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Zwei Jahre nach der Begegnung mit Pierre Laroſſe durchwanderte ich, aus dem Bregenzer Wald kommend, zu Fuß Tyrol.
Auf der Straße nach“ überholte mich ein eleganter Gig.
Ich blickte auf, ein Herr lenkte das prächtige Roß, er ſah nach mir herum und parirte das Thier.
„Welch ein Glück, Sie zu treffen! Erkennen Sie mich nicht?“
4„Pierre Laroſſe!“ rief ich erſtaunt aus.
„Ich bin's, kommen Sie, kommen Sie mit mir.“
Wir fuhren nach dem Schloſſe; die liebenswürdige Baronin Marie war ſein Weib geworden.
Die Liebe, die ſie, wenn ſchon unklar, für ihn gefühlt,
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als er ſie portraitirte und ihre Augen den ſeinigen oft be⸗ gegnen mußten, hatte Form und Geſtalt genommen; auf den
ſtillen Schloſſe, im Schvoße einer großartigen Natur war ſie ein gar warme Fürſprecherin Pierre's geworden. erſchien, und ſie nicht mehr um ihre Hand, deren er ſelbſt ſich unwürdig gemacht habe, nein, nur um ihre Verzeihung ge⸗ beten hatte, damit er, entſühnt, wieder der Kunſt ſich zu widmen im Stande ſei, da erhielt er nicht nur die Vergebung, nein, Herz und Hand des reizenden Weibes.
Ich legte in ihre Hand das Bekenntniß nieder, wie ich dereinſt Zeuge der Reue Pierre's geweſen und erhöhte dadurch das Glück der ſeltenen Frau und ihres Bruders, der einſt unter dem Namen„Henri“ Pierre's Lehrer geweſen war.
Der Boſe Feinde und Freunde.
Ein Naturbild*) von Karl Ruß.
Und dehnten endlos ſich die Zonen, Wär' Raum in Fülle Allen eigen,
Es würden nicht die Fehden ſchweigen, Wo Starke bei den Schwachen wohnen.
Berthold Sigismund.
Trauter, ſüßer Friede iſt eingekehrt in Flur und Wald, thront auf allen Bergen und wohnt in allen Thälern. Und zu keiner andern Zeit im Jahre erſcheint uns ſeine Herrſchaft ſo mäch— tig und ſo beglückend, als gerade jetzt. Sveben hat nämlich der Blumen holde Königin in aller ihrer Schönheit und Pracht ſich entfaltet— und mit ihr athmen jetzt Freude und Wonne rings umher alle lebenden Weſen, alle fühlende Herzen.
Und blüh'n a Mal die Roſen, Iſt das Herz nit mehr trüb', Denn die Roſenzeit iſt ja Die Zeit für die Lieb'.
Dennoch mit betrübtem Herzen müſſen wir es uns eingehen— iſt auch jetzt, inmitten alles ſüßen Liebesglücks, itutten der wundervollſten Herrlichkeit der Natur, auch jetzt die hehre Ruhe nur ſcheinbar, der beglückende, wohlthuende Friede keineswegs ſo wirklich und unbedingt, als es den Anſchein hat. Im Gegentheil; überall und allenthalben, auf allen Wegen und Stegen tobt um uns her immerfort der „Kampf um's Daſein“ aller lebendigen Creaturen. Ein wohl⸗ thätiger Schleier verdeckt ihn allerdings dem Blicke des Harm⸗ loſen und Uneingeweihten— und läßt ihn unter den duften⸗ den und prangenden Blättern der Roſe keineswegs auch den Wurm ſchauen, der an ihrem innern Marke nagt. Doch, obwol ein jäher Schmerz das warmfühlende Herz durchzittern mag, wenn es ein ſchönes, ſchuldloſes Geſchöpf von tauſend Gefahren umlauert weiß, obwol bange und beängſtigende Gefühle unſere Bruſt erfüllen, im Hinblick auf das verzweifelte, immerwährende Ringen und Kämpfen aller ſchwachen und armen Weſen— wir dürfen dennoch keine Bedenken hegen, und angſtvoll zaudern, ſondern müſſen feſt entſchloſſen den Schleier fortreißen, der unſere Blicke verhüllt, um überall klar und voll mannhaften Muthes uns umzuſchauen. Denn ja auch uns, uns ſelbſt nimmt immerwährend der Kampf um's Daſein in Anſpruch, und in ihm gibt es keine ſicherere und kräftigere, Schutzwehr für uns als die möglichſt genaue Kenntniß aller eigenen Widerſacher und der unſerer Freunde.
