ſchiedene etrennte ſchaffen derſelben ein Glei⸗ lt. wel⸗ deſſlben
r. Bail kommen e ſchäd⸗ nz von ſt dieſe Schin⸗ auch erung, rliches
on dem Zungen ich frei⸗ r einer
hatte r ober nPlatz
ſeneſung
ſchließ⸗ Gegen⸗ zilt als ter die npathie nh eiligen
n, von gegen nkbaren en und Söhn, Gicht⸗ echens
von hoben, lionen. nen ng be
ſchtern⸗ . iel⸗ heute
Maſſe
n der t erſte ihnen d läßt n. len an
en ge Speiſe
bliche
——
In das Zimmer tretend, legt der kleine, magere Mann in ſeiner Zuaven⸗Uniform, mit bleichem Geſicht und lebhaf⸗ tem Auge ſeine Uhr neben ſich auf den Kamin, ſtützt dann
4„Warum weinſt du, Kind?
eSchon zwei Jahre lang trägt es dieſe Maſchine.“
die Hände auf die Hüften und überblickt prüfend ſeine Kranken. „Sie können nicht gehen?“ fragt er den Einen. „Ach nein!“ jammert dieſer. „Aber ſo ſtehen Sie doch auf!“ „O! wenn ich nur könnte.“ „Zum Teufel, ſo verſuchen Sie! Krr gehen! Mit einer übermenſchlichen Anſtrengüng ſucht der Un⸗ glückliche, ganz gekrümmt, ſich zu erheben. „Richten Sie ſich auf!“ ruft der Zuave. Der Kranke richtet ſich auf. Unglaublich! „Gehen Sie!“
Der Kranke ſetzt langſam einen Fuß vor den andern. „Aber gehen Sie doch ſchneller!“ Und der Kranke geht wirklich ſchneller. Ein Ausruf der Bewunderung läuft durch die Reihen der andern Un⸗ glücklichen. Der Zuave tritt an ein Kind heran, deſſen Beine mit orthopädiſchen Maſchinen umgeben find.
1„Wozu hat man denn das Kind in dieſen Harniſch ge⸗ ſtect? Nehmen Sie alle die Maſchinen da weg!“
„Ach, Herr, es kann ſich ja ſonſt nicht aufrecht erhalten!
„Weg damit, ſage ich! Wir werden ja ſehen! Das Kind fängt an zu weinen. Deine Mutter wird dir ja nicht wehe thun!“
Und ſich zu dieſer wendend.
„Iſt es möglich, Madame, die zarten Glieder dieſes armen Kindes ſo zu peinigen! Wie ſoll denn das Kind in den Maſchinen ſich bewegen! Komm, gib mir die Hand!“
—
Der Zuave ſtützt das Kind während der erſten zwei, drei Schritte.
„Jetzt geh allein! Schneller!
Das Kind ſetzt ſich in Bewegung.
reude in Thränen aus.
„Daß Sie mir das Kind nicht ſtecken!“ ruft der Zuave dieſer zu. geneſen.“
So verläßt Alles den Zuaven ohne Stock und Krücken. Er entläßt ſie Alle mit den Worten:„Vergeſſen Sie ja nicht, Sie haben nichts mehr zu thun! Keine Medicamente, weder innerlich, noch äußerlich!“
Ich erzähle dies wieder, wie es erzählt wird und will keinerlei Verantwortlichkeit dafür übernehmen. Der Zuave bleibt trotz allen ſeinen Wundercuren die Beſcheidenheit ſelbſt
. Voch ſchneller!“ Die Mutter bricht
wieder in die Maſchine „Es wird ganz allein
und thut, als wiſſe er von ſeinem Ruhme nichts. Er weiß nichts von allen den Beſtreichungen und Einſchläferungen der magnetiſchen Curen; er berührt ſeine Kranken nur mit der Hand und glaubt damit von dem Fluidum hinreichend mit⸗ getheilt zu haben.
Seine Aufgabe, ſagt er, ſei, der leidenden Menſchheit zu helfen; Geld weiſt er verächtlich zurück.
Faſt muß man an die Heilkraft ſeiner Berührung glauben. Eine andere Frage aber wäre noch immer die, ob dieſelbe von dauernder Wirkung; eine Frage, auf die mir noch Niemand Antwort geben konnte.
Uebrigens wird Meiſter Jacob in dieſem Augenblick wahrſcheinlich den Faubourg verlaſſen. Der Graf von Cha⸗ teauvillard hat ihm einen Theil ſeines Hotels in der Rue St.⸗Lazare offerirt, und hierher wird er den Schauplatz ſei⸗ ner Wunderkraft verpflanzen.
