Abſchnitte der Nachſtellung ſeiner Feinde berichtete.

Der Ausdruck reger Spannung, dem er nach allen Richtungen hin begegnete, übte offenbar eine aufmunternde Wirkung auf ihn aus, denn ſchneller folgten ſeine Worte auf einander, indem er in ſeiner Erzählung fortfuhr; lebhafter, faſt jugendlich blitzten ſeine Augen, und hin und wieder ging ſeine Erregung ſogar ſo weit, daß er ſeine Schilderungen mit lebhaften Handbewegungen begleitete.

Was ich in jenen entſcheidenden Minuten dachte, iſt mir nie recht klar geworden, erzählte er weiter,ich weiß nur noch, daß ich bei jedem Schritte, der mir meinen Feind näher brachte, meine Entſchloſſenheit und Ueberlegung wachſen fühlte. Vorſichtig legte ich die Büchſe zur Seite, denn um keinen Preis hätte ich durch den Knall derſelben die Auf⸗ merkſamkeit der übrigen Feinde auf mich ziehen mögen, und nachdem ich das Meſſer in die linke Hand genommen, meine rechte dagegen mit dem Beil bewaffnet hatte, harrte ich kalten Blutes und ruhigen Herzens des Augenblicks, den ich als zum Handeln günſtig erkennen würde.

Der Comanche war unterdeſſen bis auf zehn oder zwölf Schritte an den Hirſch herangekommen, bevor er ihn entdeckte. Anſtatt aber ſogleich auf denſelben einzuſpringen, betrachtete er ihn mehrere Secunden ſehr ſcharf, worauf er die Büchſe leiſe neben ſich niederſinken ließ und zu Bogen und Pfeil griff. Mit Gedankenſchnelligkeit zog er die Sehne ſtraff, und faſt gleichzeitig haftete der Pfeil im Nacken ſeiner Beute. Das getroffene Thier verſuchte emporzuſpringen, doch es kam nicht mehr auf die Füße. Der Comanche hatte es ergriffen und ehe es noch einige Klagelaute auszuſtoßen vermochte, war ihm deſſen ſcharfes Meſſer durch die Kehle gefahren.

Dieſen Augenblick benutzte ich, einige Schritte näher zu gleiten, eine Bewegung, die ich noch einmal wiederholte, als der Indianer triumphirend den Hirſch betrachtete, der im Verenden geräuſchvoll mit dem Füßen um ſich ſchlug. In

171

meiner Erwartung, daß er mir jetzt Gelegenheit zum Angriff geben würde, fand ich mich indeſſen getäuſcht; denn anſtatt

ſich ſogleich mit ſeiner Beute zu beſchäftigen, wendete er ſich nach der Richtung, aus welcher er gekommen war, und ſich in zitternder Bewegung mit der Hand auf die Kehle klopfend, ſtieß er ein helles, durchdringendes Jauchzen aus. Bei dieſer Andeutung, daß er nicht allein ſei, erſchrack ich, doch behielt ich Geiſtesgegenwart genug, mich während des Gellens aber⸗ mals um einige Schritte auf ihn zuzubewegen, worauf ich, gleich ihm, athemlos lauſchte.

Die Antwort ließ nicht lange auf ſich warten; ein ähn⸗ liches Jauchzen erſchallte, aber gedämpft und aus weiter Ferne, anſcheinend von der höher gelegenen Prairie her.

Kaum war das Gellen verhallt, da kehrte der Comanche ſich mir zu. Ich glaubte, er hege die Abſicht, ſich durch einen Trunk aus dem Bache zu erquicken, denn ſorglos ſchritt er gerade der Uferſtelle zu, hinter welcher ich nunmehr auf den Knieen lag. Ich ſah, ein Zuſammenſtoß war jetzt unver⸗ meidlich, und indem ich meine Waffen feſter umſpannte, trachtete ich nur noch darnach, alle Vortheile, die mir aus meiner gedeckten Stellung erwuchſen, mir bis ins Kleinſte zu Nutze zu machen. O, wie ſegnete ich in jener Stunde die Gewandtheit, die ich mir in früheren Jahren durch tägliche Uebung angeeignet hatte, denn nur dieſer hatte ich zu ver⸗ danken, daß ich in jenem meinem erſten tödtlichen Kampfe nicht unterlag.

