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Noch einmal, Liebſte, höre mich,
Ich bin's, dein Löck, er rufet dich, Nur einmal ſinge noch den Ton.
O weh, da ſinkt die Sonne ſchon;
Zur Heimat will die müde Kuh,
Leb wohl, mein Schatz, ruft Löck dir zu.
Während des Liedes hatte der Fremde ſeine Mappe aufgeſchlagen und zeichnete den Hirten mit der heimziehenden Heerde.
„Sie ſind Künſtler?“ rief der Pfarrer aus,„Maler?“
„Seit der Wille das fehlende Talent erſetzen kann, ja!“
„Dann ſeien Sie zwiefach willkommen. Sie finden bei mir meinen Pathen, dem ich Ihren langen Umgang und Ihren Unterricht wünſche; den Untergrund habe ich, ſo weit ich konnte, gelegt, aber zum Darüberbau eines Kunſtwerks bedarf man den Meiſter, und dieſen bitte ich nun, mir zu folgen, dort ſteht mein Haus.“
Sie hatten es bald erreicht. Pierre ſaß in der Thurm⸗ ſtube; der Pfarrer öffnete ſeinem Gaſte das bereits erwähnte Familienzimmer mit den Worten:
„Meine Stätte iſt nicht groß, wie Sie ſehen: ein be⸗ ſonderes Gaſt- und Fremdenzimmer kann ich Ihnen nicht anbieten oder einräumen. Sehen Sie in der Aufforderung mir in dieſes, das Familienzimmer, zu folgen, die Bitte, ſich zu meinem Hauſe zu zählen, eine größere Ehre können Sie mir nicht erzeigen.
„Richten Sie ſich hier und in dem anſtoßenden Cabinet ein, ich will meinen Pathen von Ihrem mir ſo lieben Be⸗ ſuch in Kenntniß ſetzen.“
So ſchnell als heute hatte der Pfarrer noch niemals die enge gewundene Treppe nach der Thurmſtube erſtiegen.
Er mußte vor der Thür verweilen, um für die Aus⸗ ſprache der freudigen Botſchaft neuen Athem zu ſchöpfen.
Pierre ſtizzirte eine Landſchaft und war in ſeine Ar⸗ beit ſo vertieft, daß er die Ankunft des Pfarrers ganz überhörte.
„Freudige Botſchaft bringe ich dir, mein Sohn“, rief er,
noch an der Schwelle ſtehend,„ein Gaſt iſt ſoeben bei uns
eingekehrt, ein Künſtler, ein Maler.“
Pierre ſprang, nicht minder freudig bewegt, empor.
„Folge mir“, fuhr Jener fort,„mir ſagt eine Stimme, ihr werdet Freunde, wie ſie ſein ſollen, werden, Freunde, welche ſich gegenſeitig nicht nur durch ihre Liebe beglücken, ſondern auch durch ihren Umgang bilden und ſo ſich ein Denkmal im Herzen ſetzen, an dem ſie Troſt und Erhebung finden, wenn die Stunde der Trennung herbeigekommen iſt.“
Während Pierre ſeinen Anzug ordnete, trat Pathe Laroſſe an die Zeichnung.
„Dieſe Arbeit ſehe ich jetzt zum erſten Mal. Partie aus der Thalſchlucht des Skorf.“
„Ich wollte dich, liebſter Pathe, damit überraſchen und ohne die Dazwiſchenkunft des Fremden würde ich auch meine Abſicht erreicht haben.“
„Je mehr ich dieſe deine neuſte Arbeit betrachte, lieber Sohn, je mehr finde ich in ihr einen bedeutenden Fortſchritt, ja ſchon die Idee, an größern Vorwürfen ſich zu verſuchen, ſetzt das Vorhandenſein einer Kraft voraus, der im Engen unwohl wird, nachdem ſie hier ihre Flügel geprüft und ge⸗ den hat daß ſie zu ihrem Aufſchwunge größere Räume
Es iſt eine
Es wird von den Münchener Malern faſt als ein Er⸗ ceß angeſehen, lenkt einer von der Zunft, ſtatt das herrliche, ſo nahe gelegene baieriſche Hochgebirge, Tirol oder Salz⸗ kammergut auszubeuten, ſeine Schritte einmal anderswohin. Denn ſie finden es nahezu unbegreiflich, fernere, weniger großartig wirkende Gegenden aufzuſuchen, da ja das Schönſte
ſo nahe liege.
