Jahrgang 
1868
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Xl. Juhrgang.

1868. 9.

VDer Fallenſteller.

Erzählung aus dem nordamerikaniſchen Grenzleben. Von Balduin Möllhauſen.

(Fortſetzung.)

V.

ach einer längeren Pauſe richtete der Fallenſteller ſich wie⸗

der empor. Seine Augen waren geröthet, als ſei ein her vorbrechender Thränenſtrom in denſelben verſengt und feſtgetrocknet geweſen; ſein Antlitz aber war bleich, bleich wie der Tod. Indem er ſeine Blicke im Kreiſe herumſandte, be⸗ lebte ſich daſſelbe indeſſen wieder; ein Lächeln, welches man hätte dankbar nennen mögen, dankbar für die ihm gezollte Aufmerkſamkeit und freundliche Rückſicht, kam zum Durchbruch.

Wie zweifelnd wiegte er ſein ehrwürdiges Haupt und dann bemerkte er mit leiſer, jedoch ſchnell an Umfang und Ausdruck gewinnender Stimme:

Sechsundvierzig Jahre! Die kleine Margareth iſt längſt in Staub und Aſche zerfallen, und dennoch vermag ihr An⸗ denken ſelbſt bei Menſchen, die ſie nie kannten, Trauer zu erwecken! Wer hätte das gedacht! Aber es thut meinem alten Herzen wohl, dies zu erfahren. Wie lange bin ich der Einzige geweſen, der ihrer noch in Liebe gedachte; denn von Denen, die einſt in die guten, treuen Augen ſchauten, bin ich allein übrig geblieben. Auch meine Zeit iſt bald abgelaufen, und da iſt es min denn ein rechter Troſt, mir ſagen zu können, daß auch dann noch bei dem Einen oder Andern ihr Andenken fortleben wird; o, ich täuſche mich darin nicht, und wenn je ein menſchliches Weſen verdiente, daß man ſich ſeiner freundlich erinnert, ſo iſt es die kleine, liebe Margareth.

Genau drei Wochen waren ſeit jenem Abende ver ſtrichen. Der geheimnißvolle Beſuch und der Eulenruf waren beinahe vergeſſen, indem ſich nichts ereignete, was vielleicht an die bezeichneten Rnräna⸗ mahnte und als in Beziehung zu denſelben ſtehend hätte betrachtet werden können. Ein Gefühl der Sicherheit hatte ſich infolge deſſen wieder dem ununterbrochenen Freudenrauſch zugeſellt, in welchem meine Seele ſchwelgte. Und dennoch wurden nie die Vorſichts⸗ maßregeln außer Acht gelaſſen, welche ich mit Margareth ver⸗ abredet hatte. Wenn häusliche Beſchäftigungen, denen ſie mit rührendem Eifer oblag, ſie nicht gexade feſſelten und ſie unter⸗ nahm auf ihrem grauen Muſtang Ausflüge in die nähere Umgebung der Farm, dann ſah man ſie nie allein; entweder der alte Haller ſelbſt, oder einer von ſeinen Söhnen befanden ſich in ihrer Begleitung denn auch ſie waren ja ängſtlich be⸗

ſorgt um das liebe Kind doch geſchah dies nur ſelten, indem ſie in den meiſten Fällen auf meine Ankunft harrte. Wachenhuſen's Hausfreund. RI. 3.

Wir durchſtreiften dann den Wald und die Grasfluren nach allen Richtungen, uns lebhaft mit der Zukunft beſchäftigend und die lieblichſten Stätten aufſuchend, um dieſelben ſchließ⸗ lich, zum Zweck der Gründung unſeres häuslichen Heerdes, auf die engere Wahl zu bringen.

Leidenſchaftlicher Jäger, wie ich war, beobachtete ich während des Reitens, oft nur aus alter Gewohnheit, den Boden, über welchen wir uns hinbewegten; ich entſinne mich indeſſen nicht, jemals andere Spuren entdeckt zu haben, als die des Wildes oder unſerer umherſchweifenden Rinder. Es war alſo Alles dazu angethan, jeden Argwohn einzuſchläfern und endlich ganz zu erſticken. Ging es doch ſo weit, daß wir einſt, als wir in der Richtung, in welcher meines Vaters Hütte lag, eine ſchwere Rauchſäule aufſteigen ſahen, nur an ein zufällig entſtandenes Feuer und an nichts weniger als daran dachten, daß daſſelbe durch böswillige Hände angelegt ſein könne.

Es war kurz vor Abend, als wir die Rauchſäule ent⸗ deckten. In Margareth's Geſellſchaft von einem Spazierritt heimkehrend, befanden wir uns nicht weit von Haller's Farm auf einer größeren Lichtung, von welcher aus wir die ſchwar⸗ zen Dampfwolken genauer beobachten konnten, die bei dem ſchwachen Winde faſt ſteil zu dem Wolken emporwirbelten. Ein Waldbrand konnte es nicht ſein, das erkannte ich auf den erſten Blick, die Rauchſäule war zu ſchmal und bewegte ſich nicht von der Stelle; aber mein älterliches Haus und die zu demſelben gehörigen Schuppen und Strohfutteranhäufungen lagen in derſelben Richtung, und mich ergriff die Furcht, daß, durch Unvorſichtigkeit hervorgerufen, ein ſchweres Unglück mich und die Meiningen heimgeſucht habe.

Mehrere Minuten verharrte ich ſprachlos vor Entſetzen; es war mir nie in den Sinn gekommen, daß ein derartiges Misgeſchick über uns hereinbrechen könne. Dann aber wendete ich mich mit erzwungener Ruhe Margareth zu.

Margareth, ſagte ich, dem lieben Mädchen die Hand reichend,«iſt es mein älterliches Haus, welches dort den Rauch emporſendet, ſo werden wir ſehr dadurch zurückgebracht werden. Ich muß hin und retten helfen; bedenke, jedes Stück, welches uns durch die Flammen entriſſen wird, kann nur ſchwer und ſehr langſam wieder erſetzt werden. Reite du daher ſchnell heim, vielleicht daß der Eine oder der Andere von Haller's Leuten ſich dazu berufen fühlt, zu unſerm Bei⸗

ſtande herbeizueilen.» 17