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Der Weg nach Sigmaringen bietet viele Schönheiten; ſo iſt namentlich das Lauchertthal reizend zu nennen.
Ob wol Sigmaringen ſchon zum Schwarzwalde gehört? Man ſträubte ſich hier mit derſelben Energie gegen ein ſolches Anſinnen, wie man es ſchon in Tübingen und Hechingen ge⸗ than. Schlimmes Omen!
Sigmaringen liegt ſo ſchön, daß es ſich ohne Scheu mit
Beim Hozen von Immeneich.
den lieblichſten Gegenden des Schwarzwaldes meſſen kann. Das hochgelegene Schloß birgt Kunſtſchätze, die man in der leider ſo entlegenen Stadt nicht erwartet hätte. Wer je in dieſe Gegend kommt, verſäume ja nicht die Güte der beiden Hofräthe, des Herrn von Mahenfiſch und des Herrn Lehner in Anſpruch zu nehmen, welche mit der größten Liebenswürdig⸗ keit und Aufopferung den kunſtliebenden Wanderer in dieſe reichen Hallen einführen. Von da zieht ſich die Straße am Ufer der Donau hin: eine wundervolle Partie! Reizende Ufer, Schlöſſer, Ruinen,
maleriſche Dörfer, dann die vielen Windungen der Donau
geben dieſer Gegend ein echt romantiſches Gepräge.
Auf der Burg Werrenwag, ſteil zu erklimmen, mit nicht ſehr lohnender Ausſicht, befinden ſich intereſſante Kohlenzeich⸗ nungen auf den weißen Wänden von Marie Ellenrieder ge⸗ fertigt. Sehr ſchön liegt auch Kloſter Beuren. Ueber Frie⸗ dingen gelangt man alsdann nach Tuttlingen.
Hier endlich hatte ein Mann, der Poſthalter daſelbſt, die Courage, zuzugeſtehen, daß er ſich nichts daraus mache,
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wenn man Tuttlingen zum Schwarzwald zähle, aber man thue es nicht gern; es gehöre doch eigentlich zum Donauthal. Bei Tuttlingen iſt eine Ruine, Hohenburg genannt, mit ſchöner Ausſicht. Hier hat man vor Kurzem höchſt beach⸗ tenswerthe Schätze und Särge ausgegraben; man ſieht an verſchiedenen Theilen ſogar Spuren aus der allerletzten Zeit, wo man ähnliche Schätze wol zu erringen trachtete, aber wie es ſcheint, vergebens. Auf Gaiſingen folgt dann Donaueſchingen. Hier iſt eine der intereſſanteſten Bibliotheken; im fürſtlichen Schloß beach⸗ tenswerthe Bilder von den beſten altdeutſchen Meiſtern.
Hier fängt nun die Gegend an, wo ſich die Volkstrach⸗


