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bald nach der Hochzeit bei ihr eingezogen, und die ehelichen Liebkoſungen haben gegenſeitigen Vorwürfen, endlich den Schimpfworten weichen müſſen.
Der ältliche Mann mit dem frühe ergrauten Scheitel
fand, als er mit der Arznei zurückkehrte, die geliebte Frau geſtorben. Er ſitzt mit dem trockenen Auge am Bette und ſinnt und denkt nach. Woran denkt er? An das königliche
(Aus dem noch nicht veröffentlichten Zweiten Theile der„E
geehrte Leſer einige Epiſoden aus dem erſten Theile meiner Frinnerungen“, in welchen mein Zuſammenleben im Jahre 1861 mit dem Bandenführer Chiavone geſchildert iſt. Der noch ungedruckte zweite Theil behandelt meine zweite, an intereſſanten Erlebniſſen ungleich reichere Abruzzen⸗Campagne (1862), und ich habe hieraus für die gehrten Leſer des „Hausfreund“ jene Epiſoden gewählt, welche meine letzten Begegnungen mit Chiavone und das tragiſche Ende dieſes einſt ſo vielgenannten Bandenführers ſchildern. Ich habe mich hierbei genau nach einem gewiſſenhaft geführten Tage⸗ buche gehalten und, ſoweit dies überhaupt möglich, wort⸗ getreu wiedergegeben.
Das Höllenthal.
Etwa zwei Meilen nordöſtlich des herrlichen römiſchen Ciſtercienſer⸗Kloſters Triſulti, hart an der römiſchneapolitani⸗ ſchen Grenze, liegt ein dichtbewaldetes Gebirgsthal, genannt Valle dell' inferno(Höllenthal).
Nur zwei ſelten betrètene, weiſe ganz unkenntliche Pfade durchkreuzen dieſe Waldeinöde in der Richtung der vier Himmelsgegenden. Jahrhundert⸗
Im vorigen Jahrgange des„Hausfreund“ findet der 6
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dem ungeübten Auge ſtellen⸗
alte, rieſige Buchen, umgeben von zahlloſen, dicht verwach⸗ ſenen Sprößlingen, vereinigen ihre Kronen zu einem gewal⸗ tigen Schutzdache gegen Sonne und Regen. Hier ſtirbt der Baum noch„natürlichen Todes“ und vermodern ungenützt die prächtigſten Stämme. Bedeckt mit Moos, anſcheinend wohl erhalten, liegen die todten Rieſen langhingeſtreckt am Boden oder lehnen faſt aufrecht in den Armen jüngerer Brü⸗ der— ein kräftiger Stoß, und die Gewaltigen, die einſt dem wildeſten Orkane getrotzt, brechen mit mattem, dumpfem Getöſe in ſich ſelbſt zuſammen.
Zahlloſe weißgraue Felsblöcke ſchimmern uns geſpen⸗ ſtiſch durch die Walddämmerung entgegen, und ihre wunder⸗ lichen Geſtalten bereiten dem Auge des Neulings gar manche
Strahlen des Mondes in wunderbaren Windungen durch die
Leihamt und was er morgen zum Verſatz geben müſſe, um die Beerdigungskoſten beſtreiten zu können.
Ihr himmliſchen Mächte, ſchenkt mir ein gutes Gewiſſen, einen geſunden Magen und vor Allem eine gefüllte Börſe! Erhaltet mir den lieben Düffel Paletot und meine ſchmuckloſe Cylinderuhr! Und wenn ich ja nach dem königlichen Leihamt gehe, ſo ſei es nur, um meine Feuilleton⸗Studien zu machen.
Meine letzten Begegnungen mit Luigi Alonzo Chiavone.
rinnerungen eines ehemaligen Briganten⸗Chefs“
von L. R. Zimmermann.)
Ein impoſantes Schweigen ruht auf dieſen gewaltigen Wäldern, nur ſelten unterbrochen bei Tage durch den heiſern ſuf des Geiers, häufiger bei Nacht durch den markdurch⸗ dringenden Schrei der wilden Ziege, die monotone Klage des Uhu und den gellenden Spott des Käuzchens. In der Nacht vom 8. auf den 9. Mai 1862 hatte ich mit meiner damals nur zwei Offiziere und 44 Mann ſtarken Truppe einen vergeblichen Ueberfall auf die im Rovedothale gelegene Ortſchaft Morino gemacht und auf dem Rückzuge die obenerwähnte Quelle entdeckt. Etwa hundert Schritte weiter unten fand ich auf einer kleinen Waldblöße zwei aus Buchenſtämmen und Bretern rohgezimmerte Baracken, geräu⸗ mig“genug, um 70— 80 Mann zu beherbergen. Vor Jahren hatte hier, jedoch nur kurze Zeit, eine kleine Geſellſchaft Holz⸗ arbeiter gehauſt. Eines Tags war einer dieſer Leute in un⸗ erklärlicher Weiſe verſchwunden, zwei Tage ſpäter ein zweiter — da flohen die übrigen entſetzt aus dem Thale, deſſen von alters her unheimlicher Ruf nun wieder zur vollen Geltung kam. Die Grenzbewohner wollten wiſſen, daß noch Bären und Wölfe in dieſen Wäldern hauſten; doch habe ich niemals eine Spur von ſolchen entdeckt.
