Jahrgang 
1868
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ohne daß aus der Tiefe des Gedächtniſſes, wie eine eilige Welle, die Erinnerungen ſich uns nahen.

der Freunde!

uns wie ein Bienenſchwarm: Beethoven und Göthe, Schiller und Friedrich der Große, Cornelius, Dürer und Gervinus, und alles dies durchmiſcht mit Vergißmeinnicht, Reiſebildern, Sauerkrautduft, Kneipen à la Teniers, lärmenden Studenten und ſchäumendem Weißbier, von luſtigen Schenk⸗Mamſells dem Touriſten zum Abſchiedstrunk eredenzt.

und wir bleiben dabei iſt die Rede von den Frauen, ſo hört man jedes Mal einen Einfältigen behaupten, daß die Pariſerin zur Mai⸗ treſſe, die Engländerin zur Frau, zur Familienmutter jedoch nur die Deutſche geſchaffen ſei, als ob Charlotte Werther's wegen Albert nicht hintergangen hätte!

ſeine Sitten und ſeinen Charakter nicht genügend kennen; wahr bleibt es dennoch, daß der Deutſche nicht ſo beſtimmt iſt wie der Fran⸗ zoſe, und daher erſcheint es ihm unglaublich, daß man ſein Leben mit Sardellenverkauf oder Kleinhandel von Modeartikel hinbringen kann und wenn man alsdann Geld gemacht, ſich zur Rh ſe h in ein Landhaus, weit vom Geräuſche der Welt und ihrer Ver⸗

gnügungen, weit von ihren Ereigniſſen und dem Leben ſich zurückzieht.

gibt es in Deutſchland gebild bildete gi

der Kritik, ſo oft

Erwiderung hierauf wagt, ſo heißt es:Leſen Sie Hegel, leſen Sie Kant und ſagen Sie mir dann, ob Sie von dieſem Schwalle etwas verſtehen?

Es iſt gewiß, daß weder ich noch ſonſt Jemand viel davon ver⸗ ſtehen werden, doch was beweiſt dies?

Nichtödeſtoweniger konnten ſie es wagen, EuropaTrumpf zu bieten, wie Frederie Lemaitre in ſeiner Rolle als Spieler ſagt, ja

heilkunde wird dieſe Bohne deshalb angewendet, weil ſie eine

Zuſammenziehung der Pupille bei äußerer Application des

Anzugs hervorbringt und ſomit der oft lange anhaltenden

mislichen Erweiterung derſelben nach dem Gebrauche der

Belladonna entgegenwirkt.

Nach Du Chaillu wird in der Kamma⸗Gegend an der Mündung des Fernand⸗Vay unweit des Cap Lopez auch Gebrauch von Gifttränken in bezeichneter Weiſe gemacht; man benutzt dazu die zerriebene Wurzel des Mbundu⸗Strauches, welcher nicht genauer bekannt, angeblich zur Familie der Loganiaceen gehört, wie der Krähenaugenbaum und der das Urari liefernde Strauch. Nach Magyar heißt ein aus der Wurzel des Ongaje⸗Baums bereiteter ähnlicher Trank Bulongo bei den mehr ſüdlichen Stämmen. Kleinere Doſen dieſes Tranks ſollen Erbrechen hervorrufen, bei ſtärkeren Gaben ſinkt der Bergiftete ſchon wenig Minuten nach dem Genuß todt um, mit blutigem Schaum vor dem Munde, was gerade nicht für die vermuthete, dem Strychnin zuzuſchreibende Wirkung ſpricht, da keine Rede von eintretenden Streck⸗ krämpfen oder Starrkrampf iſt.

Auf der Inſel Madagascar beſtehen ähnliche Gebräuche,

nur inſoferne modiſicirt, als man die Probe mitunter an!

den Hunden der beiden Partheien des Klägers und Be⸗ klagten verſucht. Doch kommt es auch vor, daß die

Angeklagten ſelbſt der Probe ſich unterziehen müſſen, und hier benutzt man die Samen der Tanghinia venenifera Pet. Thouars,

eines circa 30 Fuß hohen Baumes der Inſel aus der Familien er Apochneen; derſelbe enthält einen klebrigen Milchſaft und rägt Früchte von der Größe einer Citrone mit glatter, gelber

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Probe ausDie Fremden in Paris, von Gnſtave Morean. Der Deutſche. Es iſt faſt nicht möglichDeutſchlands Erwähnung zu thun,

D Liebling, Wilhelm Meiſter! Du Fauſt und Gretchen wie Schon bei Nennung des WortesDeutſchland umſchwirren

Wir ſind gewohnt, Deutſchland, dasträumende zu nennen,

Dies zuſammenfaſſend geſtehen wir ein, daß wir den Deutſchen,

er Deutſche denkt nicht daran, dies zu thun; er lebt, treibt wie überall und bildet vorzügliche Soldaten, doch läßt er elegenheit ungenutzt, ſich gründlich zu belehren. Daher ete Hausknechte, ſowie es bei uns Ge⸗ welche treffliche Hausknechte abgeben würden.

eutſche hat ſo manches Neue geleiſtet auf dem Gebiete er Philoſophie und der Geſchichte, und dennoch hört man ie verdunkelt iſt der deutſche Geiſt; wenn man eine

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othgeſtreifter Schale; in denſelben befindet ſich der pfirfich⸗

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ähnliche Kern, welcher den giftigen Samen einſchließt. Der wirkſame Beſtandtheil reiht ſich hinſichtlich der bei Vergiftungen eintretenden Erſcheinungen dem des javaniſchen Pfeilgiftes aus dem Upas⸗Baume, dem ſogenannten Antjar⸗Gifte, an und tödtet durch Lähmung des Herzens und der Muskel thätigkeit.

