nſtwie werte. paſ⸗ perrt, h er⸗ tief⸗ rüher verlich Mht ihe er⸗ m In⸗ allge⸗ ibeam⸗ inin ſeligen meinen eleicht ſch in⸗ ſüchlich uſſure, chland
d Sie. nIhn en und Seine h nele is zun
er No⸗ ungen o aus wohr⸗ esholb d Sie ſof⸗ ſenden E ngeben ie ſch blieb. te ſih ratz⸗ en den
n bl⸗ Sofort entirten uf den Fu
enllich in Eu⸗
ſuilt⸗ ſabeth
taubg⸗ hronen nereſe
ine e hole
Dieſe
anmuthigen Belehrungen über Toiletten wußten meine Herren Collegen in Salzburg mit äußerſt feinen Beobachtun⸗ gen intereſſant und ſpannend zu durchflechten. Napoleon küßte beim Ankommen in Salzburg der Kaiſerin Eliſabeth die Hand. Franz Joſeph that das bei der Kaiſerin Eugenie nicht, obgleich jeder von uns dies gern für ihn beſorgt hätte. Das gab neue unendliche Feuilletons. Warum küßte Franz Joſeph die reizende Hand nicht, welche doch ſo gut den Pan⸗ toffel über Ihn zu ſchwingen weiß?! Empörte ſich noch im⸗ mer das alte habsburgiſche Blut gegen den Sproſſen des corſiſchen Advocatengeſchlechtes?
I da ſoll man ja an die Wand hinauflaufen bei ſolchem Altweibergebaren, wie es nicht nur jedem Chriſtenmen⸗ ſchen in Salzburg entgegentrat, ſondern ſich damals in allen Zeitungen breit machte. Ich hab' mich geſchämt, wenn ich ein Blatt in die Hand nahm. Und nun erſt, als die Con⸗ jecturen losgingen, an denen die Preſſe heute noch zehrt! Wie fließen da die„beſten Quellen!“ Wie unterrichten da die„gutunterrichteten Correſpondenten!“ Und Alles iſt Wind, und mit Gottes Hülfe wird demnächſt wieder ein anderes Thema auf die Tagesordnung kommen, über das die Preſſe nach Gefallen herfallen und daſſelbe breittreten kann.
Das franzöſiſche Kaiſerpaar dampfte ab. Er hatte noch in Lille und in Arras zu reden. Mit dem glänzenden Ko⸗ metenpaar verſchwand auch der ganze Schweif von Journaliſten, Poliziſten u. ſ. w., die Bahnwärter entließen ihre Gehülfen und konnten wieder ſchlafen. In Salzburg ward die ganze Herrlichkeit wieder eingepackt und nach Wienſ zurückgeſchafft, und die alten Erzbiſchöfe können jetzt wieder in den öden Räumen ihrer verfallenen Schlöſſer nach Belieben herumſpuken.
Wir in München ſchickten uns an unſere Juriſten zu empfangen. Und ſiehe da, ſie kamen in langen Schaaren, viele mit ehrwürdigen Glatzen und wohlverſehenem Knopfloch, wenige mit lockigem Haar— alle aber mit dem feſten Vor⸗ ſatz, ſich gut zu amüſiren.
Und den haben ſie redlich gehalten! Sie haben geſeſſen und ſich über verſchiedene ſehr intereſſante Punkte geeinigt, die uns aber ſchwerlich billigeres und ſchnelleres Recht ver⸗
ſchaffen werden, ſie haben brillant dinirt und ſchöne Reden
gehalten, haben Feſtvorſtellungen im Theater mit angeſehen und ſind endlich zuguterletzt an unſern Starnberger See hinausgefahren, wo ihnen ein kleines Waldfeſt bereitet war, das den Herren von Nord und Süd doch zeigte, welchen Humor wir in München entwickeln können, wenn die Facto⸗ ren ſchönes Wetter, ſchöne Natur, ſchöne Frauen, fröhliche Geſellſchaft und gutes Bier zuſammenwirken. Die Jünger der Themis wurden im Wald zuerſt von einem Einſiedler, am See von einem wilden Pfahlbauern, im See endlich von einer Nixe begrüßt. Illumination aller Villen am Ufer, Feuerwerk und Muſik trugen dazu bei, das unvergleichlich ſchöne Bild des herrlichen Sees allen Theilnehmern des ſchö— nen Feſtes unvergeßlich zu machen.
Die launige Rede des Waldbruders(Maler Stöger) iſt ſo ein Stück echten Münchner Künſtlerhumors, das nicht allein allen Juriſten in Nord und Süd, von denen als ge— bildeten Menſchen man doch vorausſetzen muß, daß ſie den „Hausfreund“ leſen, ſondern auch den ſchönen Leſerinnen un⸗ ſeres Blattes gewiß willkommen ſein wird, weshalb wir die Rede, die außer ihren ſonſtigen Vorzügen noch den hat, ſehr kurz zu ſein, wie ſie gehalten wurde, abdrucken.