Schneller, als ich im Stande bin, es zu erzählen, hatte der Comanche das etwa drei Fuß hohe Ufer erreicht. Ich hörte ſeine Schritte, ich vernahm das leiſe Rauſchen des Graſes, ich ſah, wie die unter ſeinen Füßen knickenden Halme ſich über mich hinneigten. Nur noch eine halbe Secunde und er mußte mich in der faſt hülfloſen Stellung entdecken. Allein ich war auf meiner Hut; die zuletzt nieder gebeugten Halme ſchwank⸗ ten noch, da ſtand ich neben dem überraſchten Feinde, meine rechte Hand mit dem Beil zum Schlage weit ausholend. Aber auch der Indianer war kein Neuling in gefährlichen Lebens⸗ lagen, ich erkannte es an der Geſchwindigkeit, mit welcher er zurückſprang und den Tomahawk aus ſeinem Gurt riß, um den Schlag von ſich abzuwehren. Ich war ihm indeſſen in meiner Bewegung um einen Athemzug voraus, und bevor er noch Herr ſeiner Waffe geworden, ſchleuderte ich, da er ſich außer dem Bereiche meines Schlages befand, das Beil mit vollſter Kraft nach ihMm. Wohl einſehend, daß er verſuchen wurde, auszuweichen, hatte ich meiner Waffe eine tiefere Richtung gegeben, und verwundete ich ihn auch nicht, ſo war ich doch glücklich genug, ihn dergeſtalt mit dem Heft vor die Stirne zu treffen, daß er taumelnd abermals einen Schritt zurückprallte.

Es war nur eine Secunde, die ich dadurch gewann, aber eine entſcheidende Secunde, eine Secunde, die mich an ſeine Seite brachte, und ſchneller, als er an Vertheidigung zu denken vermochte, hatte ich ihm mein Meſſer bis an das Heft in die Bruſt geſtoßen. mir lag eine Leiche.

(Fortſetzung folgt.)

Der Mann von Jasmund.

Die Trommel raſſelt, die Pfeife des Bootsmanys ſchrillt. Alle Mann auf! Klar zum Gefecht ertönt das Commando, das von den wachthabenden Unteroffizieren in den unteren Raum des Schiffes wiedergegeben, dieſem ein plötzliches Leben verleiht. Hunderte von Männer entſteigen dem Zwiſchendeck und ergießen ſich in die Batterie und auf das Hberdeck. Lautlos begibt ſich jeder auf ſeinen Poſten, ſchweigend wird die Arbeit verrichtet. Nur hier und dort

nterbricht der halblaute Zuruf eines Vorgeſetzten, das Auf⸗

ſtoßen eines vor⸗ oder zurückgebrachten Geſchützes die er⸗ wartungsvolle Stille. Jetzt ſind ſämmtliche Luken geſchloſſen bis auf eine, welche den Verkehr mit den unteren Räumen vermittelt; der Stabswachtmeiſter macht die Runde durch das Schiff, er revidirt die Kammern der Offiziere und Deckoffiziere, überzeugt ſich, daß die Bulleys geſchloſſen und ſämmtliche

Thüren weit geöffnet, namentlich, daß außer im Maſchinen⸗ raum kein Feuer und kein Licht an Bord mehr brennt. Doch halt. Dort im Vorderſchiff dringt aus der Laſt, tief unter dem Waſſerſpiegel ein ſchwacher Lichtſtrahl empor, welcher matt ein Luk und eine ſchmale Treppe erleuchtet. Dies Licht iſt privilegirt, jeder Mann an Bord wendet ſich ſcheu von demſelben ab, und jeder, den der Dienſt in ſeine Nähe ruft, hegt unwillkürlich im Herzen den aufrichtigen Wunſch, von demſelben nicht beſchienen zu werden. Und wahrlich, die Ausſtattung des Raumes, welcher durch dies in einer Laterne geſicherte Licht nothdürftig erhellt wird, rechtfertigt dieſe Scheu. An den Wänden rings herum liegen theils auf niederen Geſtellen, theils auf dem Fußboden Matratzen und Decken, in der Mitte, unmittelbar unter der Laterne, ſteht ein ſchmaler

etwa ſechs Fuß langer, ſchräg abfallender Tiſch, deſſen Ein⸗ 22*

Lautlos brach er zuſammen und vor