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„Erſt als ich am folgenden Tage wieder zu Haller's hinüberritt, legte ſich meine Aufregung einigermaßen. Ich hatte unterwegs wirklich die Spuren mehrerer Eingeborenen entdeckt, die ſich augenſcheinlich zuſammengelockt hatten und dann in entgegengeſetzter Richtung von der, welche der Fremde eingeſchlagen, davon gewandert waren. Ich theilte dies Margareth mit, um auch ihre Beſorgniß zu verſcheuchen. Sie lachte und ſchalt ſich ſelbſt, daß ſie ſich überhaupt zu Aeußerungen des Schreckens habe hinreißen laſſen. Als ich ihr aber von dem Fremden erzählte und denſelben, ſo weit ich nach den Schilderungen meiner Aeltern und Brüder im Stande dazu war, beſchrieb, da gewahrte ich, wie ſie plötzlich erbleichte und ein heftiges Zittern ihre Geſtalt erſchütterte.“
„(Tomaſo, flüſterte ſie mit bebenden Lippen, Cſollte er mir nachgeſpürt und meinen Zufluchtsort entdeckt haben?“
„Ich erſchrak, doch weniger über Margareth's Befürch⸗ tungen, als über den Ausdruck des Entſetzens, welcher ſich über das liebe Antlitz ausgebreitet hatte. Auf mein Flehen, auf meine Betheuerungen, daß ihre Beſorgniſſe völlig grund⸗ los ſeien, daß es viele Menſchen mit gelber Geſichtsfarbe und ſchwarzen Lockenhaar gebe, und ihr Verwandter ohne Zweifel zuerſt auf Haller's Farm nach ihr geforſcht haben würde, beruhigte ſie ſich zwar wieder äußerlich, aber in ihren Augen las ich, daß trotz des lieblichen Lächelns noch eine heimliche Angſt in ihr fortlebte, die ſie nicht ganz zu be⸗ ſeitigen, nicht ganz abzuſchütteln vermochte. Die theuere, kleine Margareth, mir zu Liebe lächelte ſie; ſie wußte, wie unendlich ſchmerzlich es mir war, ihre guten, treuen Blicke auch nur leiſe getrübt zu ſehen.
„
„Obwol ich nach beſten Kräften jede Furcht als unge⸗ rechtfertigt, ja ſogar als thöricht hinzuſtellen ſuchte, beſtand ich doch ernſtlich darauf, daß ſie hinfort nicht mehr allein größere Ausflüge unternehmen ſollte. Sie verſprach, ſich meinen Wüuſchen zu fügen, ſie verſprach es mit dem hin⸗ gebenden Vertrauen eines folgſamen Kindes, und ſie hat auch Wort gehalten— arme kleine Margareth! Sie hat Wort ge⸗ halten— nur zu gut Wort gehalten!“
Ein verzweiflungsvolles, faſt höhniſches Lachen erſchreckte alle Zuhörer. Der Fallenſteller hatte einen Feuerbrand er⸗ griffen und ſtörte wild in der Glut, daß ein dichter Funken⸗ regen ſich erhob und mit dem wirbelnden Rauch abwärts zog. Die glimmenden Kohlen und einzelne emporzüngelnde Flämmchen warfen eine rothe Beleuchtung auf das reif durchfurchte Greiſenantlitz. Ich blickte ſcharf auf daſſelbe hin; es er⸗ ſchien mir krampfhaft verzerrt; nichts mehr war auf dem⸗ ſelben zu entdecken, was an die ernſte, beinahe kalte Ruhe erinnert hätte, mit welcher er den letzten Theil ſeiner Er⸗ zählung vorgetragen hatte.
Alle Stadien zwiſchen funfzehnjähriger Jugend und funfzig⸗ jährigem Alter waren in dem lauſchenden Kreiſe vertreten. Tiefe Theilnahme leuchtete aus allen Augen; aufrichtige Ehr⸗ erbietung, nicht allein beſtimmt durch weißes Haar, war auf allen Zügen ausgeprägt.
O, wie verſchiedenartig, wenn auch durch dieſelben Ur— ſachen bedingt, mochten die Gefühle ſein, welche in dem bunten Kreiſe Platz ergriffen hatten und die Gedanken gleich⸗ ſam lenkten!
(Fortſetzung folgt.)
S*
Münchener Pilderbogen.
Von C. A. Dempwolff.
Wenn man noch vor Kurzem in München nach irgend Jemand fragte, ſo konnte man unter hundert Fällen neun⸗ undneunzig Mal ſicher ſein, die Antwort zu bekommen: die ganze Familie iſt im Gebirg.