Ich nahm die kleinere Baracke für mich, meine Offiziere und ein Wachtpiket in Beſchlag, und ſie führte von nun an
den pompöſen Namen„Hauptquartier“. Hinter den morſchen, riſſigen Breterwänden dieſes„Haupt⸗
guartiers“ habe ich nach manchem Gewaltmarſche, nach man⸗ cher knapp überſtandenen Gefahr die ſüße Ruhe gefunden, hier lag ich eine Woche lang unter ſchweren Schmerzen krank, hier ſah ich zu wiederholten Malen dem Verrathe ins Auge, und hier habe ich mitgerichtet über acht Menſchenleben. Kein Wunder, daß meine Erinnerung an dieſem kleinen Plätzchen in der Valle dell' inferno ſo treu haften geblieben, wie an wenigen andern Stationen meines Lebensmarſches!
Fantauzzi. Teti.
In den nächſten Tagen nach jenem verunglückten Ueber⸗ falle blieb ich ruhig in der Valle dell' inferno liegen, um einen aus Rom unterwegs befindlichen Waffen⸗ und Muni⸗
dunklen Laubmaſſen gleiten, da werden die alten, ſteinernen Geſellen lebendig und werden zu rieſio⸗e,„weißen Frabew“, zu„antiken Kämpfern“ oder gar zu modernen— piemonte⸗
ſiſchen Streifeommanden. Nach Weſt(römiß Seite) wird die Valle dell' inferno 1
unheimliche Täuſchung. Beſonders zur Nachtzeit, wenn die
von einem mächtigen, ſteilen Waldberge begrenzt, an deſſen unterm, ewas gelichtetem Hange eine kleine, kryſtallhelle
3 Dele entſpringt— die einzige auf Stunden im Umkreiſe. Sier iſt der Schauplatz der nachſtehend geſchilderten Be⸗ gebenheiten. In Oſt(neapolitaniſche Seite) erhebt ſich eine zum Theil bewaldete Bergkette, die auf der andern Seite ſchroff in das üiefe, herrliche Rovedothal abfällt.
Rach Norden hin verengert ſich das Höllenthal zu einer wrild⸗romantiſchen Waldſchlucht, welche weiterhin in die rei⸗ zende Valle della femina morta(Thal der todten Frau) mün⸗ det, wo Eichen mit den Buchen wechſeln und weiche, grüne Matten die Härte der Felsgegend freundlich mildern.
ciortransport, ſowie bereits angeſagte Verſtärkungen an Mannſchaft zu erwärker⸗
Am 12. Mai rdt gewiſſer Rodolfo Fantauzzi mit ſechs bis an die Zähne bewaffneten Bergſchützen(worunter ſeine beiden Söhne) ins Lager ein und leiſteten den Eid dẽr „Briganten“, den ich hier im Urterte folgem laſſe.
Giuramento dei„Briganti“: 4Jo giuro fedeltà a Si Maestà Francesco I, Rö del Regm delle due Sicilie 0 giuro obbedienza alle laggi di guerra, che dichiaro aven comprese. Jo giuro di vivere da prode soldato, e di morire, se Dio lo vuole, per la difesa della nostra santa causa. Amen!(Schwur der„Briganten“:„Ich ſchwöre Treue Sr. Majeſtät Franz II., Könige Beider Sicilien. Ich ſchwöre Gehorſam den Kriegsgeſetzen, welche ich erkläre ver⸗ ſtanden zu haben. Ich ſchwöre, als braber Soldat zu leben und, wenn Gott es will, zu ſterben für die Vertheidigung unſerer heiligen Sache. Amen!“) Die Kriegsgeſetze der neapolitaniſchen Guerrilla waren furchtbar ſtreng, und daß ſie
„ Südlich verliert ſich unſer Thal in die düſtere, urwäld⸗ iche Costa del fago(Buchenwand).
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auch mit eiſerner Strenge durchgeführt wurden, ſoweit Tri⸗


