Jahrgang 
1868
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Iluſtrirtes Volksblatt. Herausgeber: Hans Wachenhuſen. d. Jahrgang. 1868. M 3.

Der Fallenſteller.

Erzählung aus dem nordamerikaniſchen Grenzleben. Von Balduin Möllhauſen.

(Fortſetzung.) I. Ein mit grünem Reiſig und Blätterwerk genährtes Feuer war ſo angelegt worden, daß der ſchwache Luftzug den ſtreng rs. Hooker, eine ſtattliche, etwas lebhafte Matrone, duftenden Rauch über die Zelte und die vereinzelten Lager⸗ unterſtützt von ihren Töchtern, drei ſo freundlichen und ſtätten hinwälzte und die läſtigen Mosquitos aus deren Nähe hübſchen Farmermädchen von zwölf, funfzehn und ſiebzehn verſcheuchte.

Jahren, wie nur je welche eine reife Maiskolbe aus der Stroh⸗ Um das Feuer herum lagerten im Kreiſe die Familie hülle löſten und dabei ihrem bevorzugten Mitarbeiter die des Anſiedlers und Diejenigen, die erſt vor wenigen Stunden roſigen Lippen zum Kuſſe darreichten, hatte es dem Fallen⸗ zur Hülfeleiſtung eingetroffen waren⸗ Der Fallenſteller hatte ſteller ſo behaglich und bequem gemacht, wie die ihr zu Gebote den Ehrenplatz zwiſchen Hooker und deſſen Gattin erhalten. ſtehenden Mittel es nur immer erlaubten. Wie die meiſten der Anweſenden, rauchte auch er ein kurzes Die ihm von allen Seiten gezollten Aufmerkſamkeiten Thonpfeifchen. Seine Blicke waren dabei ſtarr auf den kleinen berührten den vereinſamten Greis augenſcheinlich wohlthuend; Gluthügel gerichtet, als hätte er zwiſchen den glimmenden uuf ſeinen tiefgefurchten Zügen ruhte wenigſtens ein Ausdruck, Kohlen nach beſonderen Zeichen geſucht, oder als wären durch der für nichts Anderes genommen werden konnte. Offenbar die liebliche Sommernacht ſeine Erinnerungen doppelt ange⸗ ſann er über irgend etwas nach, denn mehrfach blieben die regt und Bilder aus längſt vergangenen Zeiten vor ſeinen

Fragen, die der Eine oder Andere aus dem um ihn herum⸗ Geiſt hingezaubert worden. lagernden Kreiſe an ihn richtete, unbeantwortet; und dennoch Leiſe, ganz leiſe und heimlich flüſterte und rauſchte es betrafen die Fragen nur höchſtens ſeine jüngſte Reiſe. Auf in den Wipfeln der nahen Baumgruppen. Ueber den feuchten ſeine Vergangenheit anzuſpielen wagte Niemand, theils aus Wieſenniederungen bildeten ſich weiße Nebelſtreifen; aus dem⸗ Achtung vor dem hochbetagten Fremdlinge ſelbſt, theils um ſelben empor tauchte zerſtreutes Buſchwerk, die ſeltſame nicht unmännliche Neugierde zu verrathen. Sogar Mrs. Hooker Täuſchung erzeugend, als ob die wunderlichſten Thiergeſtalten, und ihre Töchter legten ſich einen gewiſſen Zwang auf, und auf einem verzauberten See ſchwimmend, plötzlich zu regungs⸗

ſchienen, wenn auch mit manchem verſtohlenen Seitenblick auf loſen Maſſen erſtarrt worden wären. Die Pferde und Rinder den fremden Gaſt und manchem heimlichen Geflüſter, für des Anſiedlers hatten ſich nach den höher gelegenen Abhängen weiter nichts Sinn zu haben, als für ihre Obliegenheiten. hinaufgezogen; ihr behagliches Stöhnen, auch wohl zuweilen Der ſtille Greis übte durch ſeine Gegenwart überhaupt einen ein verſchlafenes Wiehern drang deutlich zu uns ins Lager ſeltſamen Einfluß auf die ſonſt ſo lebensluſtigen Leute aus, herüber. Weit abwärts, wie um an die Nachbarſchaft der denn jene Heiterkeit, die in gewöhnlichen Fällen das Zuſammen unbegrenzten Wildniß zu erinnern, hatten ſich ſcheue Prairie⸗ treffen friedlicher Menſchen im fernen Weſten charakteriſirt, wölfe zu einem Rudel vereinigt, mit ihrem Jauchzen und kreiſe erfüllend; in ent⸗

indeſſen nicht, was die Gemüther bewegte; weit eher hätte gegengeſetzter Richtung, dort wo die nächſten Anſiedlungen

man glauben mögen, daß dieſelben durch die meriwürdigen kagen, ließ ſich das Bellen wachſamer Hofhunde vernehmen,

nſtite, eche das erſte Begegnen mit dem Fremdlinge während nahebei der Wald von der kleineren Thierwelt eigen⸗

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den wären und ſich gleichſam deren träumeriſche Ruhe ange⸗ In einer abgeſonderten Baumgruppe hatten ſich Tauſende eignet hätten. von Locuſtgrillen zuſammengefunden, ihre raſſelnden Triller Obwol der Mond noch nicht aufgegangen war, herrſchte zu einem enbloſen, geheimnißvoll rauſchenden Chor vereinigend; doch nicht eigentliche Finſterniß; denn zu dem milden Lichte von den Bäumen herab, deren ſchattige Kronen ſie nach mühe⸗ der Geſtirne geſellte ſich jener geheimnißvolle Schimmer, der voller Wanderung erreichten, ſangen munter die zierlichen in den kurzen Sommernächten, als letzter Reſt des erſterben⸗ Laubfröſche; in den ſumpfigen Niederungen erſchallten die den Abendroths, ſich von Weſten nach Norden und Oſten glockenreinen Stimmen der Unken und das gelegentliche Brüllen langſam herumſchiebt, um endlich wieder mit dem entſtehenden des rieſenhaften Ochſenfroſches.

Morgenroth zuſammen zu fallen. Luſtig kniſterten die grünen Reiſer auf dem Gluthaufen,

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Wachenhuſen's Hansfreund. KI. 1.

begleiteten, empfänglicher für die Eindrücke der Natur gewor⸗ thümlich, aber nicht unfreundlich belebt wurde.

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