Jahrgang 
1868
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er Hans Jörgen Liſel's Worte brühwarm hinterbrächte. Einen Augenblick ſah ihn der grimmig an, als ob er einen Hohn auf ſeine bedrängte Lage zu rächen hätte, dann ſchüttelte er den Kopf, ging langſam nach der Schenke und ließ ſich ein Glas Warmes geben.

Nimm's Liſel, ſagte er einfach,dir geb ich's gern, und wenn's das letzte iſt.

Liſel trank und ſagte leiſe:

Haſt du gar keine Hoffnung, deinen Hof zu halten

Keine, entgegnete er reſignirt,in acht Tagen wird er verkauft. Kann dann froh ſein, wenn dein Vater einen Knecht braucht.

Warum tanzt du nicht? fragte ſie abbrechend.

Was ſollten die Leute dazu ſagen, wenn ein bankerotter Menſch wie ein Schalksnarr herumſpringt! rief er bitter.

Und du ſollſt doch noch heut tanzen, Hans Jörge, ſagte ſie mit Beſtimmtheit,ich wills! Laß die Leut reden, was ſie wollen. Ich geb dir mein Wort, daß ſie dich nicht allein abtrumpfen werden.

Sie ließ ihn ſtehen und lief zu einem alten Bauern hin, der eben eintrat. Es war ihr Vater, und lächelnd ſah er auf die ſchöne, wilde Tochter und klopte ihr die brennend heißen Wangen. Sie flüſterte ihm etwas zu, doch er ſchüttelte den Kopf; ſie beharrte mit ſchnellen eindringlichen Worten auf ihrem Verlangen; er gab indeſſen nicht nach.Biſt toll, Mädchen! rief er endlich.Wer kauft eine Katze Sack

Thut es, Vater, bat ſie,es wird Euch nimmer gereuen.

Es geht ja nicht, rief er lachend,denkſt wohl, weil du alle jungen Leute an der Strippe haſt, kannſt du auch mir den Köpf verkeilen. Na, Liſel, zieh den Mund nicht kraus. Gut und brav iſt er doch?

1.

er Beſte und Bravſte, das könnt Ihr ſchon glauben! 3 verſicherte ſie.

Aber ein armer Schlucker? fragte er voll Argwohn,

denn ſonſt kämſt du wol mit der Sprache heraus.

Na, ſagte ſie lachend,ſo ſteht er nicht da, wie der

reiche Klaus, aber er ſauft auch nicht ſo, als ob ihm ein

Schuzenhof in vier Wochen durch die Gurgel gehn könnt'! Zeigen magſt ihn mir immerhin! ſchloß der alte Bauer

Dialog,dann woll'n wir weiterſehn.

Der ländliche Ball nahte ſeinem Ende. Schon ſtand die Hauptluſt bevor, die es alle Mal gibt, wenn die Dirnen, anſtatt zum Tanz geholt zu werden, ſelbſt zu wählen haben, mit wem ſie tanzen wollen. Die jungen Burſchen waren natürlich am meiſten geſpannt, wen Liſel holen möchte, und manch Einer freute ſich ſchon auf die Demüthigung, die dem reichen Klaus wiederfahren würde, wenn er von der Schönſten, auf die ſein Ehrgeiz es gemünzt hatte, ſich verſchmäht ſähe. Er mochte die Liſel im Grunde viel lieber als Schulzens Martha, doch begnügte er ſich auch mit der Letzteren, deren Zuneigung ihm gewiß war, wenn die Erſte, der verwöhnte Liebling der ganzen Dorfjugend, ihm eine ſchnöde, wenn auch meiſtens wohlverdiente Zurückſetzung zu Theil werden ließ. Heut hoffte er immer noch, daß ſie ihn holen würde; der Branntwein hatte entſchieden ſein Selbſtvertrauen geſtärkt. Was er hoffte, ſchien Jungfer Martha zu fürchten, denn ſie verließ ihren Platz, um ſich zwiſchen Liſel und dem Götter⸗ trank zu poſtiren, wo der geliebte, aber halb trunkene Klaus noch immer ſaß. Sie war ihm dadurch um mindeſtens eine Pferdelänge näher als die verhaßte Nebenbuhlerin.

Liſel ſtand neben den Muſikanten und ließ ihre Blicke über den Saal gleiten, als ob ſie ſinne, wen ſie mit ihrer Wahl beglücken ſolle. Manch verlangender Blick begegnete dem ihrigen, nur Hans Jörge ſaß wieder ſtill in ſeiner Ecke und ſah unverwandt ſeine Stiefel an; er hätte ſie nicht melancholiſcher anſehen können, wenn ihr Leder aus ſeiner Lieblingskuh gegerbt worden wäre.

