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Ausnahme Teti's fehlte kein Mann meiner Truppe, und ich
er freilich nur eine— lehrreiche„Feldübung“.
ſtarken, bereits dem Abfalle nahen Truppe ſtand.
Piemonteſen hing die je älter je gefräßiger gewordene Phan⸗ taſie der biedern Erzähler einen endloſen Schwanz blutiger Leichname an. Uebrigens merkte ich aus manchen andern Erzählungen, daß viele einſt brave Burſche bereits etwas von der Banditengeſinnung Chiavone's und ſeiner Guiden angezogen hatten, und machte ihnen auch kein Hehl aus die⸗ ſer meiner Bemerkung. Sie zuckten die Achſeln und beriefen ſich auf den Befehl oder das Beiſpiel ihres Führers.
Unwillkürlich mußte ich daran denken, welche furchtbare Gefahr dieſe 170 von Tag zu Tag tiefer ſinkenden Men⸗ ſchen für die Geſellſchaft werden mußten, und ich geſtand mir wieder einmal, daß der italieniſchen Regierung vernünf⸗ tigerweiſe nichts übrig bleiben konnte, als die unerbittliche Ausrottung einer Partei, welche, wenn auch urſprünglich von noch ſo ehrenhaften Principien ausgehend, doch ſchon aus Mangel an einheitlicher Disciplin mehr und mehr ein Scha⸗ den für das Allgemeine werden mußte. Und an jenem Abend nahm ich mir noch einmal ganz beſonders vor, das unſern Parteinamen misbrauchende und ſchändende Banditen⸗ thum nach beſten Kräften zu bekämpfen.
In einem Winkel fand ich auch Teti, bewacht durch einige Guiden. Er geſtand mir, ſeinem Chef um etwa 100 Thaler betrogen zu haben, und bat um meine Fürſprache bei Chiavone, die ich ihm ſchließlich auch zuſagte. Ich glaubte damals wirklich noch, Chiavone und Teti ſeien Feindel
Die Nacht verging ruhig, wie ich es nicht anders er⸗ wartet hatte, und in der Dämmerung des nächſten Morgens (22.) zog Chiavone ab, nachdem er mir noch feierlichſt ge⸗ ſchworen: es ſolle fortan ewige Freundſchaft zwiſchen uns herrſchen! Bevor er in den Wald eintrat, warf er noch einen Blick auf mich zurück, einen Blick voll unverſöhn⸗ lichen Haſſes. Ich ſalutirte lächelnd und ſchickte den Ab⸗ ziehenden eine Beobachtungspatrouille nach. Anderthalb Stun⸗ den ſpäter ſahen wir die ganze Bande oberhalb der Costa del fago debouchiren und in der Richtung der Montagne di Sora abziehen. Ich hatte einen der fatalſten Tage meines mit Fatalitäten ziemlich geſegneten Lebens hinter mir. Mit
konnte nun wieder an den Marſch in das Innere des Kö⸗ nigreichs denken. Dieſen trat ich denn auch am folgenden Tage(23.) an; und ich that wohl daran, denn in der näch⸗ ſten Nacht(vom 23. auf den 24.), als ich gerade das Ro⸗ vedothal paſſirte, war die ganze Truppe Chiavone's wieder zur Stelle und überſiel das leere Lager von zwei Seiten. Wie mir ſpäter Leute Chiavone's verſicherten, wurde dieſer Ueberfall ſo geräuſchlos und ſchnell ausgeführt, daß er mich aller Vermuthung nach überraſcht haben würde. So blieb
Triſtany.— Eeti und Deſiate.
Ich übergehe hier einen an Abenteuern reichen Monat, während deſſen ich die Hälfte meiner Truppe verloren hatte und mit dem Reſte zwiſchen Franzoſen, Piemonteſen und Chiavoniſten hindurch nach dem Süden der Provinz Terra di Lavoro, in die ſchönen Wälder von Paſtena geeilt war, wo der General Triſtany mit ſeiner 130 bis 140 Mann
Als dieſer Abfall wenige Tage ſpäter wirklich einge⸗ treten war, hatte ich den ſchmählich verrathenen und betro⸗ genen General in„meine Berge“ von Rovedo geleitet, und die Baracke in der Valle dell' inferno war wieder„Haupt⸗ quartier“ geworden..
Am 23. Juni, mit welchem Tage die nachfolgende Er⸗ zählung beginnt, zählte unſere geſammte Streitmacht 22, ſage zweiundzwanzig Offiziere und nur 45 Mann!
Unter den Offizieren befanden ſich:
Sieben Spanier; lauter tapfere, erprobte Carliſten.
Zehn Neapolitaner, wovon ſieben erprobte Aufſchneider
und Ausreißer.
Drei Deutſche(ein Preuße, ein Oeſterreicher, ein Heſſen⸗
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licher Ballaſt.
Zwei Schweizer. Die Mannſchaft beſtand aus meinen alten Leuten, ver⸗ ſtärkt durch vier piemonteſiſche und zwei päpſtliche Deſerteure. Alles in Allem 67 Köpfe, worunter unterſchiedliche— mi⸗ ſerable.