Ueber die Procedur bei den Gottesurtheilen auf Mada⸗ gascar berichtet der Miſſionär Freeman Folgendes: Der An⸗ geklagte, nachdem er ſoviel gekochten Reis, als ihm nur mög lich, gegeſſen hat, verſchlingt, ohne ſie zu kauen, drei Fetzen einer Vogelhaut je von der Größe eines Thalers. Dann reicht man demſelben den Probetrank, beſtehend aus etwas gepulverten Tanghinia-Samen, gemiſcht mit Bananenſaft; der Panazon⸗doha(derjenige Prieſter, der die Verwünſchung ausſpricht) legt ſeine Hand auf den Kopf des Angeklagten und ſingt die Beſchwörungsformel, indem er alles Unglück auf den Schuldigen herabruft. Sodann erhält der Ange⸗ ſchuldigte große Mengen Reiswaſſer zu trinken, bis ein reich⸗ liches Erbrechen erfolgt; findet man unter dem Ausgeworfenen die drei Fetzen Vogelhaut, ſo gilt dies für ein Zeichen der Unſchuld, im entgegengeſetzten Falle iſt der Angeklagte ſchuldig und man erſchlägt ihn mit den Keulen oder ſtrangulirt ihn, wenn man nicht vorzieht, ihn den Qualen der Giftwirkung zu überlaſſen, welche im Unſchuldsfall durch Darreichung von Brechmitteln beſeitigt werden.

Neueren Nachrichten zufolge ſoll dieſer alberne Gebrauch durch Einfluß der Miſſionäre auf Madagascar mehr und mehr in Abnahme kommen, und es wäre zu wünſchen, daß auch in Weſtafrika dieſe abergläubiſchen Gebräuche vor dem Lichte der allmälig durchdringenden Civiliſation verſchwinden.

trotz des Vorwurfs des Träumens verſertigen ſie Zündnadelge⸗ wehre und bewerben ſich um den Himmel, während in dem Krupp⸗ ſchen Werkſtätten ſtandhafte und erſtaunenswürdige Kanonen gegoſſen werden.

Wie die Deutſchen? hört man fragen,die Deutſchen und ſeit wann alles dies? ſeit dem wir unſere Zeit vergeuden mit Schwatzen in den Kammern, an der Brücke de la Goncorde, ſeit⸗ dem wir über den Hergang in den kleinen Zeitſchriften berichten und ſeitdem wir die Geſchichte des Conſulates und des Kaiſerreiches leſen und, von Stolz aufgeblaſen, uns in alles miſchen.

Man behauptet, daß die Franzöſinnen die Deutſchen nicht be⸗ ſonders lieben, jedoch habe ich mich über den Grund oftmals ver⸗ gebens gefragt, da es doch hinlänglich bekannt iſt, daß die Ruſſen und vorzüglich die Preußen 1815 keine üble Aufnahme fanden; ich finde daher die Veranlaſſung nur darin, daß alle Deutſchen Brillen tragen, aber wie eigenthümlich ſollten ſie damals keine Brillen getragen haben, oder waren ſie weniger kurzſichtig, was doch, wie es immer iſt, aus der Entfernung ſchon bemerkt wird? Genug, wer eine Brille trägt, iſt für die Frauen verloren.

Der Deutſche iſt um ſeinen Anzug wenig beſorgt und trägt da⸗ her durchweg ſchlecht ſitzende Kleider, was deſto unerklärter bleibt, da faſt alle Schneider und Schuhmacher Deutſche ſind.

Die Söhne desdeutſchen Vaterkandes bilden in Paris eine großartige Colonie mit Stammkneipen, beſonderm Stadtviertel und eigenen Sitten, und man ſchließt mit Sicherheit, ſo oft man am Ende des Montmartre einem Vergnügungsorte begegnet, der die Aufſchrift: A la Forét Noire(zum Schwarzwalde) trägt auf den Sammelplatz deutſcher Landeskinder, die mit Sicherheit erfahren, ſo⸗ bald ein Faß Wiener Bieres in Paris anlangt, und es unter Ab⸗ ſingung des Becker'ſchen Rheinliedes austrinken, während wir unſer Straßburger Bier zu uns nehmen, ohne die Verſe zu trillern, welche Muſſet als Erwiderung dem rheiniſchen Dichter gefertigt daher wir zu viel Deutſche haben, gibt's wenig gutes Bier in

aris.

Die Deutſchen ſind blond, groß, wohlgeſtaltet, und oftmals hübſche Leute, wovon die Pasdeloup'ſche Kapelle, welche ausſchließ⸗ i Deutſchen zuſammengeſetzt iſt, einen ſprechenden Beweis iefert.

An den Töchtern des Landes, welche Deutſchland auf der Aus⸗ ſtellung repräſentiren, bewundern wir prächtiges Haar und ſchönen Teint, erſtaunen aber gleichzeitig über ſo viel Unbeholfenheit, Mangel 6 über Taillen, um die man dreiſt einen Rundtanz machen önnte.

Trotzdem der Deutſche ein ſtarker Eſſer iſt, beköſtigt er ſich