gebraucht. Eine ſolche Wahrnehmung erfreut Jeden, der an den Beſtrebungen ſeiner Umgebung den Antheil nimmt, den jeder Menſch am Menſchen nehmen ſollte. Leider iſt das Gegentheil die gewöhnliche Erſcheinung, die den Denkenden und Fühlenden mit tiefem Kummer erfüllt.“
„„Um auf deine Zeichnung zurückzukommen, ſo muß ich dir offen bekennen, daß ich ſie gerade heute mit großer Freude begrüße, wird doch durch ſie das Lob, das ich über dich
gegen unſern Gaſt ausgeſprochen habe, ausreichend gerecht⸗
fertigt.“
Im Augenblick trat der Fremde ein, warf einen flüch⸗ tigen Blick auf die Staffelei und ſchloß dann mit jener Be⸗ geiſterung, welche Eigenthum der glücklichen Jugend iſt, Pierre ſo innig in ſeine Arme, als hätten ſchon Jahre ihr Herzensbündniß bewährt.
„Unter Künſtlern kein Ceremoniell!“ rief der Fremde aus und ſeine Augen glänzten. Ich wollte alſo keine förmliche Vorſtellung abwarten. Auf der Treppe hörte ich die Stim⸗ men aus dieſem Zimmer, ich ging dem Schall nach und ſo bin ich hier. Mitten unter ſeinen Werken begrüße ich am liebſten Den, der der Kunſt ſein Leben widmet.“
Pierre, die reine, unverdorbene Natur, erwiederte die herzliche Begrüßung ebenſo herzlich,„nur“, fügte er hinzu, „muß ich den Ehrennamen: Künſtler, ablehnen. Es iſt kaum die erſte Stufe zu dem Sonnentempel der Kunſt, auf der ich ſtehe, wer weiß, ob mir beſchieden iſt, die zweite zu er⸗ klimmen.“
„Es wird! dafür bürgt dieſe Arbeit, davon reden ſchon jetzt vernehmlich alle dieſe Skizzen und Zeichnungen, womit die Wände dieſes an ſich ſo anſprechenden Zimmers ſich ge⸗ ſchmückt haben. Ihre Arbeiten ſind keine Dilettanterien, ſondern eigenſtes Künſtlerleben verrathende Schöpfungen.
„Ob und in wie weit Sie mein Urtheil für ein compe⸗ tentes halten dürfen, muß der Inhalt der Mappe nach⸗ weiſen.“
Henry, ſo nannte ſich der Fremde, ſchlug hierauf ſeine Mappe auf.
Bewundernd ſtanden Pierre und der würdige Pfarrer vor dieſen allerdings mit Meiſterſchaft und in gereiftem Künſtlerſtudium ausgeführten Arbeiten.
„Ja, wer es dahin gebracht hätte“, ſeufzte Pierre.
„Mein Freund“, ſagte Henry“,„es ſoll mir die höchſte Freude gewähren, Ihnen, ſo lange ich hier bin, mit mei⸗ nem Wiſſen, meiner Erfahrung an die Hand zu gehen. Wir machen morgen ſchon den Anfang.“
Mit welcher Freude dieſes freundliche Anerbieten ange⸗ nommen wurde, läßt ſich nicht beſchreiben; namentlich empfand der Pfarrer eine innige Seligkeit⸗ Oft, wenn er in ſeinem kleinen Garten luſtwandelte, ſah er zu der Thurmſtube hinauf, hinter deren großem Fenſter, deſſen Unterlicht durch einen Vorſetzer behufs der Malerzwecke abgeſchnitten war, die bei⸗ den jungen Männer arbeiteten, durch wahrhafte Freundſchaft verbunden.
In ſolchen Augenblicken, ſp er bei ſich ſelbſt, preiſe ich meine wenigen Kenntniſſe, ben dieſe doch den Grund zu jenem Gebäude gelegt, das ein wackerer Gaſt zur Freude der Menſchen, zu Ehren der Kunſt über dem Leben meines Pathen aufrichtet.(Fortſetzung folgt.)
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Im Schwarzwald. ſ
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Mich aber trieb es diesmal in Gaue, wo das menſch⸗ liche Treiben nicht allzu ſehr in den Hintergrund tritt, gegen⸗ über den gewaltigen Naturerſcheinungen der Alpenwelt, wo
das Volksleben ſich zur Hauptſache geſtaltet, der die milde
Landſchaft, wie die mannichfaltige Architektur nur zur ſchönen
Folie dienen. 3 Ich wählte vorerſt das ſchwäbiſche Gebiet; nachdem ich
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