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ihre Vorbereitungen trafen. Scheidend hatten wir noch die Beruhigung, zu ſehen, daß die Mishandlungen, denen die Frauen unterworfen geweſen, von keinen nachhaltigeren traurigen Folgen begleitet waren, denn als wir zwei Stunden ſpäter vollſtändig ausgerüſtet und bewaffnet unſere Pferde beſtiegen, da bewegten ſich alle wieder frei im Hauſe umher.
„Wir waren unſerer fünf, nämlich meine beiden Brüder, die beiden jungen Haller's und ich, alſo Leute in der Blüte ihrer Jugendkraft, die zugleich an Entbehrungen und ſchwere Arbeit gewöhnt, und ebenſo vertraut mit der Führung des Pferdes als der Handhabung der Büchſe und der Art waren. Daß uns eine lange Reiſe bevorſtand, wenn dieſelbe über⸗ haupt von Erfolg gekrönt werden ſollte, begriff Jeder von uns, wenn wir auch noch immer unter dem Eindruck des erſten Entſetzens, unſere quälenden Zweifel und Befürchtungen nicht auszuſprechen wagten. Nicht minder ſtimmten wir darin über⸗ ein, daß nur unter des jungen Urbanos Führung die ſchmäh— liche That begangen ſein könne und unſere Verfolgung viel⸗ leicht erſt in Santa⸗Fe ihr Ende erreiche. Im letzteren Falle aber hatten wir eine Strecke von mindeſtens neunhundert engliſchen Meilen in möglichſt kurzer Zeit zurückzulegen. Trotzdem wankte ich nicht in meinem Entſchluß: weder meinem alten Vater noch meiner zärtlichen Mutter unter die Augen zu treten, bevor ich nicht Margareth gefunden, die Räuber aber für ihre Ruchloſigkeit furchtbar geſtraft hätte. Meine Gefährten dachten ähnlich, denn alle liebten und verehrten das verlorene holde Kind, nur daß für mich Margareth's Leben mein eigenes Leben bedeutete. Sie hatte die milderen und edleren Regungen aus meiner Bruſt mit ſich fortge⸗ nommen, an deren Stelle dann ein unerſättlicher Rachedurſt, ein unauslöſchlicher Haß für ihre Verderber getreten war. Als ob ich im Verlaufe weniger Stunden um zwanzig Jahre gealtert wäre, hatte eine gefährliche Entſchloſſenheit Beſitz von mir ergriffen. Kein Laut der Klage kam mehr über meine
Brüder. Nur beſeelt von dem einzigen Gedanken, dem ein⸗ zigen Willen: wieder mit Margareth vereinigt zu werden, ſchien mein Faſſungsvermögen zu wachſen, ſchienen meine Sinne an Schärfe zu gewinnen.
„Unter ſolchen Verhältniſſen konnte es kaum überraſchen, daß meine Gefährten, obwol die meiſten mir an Jahren über⸗ legen waren, ſich mir unterordneten und mein Wille ſie fortan in ihren Bewegungen lenkte. Und ſo mußte es ſein; denn wo durch Nichtübereinſtimmung des Handelns die Kräfte ſich zerſplittern, kann nie ein Unternehmen gelingen, deſſen Ver⸗ lauf, ſeiner Gefährlichkeit halber, oft von dem geringfügigſten Nebenumſtänden abhängt.
„Ohne von meinen Aeltern Abſchied genommen zu haben brachen wir alſo auf, begleitet von den heißen Segenswünſchen und Gebeten der Zurückbleibenden. Die Richtung aufzufinden, welche die Flüchtlinge eingeſchlagen hatten, gelang leicht, in⸗ dem ſie beritten waren und ſich keine Zeit genommen hatten, ihre Spuren zu verbergen. Nachdem ſie bewirkt, daß mindeſtens zwölf Stunden bis zur Entdeckung ihres Ueberfalls verrinnen mußten, blieb ihnen ja nur die eine Aufgabe: den zwiſchen ſich und ihren Verfolgern beſtehenden Zwiſchenraum nach Möglich⸗ keit zu vergrößern. Vorſichtiges Vermeiden auffälliger Spuren wäre zu zeitraubend für ſie geweſen, zeitraubender, als für uns das Auskundſchaften derſelben; an einer Verfolgung aber konnten ſie nicht zweifeln, wenn ſie auch nicht ahnten, daß unſere Vorbereitungen ſo unglaublich ſchnell von Statten gehen würden. Trotz alledem mußten wir den Vorſprung, den ſie gewonnen hatten, auf mindeſtens ſechszehn Stunden rechnen, was, bei der ſchnellen Gangart ihrer Pferde, fünf Meilen auf die Stunde gerechnet, eine Strecke von mindeſtens ſiebzig bis achtzig Meilen betrug. Daß aber ihre Thiere
dauerhaft, flink und bei friſchen Kräften waren, das laſen wir aus deren Hufſchlag, und ſchwerlich dürften ſich auf der Welt Reiter finden, die ihre Pferde gewandter und ſicherer zu führen verſtehen, als die C manches und Mericaner. Pah! gebt einem Comanche in Perd, welches Ihr bis zur voll⸗
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keit noch drei Meilen weiter bringen; dann aber ſetzt einen Mexicaner hinauf, und Ihr werdet das Wunder erleben, daß er es noch drei Meilen weiter reitet! S iſt dies ein altes Sprichwort, allein es enthält viel Wahres, und gewiß diente es nicht zu unſerer Ermuthigung, gerade Comanche's und Mexicaner vor uns zu wiſſen. märſchen einholen zu wollen, wäre ein thörichtes Beginnen geweſen; wir kamen daher überein, haushälteriſch mit den Kräften unſerer Thiere zu verfahren und vorläufig nur dar⸗ nach zu trachten, den uns von den Räubern trennenden Zwiſchenraum nicht noch mehr anwachſen zu laſſen. Wir bauten darauf, daß die Zeit kommen müſſe, in der ſie, ſich vor weiterer Verfolgung ſicher wähnend, die Eile ihrer Flucht mäßigen würden, und das war die Zeit für uns, die Kräfte unſerer Pferde bis aufs Aeußerſte anzuſpannen. Doch wo lag dieſe Zeit, wo lag die Scholle, auf der das Zuſammen⸗ treffen ſtattfinden ſollte? Vielleicht Hunderte und Hunderte von Meilen weit. Aber gleichviel, ob nahe oder in weiter Ferne, ſtattfinden mußte es, und wären wir gezwungen ge⸗ weſen, den ganzen Continent nach ihnen abzuſuchen.