Der Waldbruder in Bernried an den Juriſtentag:
„Geliebte! In dieſen harten Tagen, wo Ihr theils in einer der vier Abtheilungen, theils auf dem Keller, im Theater und beim Diner gearbeitet habt, mögt Ihr wol etwas er⸗
— 117 2—
müdet ſein; drum möchte ich Euch nicht von hinnen gehen laſſen, ohne Euch zu ſtärken, ohne Euch zu Eurer Kräftigung die Salbe der höheren Betrachtung auf den Weg mitzugeben.
Auch ich war einſt ein Juriſt. Als ich in die Jahre kam, wo die Aeltern nicht wiſſen, was ſie aus Einem machen ſollen— da entſtand ein großer Streit zwiſchen Vater und Mutter, und als ſie ſich nicht einigen konnten, ſo ſagten ſie zu einander und ſprachen:(Da wir nicht wiſſen, was der Anton werden ſoll: ſo ſoll er ein Juriſt werden.? Und ſiehe da, ich wurde Einer danach.
Aber ein grauſames Schickſal verfolgte mich. Ueberall fiel ich durch und endlich fiel ich auf den Gedanken, auf Hut und Degen zu verzichten und das Gewand des Waldbruders zu wählen, das auch nicht ſchlecht iſt, weil ja meiſtens die Frömmigkeit mit einem guten Bräuhäuſe verbunden iſt. Wo ich Leute ſehe, die der heilſamen Ermahnung bedürfen, da gehe ich hin, erzähle ihnen lehrreiche Parabeln und fülle ſo die Lampen ihres Geiſtes mit dem Petroleum der Erfahrung, die ich mir in der Einſamkeit des Kellers mühſam erwerbe.
Wie viele Menſchen, geliebte Brüder und Schweſtern, gehen an vielen Dutzend Telegraphenſtangen vorbei und den⸗ ken ſich nichts dabei, und denken ſich höchſtens: ſchau, ſchau, da iſt ein Draht. Ja wol Draht— freilich iſt es ein Draht— aber was hat er für einen Zweck? Warum iſt er da? Eben, das iſt es— dieſer Draht hat keinen andern Zweck, als den Menſchen die Liebe darzuſtellen, wie ſie iſt und ſein ſoll. Dieſer Draht, Geliebte, iſt die Liebe. Wie dieſer Draht zwei Telegraphenſtationen mit einander verbindet: ſo verbindet die Liebe die Herzen der Menſchen. Wenn man auf einer Station eine Nachricht aufgibt— Rrr — kannſt du es auf der andern ſchon bereits leſen auch— iſt es in der Liebe anders? Nein. Wenn das Schickſal in dem einen verliebten Herzen was aufgibt, ganz wurſcht ob etwas Freudiges oder was Z'wideres— rrr kann man es in dem andern verliebten Herzen leſen.— Verſtanden?
Geliebte, bei Gelegenheit des heurigen VI. Juriſtentages möchte ich Euch dieſe Lehre ſo recht eindringlich an's Herz legen. Der Juriſt ohne Liebe iſt eine Telegraphenſtange, die keinen Draht hat. Er braucht:
1) die Liebe zur ganzen Menſchheit, daß er mit ſeinem Schwerte nicht gar zu ſcharf umeinander hauſt, wenn ihm der Zorn über den Frevler kommt, und nachher
2) die Telegraphenverbindung mit der Einen Station, die Liebe zu der Einen, die macht, daß er nicht in den Coderſtellen und Artikeln und Paragraphen un⸗ tergeht und daß das Beſte an jedem Menſchen, der Menſch, nicht zu Grunde geht.
Deshalb geliebte Mitſchweſtern und Mitbrüder, die Ihr nicht ſchon in Telegraphenverbindung ſtehet, ſäumet nicht; ſuchet baldigſt eine Station, mit der Ihr in dem Schickſals⸗ untereinander des Lebens correſpondiren könnt, verbindet Euch mit dem Draht der Liebe und denkts an den Einſiedl von Bernried, der mit traurigem Herzen aufſchaut zu jedem Te— legraphendraht. Amen.“
Auch dieſes Feſtes Jubel, von dem die Stadt im Großen und Ganzen eigentlich wenig gemerkt hat, war ſchnell ver⸗ klungen, die Decorationen aus dem Glaspalaſt, den man zu einem herrlichen Park umgewandelt hatte, wurden herunter⸗ genommen, und die Zehntauſend und einige Gulden, welche der Juriſtentag der Stadt gekoſtet hatte, in den betreffenden Büchern richtig verbucht und eingetragen und nur die Mit⸗ glieder der jüngern Damenwelt, denen jüngere Mitglieder des Juriſtentages gegen alles Völkerrecht ihre Herzen ge⸗ ſtohlen haben, gedenken noch der ſchönen Tage von Aranjucz!
5
Der Geheimmittel-Schwindel.
Es ſcheint zu den Krebsſchäden unſeres Nationalcharakters zu gehören, daß wir unſere Urtheilskraft von dem Wunder⸗ baren und Geheimnißvollen gar zu leicht umnebeln laſſen.
Wäre der Gegenſtand für ſolchen frivolen Scherz nicht zu ernſt, ſo dürfte man leicht eine Wette darauf eingehen, daß es einem geriebenen Kopfe ſicher gelingen würde, mit irgend


