Jahrgang 
1868
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zu den theuren guten Alten, als möchte ich ſie in meine eilt er halb ſtolpernd, halb galoppirend, bis auf die Mitte Arme ſchließen und ihnen, wie ich ſo oft gethan, die erſte, der Lichtung vor. Er iſt aufgezäumt, der eiſengraue Muſtang, beſte Arbeit abnehmen und dieſelbe luſtig und im Fluge be⸗ aufgezäumt auf einfache Farmerart. Die flatternden Mähnen

leſen.

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3Lady ſich bewegt; ſie hatte ihr Augenmerk daher, und der alte Herr

endigen. Ich möchte hinausſchleichen auf unbemerkbaren entziehen mir den Anblick des Reiters, der außerdem den ſchattigen Waldpfaden nach einer lieblichen Lichtung, welche der Kopf auf den Hals ſeines Thieres gelegt hat, um beim Vor⸗ Hirſch, wenn er zum Waſſer geht, gern überſchreitet. Ich dringen nicht ſchmerzhaft von den niedrig hangenden Zweigen möchte daſelbſt harren und lauſchen auf das Geräuſch im berührt und geſtreift zu werden. Erſt nachdem der Muſtang Dickicht ich höre es knacken; es ſind dürre Zweige, die freieren Boden gewonnen, richtet der Reiter ſich empor und unter ſcharfen Hufen brechen; auf einer Stelle, auf welcher arme, arme kleine Margareth! ſchloß der Greis faſt flüſternd

das Geſträuch nicht ſo verworren in einander verſchlungen, mit einen tiefen ſchmerzlichen Seufzer, und zugleich neigte er

theilen ſich die Zweige auseinander; der zottige Kopf und die wieder wie erſchöpft das Haupt tief auf die Bruſt. funkelnden Augen eines eiſengrauen Muſtangs werden ſicht⸗(Foriſet lat bar, und die letzten Hinderniſſe mit einem Sprunge beſiegend, Foriſetung folat⸗

Henriette Sontag und der Großherzog Georg von Mecklenburg-Strelitz.

Biographiſche Skizze von Hermann Kindt.

1866, bringt unsder ſvielleicht durch Thalberg angeregt, auf London gerichtet, wo vor ihr die Malibran, die Schröder⸗Devrient, die Lind ſich

In ſeinem neunten Jahrgange, Hausfreund einen höchſt intereſſanten Beitrag zur Lebens⸗ geſchichte dieſer großen und herrlichen Frau groß und Lorbern undRevenüen geſammelt; und in dieſer Anſchau⸗ herrlich als Mutter, als Künſtlerin und als deutſche Frauen⸗ ung ſcheint Großherzog Georg ihr mit Rath und That bei⸗ geſtalt; und die folgenden kleinen Aufzeichnungen und Erin⸗ geſtanden zu haben. Ihm, dem Siebzigjährigen, der die nerungen an dieſelbe und an einen ihrer bewährteſten Freunde Welt ſo wohl kannte, war wahrſcheinlich der Gedanke nicht dürften als Nachleſe zu jenem Artikel vielleicht nicht un⸗ fremd geblieben, daß die Kreiſe, in denen die Künſtlerin als freundlich aufgenommen werden.Lady ſich bewegt hatte, bei ihrem Wiederbetreten der

Schon früher würde der Schreiber dieſer Zeilen das Bühne eine mögliche Reaction hervorbringen dürften, und Folgende aus ſeiner Erinnerung aufgezeichnet haben, wenn daher ſchwankte Beider Entſchluß, zwiſchen St.⸗Petersburg ihm nicht eben jetzt erſt, faſt vor einigen Stunden, der ganze und London zu entſcheiden, nicht lange. An beide Orte hatte Jahrgang 1866, als liebes willkommenes Geſchenk aus der man zuerſt gedacht: beide waren die Hauptſtädte der reichſten Heimat zugekommen wäre; beſonders willkommen in freund⸗ Länder Europas; beide Länder waren ebenfalls von den Re⸗

licher Stille und Abgeſchiedenheit des ſtets reizenden engliſchen volutionsfluten verſchont, alſo ruhiger geblieben.

Landlebens, und als Anregung, dieſe kleine Ergänzung nieder⸗ Die Märzrevolution fand die Gräfin Roſſi in Berlin. zuſchreiben. Von hier aus, ob gezwungen oder freiwillig, begab ſie ſich des Groß⸗

In der erwähntenBiographiſchen Skizze, Henriette mit drei ihrer Kinder nach Neuſtrelitz, der Reſidenz

In Sontag's Aufenthalt in Amerika betreffend(Hausfreund, herzogs Georg, wo ihr alter und gewiß treueſter Freund ſie Sie bezog gleich nach ihrer An⸗

Neunter Jahrgang, 1866, S. 85), heißt es:Ganz enorm mit offenen Armen empfing.