München war in der That nicht in München, ſondern
in Peterskirchen, Berchtesgaden, Kochelſee, Frauenwörth, Aibling und wie ſonſt alle die Sommerfriſchen heißen, deren das Hochland vor unſerer Thür eine ſo beneidenswerthe An⸗ zahl hat. Am komiſchſten war's aber in Reichenhall. Da war der Münchner ſchon ſo gewohnt den Münchner zu treffen, daß ſogar die ſonſt üblichen Erſtaunungsrufe:„Sie ſind auch da! Wo kommen Sie denn her?“ u. dgl. wegfielen. Im Curgarten zu Reichenhall war's gerade wie bei Tambroi un⸗ ter den Arkaden zu München— alle die bekannten, lieben, langweiligen Geſichter, dieſelbe Toilette, dieſelben Glagehand⸗ ſchuhe. München und immer wieder München! WMan genirte ſich ordentlich, dieſer allgemeinen Völker⸗ wanderung gegenüber zu Haus zu bleiben, und meine Frau fragte mich neulich alles Ernſtes:„Was ſoll ich denn ſagen, wenn man frägt, wo wir den Sommer geweſen ſind?“
In der That hat dieſe leidige Mode der Sommerfriſchen in der Art und Weiſe, wie ſie hier überhand genommen, etwas ſehr Bedenkliches. Familienväter, die in Zweifel darüber ſind, wo und wie ſie hier den nächſten Winter das Holz herbringen ſollen(von der Nahrung, die damit gekocht werden ſoll, gar nicht zu ſprechen), ergehen ſich ſchon im Mo⸗ nat Mai in kritiſchen Unterſuchungen über die Vorzüge un⸗ ſerer verſchiedenen Eldorados, und im Juni iſt wirklich die ganze Familie im Gebirge. Wenn auch das Leihhaus das Reiſegeld zahlt, die Berge ſind doch ſchön.
Vollkommen lächerlich erſcheint aber die Mode dann, wenn man ſich die Räumlichkeiten etwa näher anſieht, in denen die meiſten Familien ſich Monate lang herviſch den größten Unbeguemlichkeiten ausſetzen, während daheim ihre comfortablen Wohnungen leer ſtehen, nur um ſagen zu kön⸗ nen: wir waren im Gebirg. Kleine, niedrige Bauernſtuben
ohne jeglichen Comfort, dafür aber mit ſo kleinen Fenſtern, daß die friſche Luft ſich genirt, da einzudringen, und geſchwän⸗ gert mit jenem unbeſchreibbaren Duft nach naſſen Regen⸗ ſchirmen, der geradezu unvertilgbar iſt und ſich den hart⸗ näckigſten Räucherungen zum Trotz immer ſiegreich wieder durchdrängt; Betten— nein, von denen ſchweigen wir lieber gleich ganz. Da iſt nun eine ganze Familie vielleicht in zwei Zimmer zuſammengepreßt, und dieſe zwei Zimmer, in die man zu Hauſe ſeine Magd nicht legen würde, zahlt man hier mit theurem Geld, denn unſere Bauern haben längſt rechnen gelernt. Folge davon iſt, die ganze Familie iſt zu⸗ meiſt auf's Wirthshaus angewieſen, und ſo ſieht der flüchtig durcheilende Fremde ſtaunend in den meiſten Wirthsſtuben im oberbairiſchen Gebirg zur Sommerzeit ein Familienleben ſich entfalten, das zu ſeiner Behaglichkeit freilich ſehr wenig bei⸗ trägt, aber für den kritiſchen Beobachter namentlich in ſeinen Differenzen, die immer coram publico verglichen werden, nicht ohne Intereſſe iſt. Vollkommen unbegreiflich iſt mir die Eriſtenz der Sommerfriſchler an Regentagen, mit denen die Sommermonate, Auguſt ineluſive, bei uns ſo freigiebig ſind. Bücher werden grundſätzlich nicht mitgenommen, die in einem Dorf zuſammengepferchten Familien haben ſich längſt unter⸗ einander ausgeſprochen, der Unterhaltungsſtoff iſt ſchon ſeit Wochen verbraucht, alſo was dann? Hohnlachend ſchaut der, der an ſolchen Regentagen unter Sommerfriſchlern geweſen, in München in die grauen Wolken und denkt an die, die da ſitzen von Peterskirchen bis Berchtesgaden, vom Lech bis zur Salzach, und freut ſich, daß er in München iſt.
Das tollſte Geſchöpf iſt der Menſch— dieſelbe Mode, die unſern Damen jetzt die Tracht unſerer Urgroßmütter wie⸗ der aufdrängt, die wir ſonſt unſern Kindern als einen glück⸗ lich überwundenen Standpunkt von grauslichem Ungeſchmack und auffallender Unanſtändigkeit gezeigt haben, zwingt die Menſchen aus ihren behaglichen Exiſtenzen heraus, in un⸗ paſſende, unbequeme hinein, legt ihnen Entbehrungen auf, unter denen ſie ſonſt zuſammenſinken würden, und läßt ſie
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