In dieſem Sinne ſei es mir vergönnt, die Leſer hinaus zu führen, um ihnen die Legion von Feinden zu zeigen, welche auf einem uns ſehr lieb gewordenen Gewächſe hauſen und in ihrer größten Anzahl das Gedeihen deſſelben gefährden. Zum Troſt in dieſer Noth, die in Betreff aller unſerer unentbehr⸗ lichen Culturgeſetze vorzugsweiſe zur Geltung kommt, begegnen uns dann aber auch die gar thatkräftigen Bekämpfer jener Pflanzenverderber, welche die Forſcher ſo bezeichnend die „Sicherheitswächter der Natur“ genannt haben.
*) In die Zeit wollen ſich die Leſer freundlichſt hineindenken.
Wir betreten einen großen, wundervollen Roſengarten.
Weſſen Herz ſollte da nicht aufgehen vor Bewunderung und
Freude, im Anſchauen aller dieſer hohen Schönheit Fülle! Doch während der Dichter ſeine Begeiſterung in Lobes⸗ und Liebesliedern hier erſtrömen läßt, da erſchaut der proſaiſche Blick des Naturkundigen ganz andere Dinge. Dieſe ſämmt— lichen Roſen ſind krank, erklärt er dem beſtürzten Beſitzer, ſie ſind überfallen von ſo argen Mörderbanden, die in nicht mehr ferner Zeit ſie ſammt und ſonders vernichtet haben werden. Und mit ſeiner kundigen Hülfe lernen wir nun dieſe grau⸗ ſamen Verderber unſerer Lieblinge kennen.
Die Blätter des Roſenſtrauches beherbergen fünf Käfer, fünfundfunfzig Raupen und vierzehn Hautflügler und andere Kerbthierarten.
Darunter nähren ſich ungefähr ſechzig Arten von den Blättern, fünf Raupen ſind Minirer und graben alſo Furchen und Gänge hinein, fünf Gallwespen(Rhodites, Cynips und
Aglas) erzeugen die ſog. Gallen auf ihnen. Außerdem leben im
Mark des Roſenſtrauchs vier Käfer⸗ und zwei Hautflügler⸗ larven; unter der Rinde zwei Käferarten; eine Blattwespe (Tenthredo excavator) erzeugt an den Roſenſtrauchzweigen häß⸗ lich aufgetriebene Spitzen, in denen ihre Larve lebt. An jungen Zweigen und Trieben zehren drei Hautflüglerarten; vornehm⸗ lich ſchädigen dieſelben aber, ſowie auch namentlich die Stengel der Knospe, die Blattläuſe; in den Knospen ſelbſt lebt eine Käferlarve und an ihnen eine zweite. Auch die Früchte der wilden Roſen— die cultivirten erzeugen bekanntlich keine— werden von einem Kerbthier verzehrt. Der ſogenannte Roſen⸗ ſchneider oder die Tapezierbiene verunſtaltet die Blätter der⸗ erblühten Roſe, indem er aus denſelben ſich ovale Scheiben, zum Auskleben ſeiner Bruthöhle ſchneidet; der Roſenkäfer ſchließlich beeinträchtigt wol weder Strauch noch Blume, ſondern wohnt nur zwiſchen den zarten Blättern der ſchönen duftenden Roſe.
Mehr ſonderbar und allenfalls verunſtaltend als dem Gedeihen nachtheilig ſind alle jene Gebilde, die ſchon er— wähnten Gallen, welche die Gallwespen durch ihre Stiche und das Hineinlegen ihrer Bruten erzeugen. Unter denſelben iſt das auffallendſte der ſogenannte Roſen⸗Bedeguar(auch Roſerapfel, Schlafapfel oder Roſenkönig genannt), welcher eine wie mit Moos bewachſene, innen die in Zellen lebenden Larven enthaltende Roſette bildet, und früher, leider auch wohl noch jetzt hin und wieder vom Volksaberglauben als Heilmittel benutzt wurde. Namentlich wurde es als ſchlaf⸗ bringend von einfältigen Menſchen den Kindern unter das Kopftiſſen gelegt, daher der erwähnte Name. Dies Gallge⸗ bilde und bezüglich ſeine Larven werden wiederum von drei winzigen Kerbthierlarven bewohnt, die jene erſtern dann natürlich zu Grunde richten.
Als er nun ſeſt
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