Endlich gab die Muſik das erſehnte Zeichen und die Mädchen flogen ihren Burſchen zu, Allen voran die hübſche Schulzentochter an den Hals des reichen Klaus, der faſt

ſammt ſeinem Stuhle das Gleichgewicht verloren hätte. Er ſah ſie etwas unhold an, da ſie ſeiner Meinung nach durch eine ſchnöde Liſt der Liſel zuvor gekommen war, die noch

immer auf ihrem Platze ſtand und jetzt Aller Augen auf ſich

gerichtet ſah. Hatte ſie einen Knalleffect beabſichtigt? Zu⸗ trauen durfte man es ihr immerhin. Mit feſtem Schritt ging ſie auf Hans Jörge zu, der faſt erſchreckt emporſchnellte, als ſie ihm ihren anmuthigen Knir machte.

Wirſt mir doch keinen Korb geben, Hans Jörge? ſagte ſie und lächelte ihn holdſelig an.

Aber Liſel, was ſollen die Leute ſagen? warf er ein.

Was ſie wollen! rief ſie keck.

Und dein Vater, Liſel?

Ja, mein Vate, ſagte ſie ſinnend und ſchielte zu dem alten Bauer hin, der ihr dieſen Seitenblick mit gerunzelter Stirn zurückgab,mein Vater, Hans Jörge, der hat vorhin von mir gehört der, den ich hole..

Sie ſtockte und eine jähe Glut ſchoß über ihre Stirn.

Alſo daß der, den du heute holſt... fragte er und konnte nicht umhin, ihr leiſe die Hand zu drücken.

Mir wirklich und immerfort der liebſte iſt! flüſterte ſie kaum hörbar.

Und Hans Jörge ſchlug ſeinen kräftigen Arm um ihre Taille und ſauſte mit ihr in den Wirbel hinein, wie ein Verrückter. Was lag daran, daß ſein Hof unterm Hammer ſtand, wenn er Liſels Liebſter war. Er ſelbſt hätte ihr's nimmer geſagt, wie lieb er ſie habe, aber da ſie ſelbſt es errathen hatte, ſowol daß er ſie liebe, wie auch, daß er's nie geſtehen würde, ſo lange der reiche Klaus ihn einen Schlucker nennen durfte, da ſie dies errathen und hochherzig genug zu⸗ erſt geſtanden hatte, was Beider Glück beſiegeln mußte, Hurrah, was liegt an einem lumpigen Bauerhof, wenn man Glück genug im Herzen trägt, um tauſend Luſtſchlöſſer darauf zu bauen!

Schlag doch gleich das Wetter drein! dachte Liſel's Vater.Iſt richtig der bankerotte Hans Jörge, den die Satansdirne ſich ausgeſucht hat. Brav iſt er freilich und anders tritt er wirklich auf als der Klaus, der ſeinem Mädchen an der Schulter liegt, wie ein Mehlſack, aber prrr! keine Kuh, noch Kalb, kein Pferd, noch Eſel iſt ſein. Ein elender Freiersmann.

Und er ſah wieder, wie die Beiden an ihm vorbeiflogen, mit ſtrahlenden Augen und lachenden Lippen, das ſchönſte Paar ſechs Meilen in der Runde. Und er dachte, daß die Liſel ſein einziges Kind und daß ſie doch mal Alles hätte, was er ſein nannte, und daß der Hans Jörge fleißig, ſtark und mächtig klug für einen Bauer und daß ihn nur das Unglück herunterbrachte, und daß ein bischen Glück ihn wieder heben könnte und was ſonſt ein Bauer denken mag, der eine Liſel zur Tochter und ein Stück Geld im Kaſten hat, mit dem er zwei Bauernhöfe unterm Spieß hätte fortkaufen können.

Die Muſik hatte zum Kehraus eingeſetzt. Hans Jörge und Liſe aber tanzten ihn nicht mit, ſondern waren zur Schenke getreten, um den Bund ihrer Herzen durch ein Glas Göttertrank zu beſiegeln. Als Hans Jörge bezahlen wollte, legte ſich eine ſchwere Hand auf ſeine Schulter und Lieſens Vater ſagte:

Laßt das heut meine Sache ſein, ſonſt geb ich Euch nicht das Geld, Euern Hof zu halten.

Und ich nehm' das Geld nicht, rief Hans Jörge ſchnell entſchloſſen,wenn Ihr die Liſel mir nicht dazu gebt.

Meint Ihr? ſchmunzelte der Alte,das will überlegt ſein. Vorläufig woll'n wir daheim gehn. Unſer Weg iſt ja derſelbe, Nachbar.

Hör' mal, Martha, näſelte auf der andern Seite der Stube der reiche Klaus, der ſich mühſam auf ſeinen Beinen hieltich werd' dich daheim bringen, Martha, aber wenn du daheim biſt, Martha, dann gehſt noch einen Schritt mit, 4 an meine Thürklinke, Martha, da will ich dir was

agen.

Auf dieſe Art ließ ſich der reiche Klaus von ſeiner Ge⸗