Obgleich ſich unter den Neapolitanern ein Oberſtlieute⸗ nant(Caſtagna) und unter den Spaniern ein Major(Ca⸗ ſtilli) befanden, welche zuſammen etwa fünfundeinhalb mal ſo alt waren als ich, war ich nach Triſtany's ausdrücklichem Willen Souschef der geſammten Truppe und faſt unum⸗ ſchränkter Commandant der Mannſchaft. Bei dieſer waren als„Compagnie⸗Offiziere“ eingetheilt: der Kapitän Duc, die ſpaniſchen Lieutenants Moliné und Manuel und der neapo⸗ litaniſche Fähnrich(altere) dAmore. Der neapolitaniſche Kapitän blieb nach wie vor mein Quartiermeiſter, Adjutant, Auditeur u. ſ. w. Er verſtand ſich auf Alles, nur nicht auf's — Schießenhören. Das machte ihn— nervös.
Die übrigen Offiziere bildeten eine Art„Nobelgarde“ Triſtany's und waren zu drei Viertheilen unnützer, ja, ſchäd⸗
Raphael Triſtany war ein ſtattlicher Mann„in den Vierzigen“, mit martialiſchem, ſtarkgebräuntem Geſichte, brau⸗ nem Haar und Bart à la Napoleon, braunen, tiefblickenden Augen, feinen Manieren und einer gewiſſen bedächtigen Gran⸗ dezza in ſeinem Sein und Handeln. Von grundnobler Ge⸗ ſinnung, unerſchütterlichem Muthe und reicher Erfahrung, würde er vielleicht große Erfolge erzielt haben, wenn er die ihn umgebenden Verhältniſſe beſſer gekannt und neapolitani⸗ ſche Guerrillas nicht mit ſpaniſchen verwechſelt hätte. Er war erſt ſeit einem Monat activer„Brigant“, und ſollte daher noch einen guten Theil aller jener Enttäuſchungen durchzu⸗ machen, die ich ſchon längſt überſtanden hatte.
Im perſönlichen Umgange war er die Liebenswürdigkeit und Kameradſchaftlichkeit ſelbſt, und ich werde ſeiner ſtets in herzlicher mir ein freundliches Plätzchen im Herzen bewahren wird.
Sollten dieſe Zeilen jemals ihm oder einem andern meiner damaligen ehrlichen Waffengenoſſen zu Geſichte kom⸗ men, ſo mögen ſie ihnen eine freundliche Erinnerung ſein an das„Höllenthal“ und ſeine Geſchichte.
Er war der 23. Juni 1862. Ich lag damals ſchon mehrere Tage an einem ſchmerzhaften Geſchwüre und damit verbundener Entzündung des Kniegelenkes darnieder, unfähig auch nur einen Schritt zu gehen. Dergleichen Leiden haben ihr beſonders Unangenehmes für den„vogelfreien“ Brigan⸗ ten, der keinen Augenblick vor Angriffen ſicher iſt und zur würdigen Aufrechthaltung ſeiner„Vogelfreiheit“ durchaus ge⸗ ſunde Beine braucht.
Ein alter Carliſt behandelte mich mit einem aus Mal⸗ ven und andern Kräutern zuſammengequetſchten Breie und ſchwur, daß ich in wenigen Tagen wieder laufen ſolle, wie eine wilde Ziege. Dieſe wilde Ziege bei Seite gelaſſen, hielt er auch treulich ſein Wort.
Heute Nachmittag aber hatte ich noch Schmerzen, wie ich ſie ſelbſt der wildeſten Ziege nicht wünſche, und Triſtany war gerade freundlich bemüht, mich durch ſeine ſchönen, intereſſan⸗ ten Erzählungen aus den Carliſtenkriegen zu erheitern, als man von den Vorpoſten zwei Bewaffnete hereinbrachte, welche den General zu ſprechen wünſchten.
Siehe, da kam Teti, reicher coſtümirt und bewaffnet denn je, und mit ihm ein finſterblickender, athletiſcher Ge⸗ felle, der ſich Giuſeppe Deſiate nannte und vor kurzem noch
ein kleines Banditengeſchäft auf eigene Rechnung geführt hatte. Die Beiden waren die Unterwürfigkeit ſelbſt und ſag⸗ ten: ſie hätten ſich mit 33 Mann, welche augenblicklich in der Costa del fago lagerten, von Chiabone losgeſagt, um ſich dem General Triſtany zur Verfügung zu ſtellen.
Teti erzählte mir ferner, Chiavone habe ihn im vorigen Monate weniger jener hundert Thaler als ſeines Anſchluſſes an mich wegen furchtbar mishandelt, drei Tage lang in Todesangſt ſchweben laſſen und ſodann zum gemeinen Sol⸗
Darmſtädter).
daten degradirt. Darauf ſei er in Geſellſchaft e und 10
Liebe gedenken, wie ich überzeugt bin, daß auch er