„Kaum eine halbe Tagereiſe weit waren wir geritten, da kannten wir die Stärke unſerer Feinde. Es waren ihrer zwölf; außerdem führten ſie zwei Packthiere bei ſich, die mit den Köpfen an die Schweife zweier Reitpferde befeſtigt waren und von zwei in ihren Spuren folgenden Reitern nachge⸗ trieben wurden. Margareth war auf ein ſtarkes mexicaniſches Pferd geſetzt worden, welches beſtändig neben einem beſchlagenen Pferde einherſchritt und offenbar von dem Reiter des letztern am Zügel geführt wurde. Margareth's grauer Muſtang da⸗ gegen wurde von einem Indianer geritten, der ſich die größte Mühe gab, ſeinen Spuren einen Ausdruck zu geben, als ob Margareth ſelbſt im Sattel geſeſſen habe und anfangs mit Widerſtreben, dann aber endlich freiwillig und guter Dinge ſich ihren Entführern angeſchloſſen habe.
„Die Elenden! Wäre es ihnen wirklich gelungen, meine Augen zu täuſchen, mein Herz zu täuſchen wäre nicht möglich geweſen, und hätten Himmel und Hölle ſich mit ihnen gegen mich vereinigt!
„Weſtlich, immer weſtlich ſtanden die Fährten, auf die unſere Aufmerkſamkeit unausgeſetzt gerichtet blieb; weſtlich auf ſpärlich gebahnten Wegen, weſtlich durch Wald und Flur, weſtlich durch Bäche und Flüſſe, und ihnen nach folgten mit finſterer Entſchloſſenheit fünf junge Männer, brütend über ihre Rache, aber Augen und Ohren geöffnet und leſend in jedem geknickten Grashalm, in jedem Zweige, der im Vorbei⸗ ziehen von den Pferden mit ſcharfem Zahn abgebiſſen oder vom Anſtreifen des Sattelzeugs entblättert worden war. Vielfach theilten ſich zwar die Spuren, als hätten die Flüchtlinge ſich nach verſchiedenen Richtungen hin getrennt und einzeln ihre Flucht fortgeſetzt, doch nur das erſte Mal wurden wir dadurch zu einer kurzen Zögerung veranlaßt. Wir erriethen, daß man uns hatte täuſchen und aufhalten wollen; bei den er⸗ neuerten Verzweigungen der Fährten gaben wir uns daher nicht mehr die Mühe, dieſelben zu zählen. Wir folgten der⸗ jenigen Fährte nach, die in geradeſter Richtung zu ſtehen ſchien, und ſtets hatten wir die Genugthuung, oftmals erſt nach Zurücklegung von Meilen, daß dieſelbe ſich wieder mit den andern vereinigte, was namentlich da geſchah, wo man fließende Gewäſſer überſchritten hatte.
„So zogen wir dahin Tag für Tag. Der erſte Morgen⸗ ſchimmer, der uns geſtattete, die vor uns liegenden Spuren zu unterſcheiden, traf uns im Sattel, und erſt wenn die Sonne im Weſten hinabgeſunken war und die Dämmerung ſich verdichtete, ſtellten wir die Verfolgung ein. Nur kurze Zeit raſteten wir im Laufe des Tages, um die Kräfte der Pferde zu ſchonen und je nachdem wir auf Waſſer ſtießen; wir ſelbſt dagegen? Pah! Wer von uns hätte die Ermüdung empfunden oder wäre nicht bereit geweſen, bis zum letzten Athemzuge im Sattel zu verharren?
„Der Anfang unſerer Reiſe war nur wenig ermuthigend. Erſt am Mittage des folgenden Tages erreichten wir die Stelle, auf welcher die Räuber zum erſten Mal geraſtet
ſtändigen Erſchöpfung abgetrieben, und er wird es mit Leichtig⸗
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Unſere Feinde in Gewalt⸗