Da dieſes Hotel in unmittelbarer Nähe meiner Woh⸗ nung gelegen iſt, wird es mir geſtattet ſein, den Wunder⸗
ruft er dem Kinde zu.„Siehſt du? Du kannſt ja gehen.“
gute Stadt Augsburg war, wie allbekannt, Städten des römiſchen Reichs deutſcher
1 Die ehrſame, ausgegangen. Auch
eine Perle unter den
Nation, und vielerlei Ruhm iſt von ihr dder, zweien der populärſten, rührendſten Liebesgeſchichten die Heldinnen geliefert zu haben, tugendſame, ſchöne Jungfrauen, dderen Andenken die deutſche Geſchichte und vor Allem die 6 deutſche Poeſie gefeiert haben. Die Geſchichte dieſer zwei ſchönen Augsburgerinnen iſt gleich poetiſch, gleich rührend, gleich inhaltsſchwer bis zu einem gewiſſen Punkt: dann endigt die eine als eine Tragödie, die andere als ein Idyll. Ein Jahrhundert liegen dieſe beiden deutſchen Liebesmärchen aus⸗ einunder; das eine ſpielt im fünfzehnten Jahrhundert, das andere in ſechzehnten. Das erſtere hat ein armes Bürgermädchen von Augsburg zur Heldin, Agnes Bernauer; das Andere ein Patricierkind der Stadt, Philippine Welſer. Jede dieſer Jungfrauen zog durch ihre außerordentliche Schönheit die Blicke eines Fürſtenſohnes auf ſich, von dem ſie wegen der Vorurtheile der Welt und wegen der Gliederung der Geſell⸗ ſchaft, wie ſie die Mächtigen eingerichtet, durch eine Kluft getrennt waren, die zu überſchreiten von beiden Ständen gleich eeinem ſtrafwürdigen Verbrechen angeſehen wurde. Aber wann hat ſich je leidenſchaftliche Liebe durch Hinderniſſe abhalten iaſſen, ihr Glück zu verfolgen? Sie überbrückt Kluft und Ab⸗ grund und legt Leitern an die Berge, während die Tugend ihre Kraft in der Entſagung und in dem Widerſtand gegen die Leidenſchaft bewährt. Die beiden Fürſtenſöhne, der eine erzog Albrecht von Baiern, des regierenden Herzogs Sohn, und der andere, Erzherzog Ferdinand, eines Kaiſers Sohn, beide in jugendlichem Alter, der eine achtundzwanzig, der andere gar nur neunzehn Jahre, beſaßen dieſe Leidenſchaft der Liebe, welche aller Vorurtheile der Welt ſpottete. Beide legten die Ehrlichkeit ihrer Gefühle und ihrer Abſichten dadurch an den Tag, daß ſie die ſchönen Bürgermädchen von Augs⸗
Agnes 6
thäter aufmerkſam zu beobachten. H. Wachenhuſen.
ernauer.
burg, beide Mal heimlich, zu ihren Gemahlinnen ehelich er⸗ hoben; und ſowohl Agnes Bernauer wie Philippine Welſer erhörten nur nach dieſem Preis ihrer Tugend die ſtürmiſchen Bitten der Geliebten. Beide Liebespaare, durch wahre Liebe verbunden, lebten einen kurzen Rauſch glücklicher Flitterwochen in der Einſamkeit der prinzlichen Schlöſſer; beide erregten dann, als die heimliche Ehe verrathen wurde, den Zorn der regierenden Fürſten, welche die Verirrung ihrer Söhne nicht verzeihen wollten. Aber hier löſt ſich die merkwürdige Harmonie der beiden Geſchichten auf. Während Philippine Welſer als eheliche Erzherzogin endlich die Verzeihung des Kaiſers erhält, die Anerkennung als deſſen Gemahlin, dieſen letzten Triumph ihrer reinen Liebe, die in einem Goldſchimmer des Glücks wie ein Sonnenuntergang endet; wird Agnes Bernauer, die eheliche Gemahlin des Herzogs Albrecht, ein Opfer der nichtswürdigen Rache von deſſen Vater.
Als derſelbe durch die Zurückweiſung ſeines Heiraths⸗ projects mit Anna von Braunſchweig, welches er für ſeinen Sohn gefaßt hatte, von der aufrichtigen Leidenſchaft Albrecht's für die ſchöne Augsburgerin belehrt wurde, beſchloß er ge⸗ waltthätig vorzugehen. Bei einem Turnier in Regensburg ließ er zunächſt ſeinem Sohn die Schranken ſchießen,„als Einem, der wider Turnierordnung mit einer Jungfrau in Unzucht lebe.“ Die ſtolze Betheuerung des Beleidigten, daß Agnes Bernauer ſeine rechtmäßige Gattin ſei, wurde nicht ge achtet, und die ſtolze Genugthuung, welche er ihr bereitete indem er ſie auf der Burg Straubing nun öffentlich als Her⸗
zogin von Baiern ehren ließ, bereitete nur das Verderben für ſie vor. In Albrecht's Abweſenheit ließ der herzogliche Vater Agnes verhaften, der Zauberei beſchuldigen und ohne Umſtände
hinrichten. Am 12. etober 1435 ward die Unglückliche, die ihre Liebe mit einem Märtyrium büßen ſollte, von Henkers⸗
knechten gebunden nach der Ponaubrücke geſchleppt und vor


