Jahrgang 
1868
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Slluſtrirtes Volksblatt. Herausgeber: Hans Wachenhuſen.

V. Jahrgang.

18668 8.

Der Fallenſteller.

Erzählung aus dem nordamerikaniſchen Grenzleben. Von Balduin Möllhauſen.

(Fortſetzung.)

echsundvierzig Jahre! Welch lange Zeit! Dennoch, wie

klar und deutlich ſchwebt mir jener Abend jetzt vor der

Seele Mein Gemüth, jugendlich friſch, war eben geöffnet und für äußere Eindrücke empfänglich gemacht worden, denn be deuteten die Leuchtkäfer mir vor wenigen Monaten nicht mehr als der Staub in der Straße, ſo war mir an jenem Abend, als ſei der unendliche ſternenbeſäete Raum meine Seele geweſen, in welchen die leuchtenden Inſekten mit Feuerſchrift die Geheim⸗ niſſe der Natur einzeichneten, mich zugleich auffordernd, in dieſe Geheimniſſe einzudringen und ſie zu löſen. Armer Burſche, der ich war! Nachdem ich mir Margareth's Liebe erworben, glaubte ich, daß es nichts Unmögliches mehr für mich gebe, Himmel und Erde mir unterthan ſein müßten armer verblendeter Burſche!

Wie lange wir in dem feierlichen Schweigen dahin ge⸗ ritten waren, weiß ich nicht; doch mochten wir uns wohl noch gegen tauſend Schritte weit von Haller's Farm befinden, als der graue Muſtang plötzlich unruhig wurde. Auch mein Pferd ſchnaubte heftig und ſchien die größte Luſt zu hegen, umzu⸗ kehren; dabei ſpähten beide Thiere ängſtlich nach rechts, alſo nach meiner Seite hinüber. Wir hielten an und lauſchten aufmerkſam, ohne einen Laut zu vernehmen, der das augen⸗ ſcheinliche Mistrauen der Pferde gerechtfertigt hätte.

Es wird ein ſchwarzer Bär oder ein Wolf über den Weg gegangen ſein, ſagte ich endlich ruhig, doch gebrauchte ich die Vorſicht, das Beil, welches ich gewöhnlich bei mir führte, von meinen Sattelknopf zu löſen und in die rechte Hand zu nehmen.

Margareth bemerkte die Bewegung nicht, dagegen äußerte ſie auf meine Erklärung, daß ſie weit eher glaube, ein Indianer befinde ſich in der Nähe. Sie kenne iht⸗Thier zu genau, und mehrfach habe ſie beobachtet, daß daſſelbe, bei ihtt ſrüheren Zuſammentreffen mit Eingeborenen, ſich ähnlich geberdet.

Indianer, obgleich die eigentlichen Stämme bereits weiter weſtlich gedrängt worden, waren in unſerer Gegend keine ſeltene Erſcheinung. Einzeln wie auch in größeren Trupps ſprachen ſie zuweilen vor, um Mehl und Mais gegen Pelzwerk von uns zu beziehen. Sie traten immer ſehr fried

lich auf; einestheils hatten ſie nicht über Unfreundlichkeit oder

Hartherzigkeit von unſerer Seite zu klagen, und dann wieder

übte Unbilde eine Schaar kühner Farmerburſchen auf die Beine bringen würde, die ſich nicht geſcheut hätte, ihnen bis in das Herz der Rockh⸗Mountains hinein nachzufolgen. Als Margareth der Eingeborenen erwähnte, ſuchte ich ſie zu über⸗ zeugen, daß wir keinen Grund hätten, einiger, vielleicht im Gebüſch übernachtender Indianer halber in Beſorgniß zu ge⸗ rathen. Dann ritten wir weiter, unſere Pferde beruhigten ſich ſchnell wieder, und harmlos plaudernd gelangten wir bis dahin, wo aus Hallers Blockhütte uns Licht zwiſchen den Bäumen hindurch entgegen ſchimmerte. Da drang der gellende Ruf der großen Ohreule zu uns herüber. Er ſchien von der Stelle zu kommen, auf welcher wir angehalten hatten.

Der häßliche Eulenruf, bemerkte Margareth, cich liebe ihn nicht, ohne daß ich einen Grund dafür anzugeben wüßte. Manche Menſchen legen ihm eine üble Vorbedeutung bei.»

Wiederum erſchallte der unheimliche Ruf, aber lauter noch und gedehnter als das erſte Mal.

Das war kein Eulenruf!» rief ich unbedachtſamer Weiſe aus, allein ich war meiner Sache ſo gewiß und zu⸗ gleich in ſo hohem Grade überraſcht, daß ich die Rückſichten vollſtändig vergaß, die ich Margareth ſchuldig war.

Sie erſchrak denn auch in der That, jedoch mehr über den Ton, in welchem ich geſprochen, als über den Inhalt meiner Worte ſelbſt.

«Was ſollte es aber ſonſt geweſen ſein? fragte ſie ängſtlich, indem ſie ihr Pferd dichter an das meinige her⸗ andrängte.

Wäre ich in der Kunſt der Täuſchung erfahren geweſen, würde es mir vielleicht gelungen ſein, Margareth's erwachende Beſorgniſſe zu verſcheuchen. So aber verſchlimmerte ich die Sache nur durch meinen misglückten Verſuch, das ſeltſame Signal auf einen natürlichen und harmloſen Grund zurück zu führen; denn nachdem ich mir ſelbſt mehrfach widerſprochen, ſah ich endlich keinen andern Ausweg, als offen einzuräumen, daß ich den Eulenruf für das Signal eines Indianers halte, der ſich da verborgen haben müſſe, wo unſere Pferde ſcheuten.

Bevor Margareth etwas zu entgegen vermochte, wieder⸗ holte ſich der Ruf zum dritten Male und zwar, wie es mir ekſchien, noch durchdringender, als die beiden erſten Male, worauf er mit einem hohlen Lachen abſchloß, wie es der Uhu auszuſtoßen pflegt, wenn er die Schwingen ausbreitet

mochten ſie die Ueberzeugung hegen, daß jede von ihnen ver⸗ Wachenhuſen's Hausfreund. XI. 3.

und zur Jagd ſeinen Horſt verläßt.