war ihre Correſpondenz. Jeder Steamer brachte ihr eine kunft eines der großherzoglichen Palais in der Schloßſtraße: Maſſe von Briefen aus Europa, und mit jedem Steamer und in einem andern Palais, neben dem einſt für die ſpätere ſchrieb ſie förmliche Depeſchen. Für ihre Tochter Marie, die Königin Friederike von Hannover erbauten(jetzt das Regie⸗ ſie vergötterte, ſchrieb ſie ein vollſtändiges Tagebuch; alle rungsgebäude), wurde ihr ſpäter eine kleine Bühne eingerich⸗ vierzehn Tage ſchrieb ſie an den Großherzog von Mecklen⸗ tet, als ihr Entſchluß, in welchem dieKünſtlerin vielleicht burg, der ihr ſpäter auch eine Silberkrone mit einem Gedicht ebenſo ſehr als die

auf den Sarg legte. Dieſe regelmäßige Correſpondenz mit Kunſt ſich zu widmen, zur Gewißheit wurde. Denn ihr ſelbſt, einem edlen Fürſten und Freunde, der für Kunſt und Künſt⸗ und nicht nur ihrem väterlichen Freunde, mußte es klar vor⸗ ler im wahrſten Sinne des Wortes ſchwärmte, war der Son⸗ liegen, daß Abweſenheit von denBretern ihr, in einem

tag wahrſcheinlich nicht nur Erholung, ſondern Ausdruck der gewißen Grade wenigſtens, die Routine, das savoir faire lerin in etwas hatte einbüßen laſſen.

Dankbarkeit und Genugthuung, denn Großherzog Georg von als darſtellende Künſt Mecklenburg⸗Strelitz war einer der Erſten, dem ſie, kurz nach Aus dieſem Grunde, und während man den Londoner Con⸗ dem Ausbruche der Revolution von 1848, ihren Entſchluß, die tract für 1849 zu Stande brachte, wurde denn auch die kleine Bühne wiederzubetreten, mittheilte, und der ſie in ihrem Plane Bühne im großherzoglichen Palais eingerichtet; und hier, un⸗ beſtärkte. Die Welt iſt ſo albern geweſen, dieſes Verhältniß terſtützt von mehren künſtleriſch begabten Damen und Herren zwiſchen dem Großherzoge und der Künſtlerin als ein ideales des großherzoglichen Hofes, jubelte Henriette wieder ihre Liebesverhältniß darzuſtellen, oder wenigſtens darüber zuLucretia,Gräfin,Nachtwandlerin. munkeln; aber ſelten hat es wohl ſo viel liebevolle väter⸗ Zu jenem Kreiſe der hier mit ihr Wirkenden gehörten liche Verehrung und Bewunderung einerſeits, und dankbare, namentlich der Hofmarſchall des Großherzogs, der begabte innige Freundſchaft andrerſeits, in ſolcher Beziehung gegeben, Herr von Dachröden, die ſchöne Comteſſe Moltke, eine Gräfin als zwiſchen dieſen Beiden. Wir wollen hier von dem Groß⸗ Wartensleben, und die Miniſterin Auguſte von Bernſtorff, herzog Georg nur als Menſchen ſprechen, nicht als Fürſten, geb. von Dewitz, eine echte Künſtlernatur, der Alfred von obwohl ſein Fürſtenrath, meiſtens die goldene Mittelſtraße, Reumont die beiden erſten Bände ſeinerRömiſchen Briefe das juste milieu, wählend, von vielen, auch außerdeutſchen gewidmet hat. Außerdem ſtand ihr die großherzogliche Ka⸗ Fürſtenhäuſern geſucht wurde, und daß man ſeinen Tod als pelle, unter trefflicher Leitung des Kapellmeiſter Weidner, und Freund, nicht als Fürſt nur betrauerte Seiner weichen Künſt⸗ der Kräfte wie Tomaſini angehörten, zur Verfügung. Es lernatur war alles Geſchäftliche zuwider: aber in dieſer muß aber hierbei wohl erwägt bleiben, daß der ganze Hof⸗ Angelegenheit, die Zukunft der großen Künſtlerin ſie war ſtaat die Künſtlerin hier zu Neuſtrelitz als Ebenbürtige, als ja nicht nur Sängerin betreffend, zeigte er ſich als ein Gräfin behandelte. Sie war hier noch die Gräfin Roſſi, und vorzüglicher Rathgeber. außerdem noch umgeben von der Aureole früheren Künſtler⸗ Wie wir wiſſen, ſo war es ihrer ſenſitiven Natur ent⸗ lebens. Sie fuhr zur Tafel in der ihr vom Großherzoge

gegen, da wieder zu ſingen, wo ſie als Gräfin, Geſandtin, zur Verfügung geſtellten Equipage. Häuſig, ſehr häufig, holte ſie in ſeinem eigenen Wagen ab, um mit ihr

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Mutter vorherrſchte, von neuem der