Jahrgang 
1868
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nichts weiter ſpricht, als die

das Leid um die

die Unbefangenheit im Genießen!

Nun, darum ändern und wir

gewiß ein ganz anderes Weſen als einer von heut, wie Ber⸗ lin von heute unſtreitig mit dem zig Jahren kaum noch zu vergleichen geht. ein anderes Geſchlecht.

Stadt,

ungeheuer vergrößert

Hälfte gewachſen

Große gewachſene Verkehr den Charakter der Stadt und ih⸗ rer Einwohner merklich wohnheiten haben ſich ſchneller Neuzeit gewandelt, alter zu Menſchenalter der Fall war.

Einfluß der

mann einig, und

kann wirklich ſchon vonguter, alter Zeit reden, die ſo ganz

anders war.

Welche Vergnügungsluſt, welcher Lebensgenuß heute ge⸗

gen ſonſt, in der

noch von beſchränktem Unterthanenverſtand reden konnte, oder ſelbſt noch, als das Opernhaus in Berlin abbrannte! Heute

ſind die privilegirten

denen den Berlinern Tage angeboten werden; Ecken frei zumZettelankleben waren, fand man paarmal in der Woche ein paar ſolcher öffentlicher

noch alle nur ein Einladungen an

weiland recht ehrbare Geſchlecht arbeitete gar ſittſam in der

Woche und verl ſeiner Sorgen,

ſchonfein bürgerliche

Plaiſir gönnten. der ehrbarſte Bi

ſonſt entſchuldigt worden wäre. Geld und die Menſchen werden ſo vernünftig, nuß auch ein ſtaatsbürgerliches Recht zu ſehen, deſſen Aus⸗

übung ſie zur wehr ein geräuſ

ſeüher Alles ehrſam

abgemacht wurd gehörte auch ein

er ſich ſelbſt oder ſeine Familie dort gut bürgerlich amüſire, wenn die Zeit dazu da war,

Sonntags, ausnahmsweiſe

In vielen dieſer geſchloſſenen Geſellſchaften gab es auch, um vielen Muſen gerecht zu werden, die ſogenannten Liebhabertheater, deren man vor

Theater, fünfundzwanzig

Sie exiſtiren theilweiſe noch heute, und theilweiſe ſpielt ſich dort noch immer ein ganz eigenthümliches Leben, ſo charakte⸗

riſtiſch für die Hauptzügen

Papa hatt

damit ſtellte ſich

Erholung und

die Unterhaltung immer miteinander noch plaudern, wenn man lange Jahre ſich aus⸗

geſprochen und Lehre, Mann. gehörten;

Papa

Woche, nach d. h. ſeinen led der Reſſource. grüßt, die lan Blonde

gah's noch gar nicht in ſolchen

ſich ihrer Vier

darzulegen verſuchen wollen.

die Töchter verheirathet oder ſie warteten auf ihren

natürlich trat er auch derſelben als Mitglied bei, ließ ſich hineinballotiren, zahlte ſeinen vierteljährlichen Beitrag und ſchaffte ſeine lange Pfeife hin. dem Abendeſſen,

durch den Schaum geküßt denn bairiſch Bier

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Klage der Enttäuſchungen, als Jugend, um die Naivetät der Gefühle, um

doch wahr, daß die Zeiten ſich

iſt's freilich Ein Berliner von ehedem iſt

mit ihnen.

vor zwanzig, fünfundzwan⸗ Eine andere Nicht nur, daß Berlin ſich hat, daß ſeine Bevölkerung um die iſt, daß die moderne Induſtrie, der in's verändert hat; auch Sitten und Ge unter dem revolutionären als es ſonſt von Menſchen⸗ Darüber iſt Jeder⸗

ein Berliner über die erſte Jugend hinaus,

guten, alten Zeit, da Herr von Rochow

Littfäßer überdeckt mit Placaten, in hundert Märchen und Wunder an einem vor einem Vierteljahrhundert, als

die Vergnügungsluſt der Berliner. Dies ieß nur Sonntags Nachmittags die Stätten um ſich in's Freie zu begeben; es waren Leute, die auch Mittwochs ſich ein Heut iſt alle Tage Sonntag in Berlin und irger opfert mehr für ſein Vergnügen, als Man verdient heut mehr im Lebensge⸗

Erfüllung ihrer Pflichten ſtärkt. So tritt chvolles Treiben an die Heffentlichkeit, indeß ſtill und in geſchloſſenen Geſellſchaften e. Wer ein anſtändiger Berliner war, der er ſolchen geſchloſſenen Geſellſchaft an, damit

oder ein paarmal

im Sommer und im Winter noch obenein.

ein polizeilich erlaubtes

Fahren mehr denn ſiebzig in Berlin zählte.

Berliner ab, daß wir es in ſeinen älteren

e ſich zum wohlhabenden Mann gemacht und von ſelbſt das Bedürfniß ein, Abends der Zerſtreuung zu gönnen. Mit Muttern ward dürftiger was ſoll man auch

ausgezankt hat? Die Söhne waren in der hatte ſeine Freunde, die zu einerReſſource Ein paarmal in der ſchnürte er denn ſein Bündel, ernen Tabacksbeutel, und dann wankte er nach Da wurde Freund So und Freund So be⸗ ge Pfeife geſtopft und angeſteckt, einekühle

Lokalen und dann ſetzten

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kopf, dampften nach Herzensluſt und krochen dann um elf Uhr wieder nach Hauſe. Ein, zweimal im Jahr war außer⸗ dem Mittags- oder Abendtiſch und da ging's natürlich luſtig und flott her; dann kamen auch Mutter mit und diegroßen Kinder, die erſt andächtig zuſehen mußten, wie die Alten ſchmauſten und tranken, lachten und ſich küßten, um dann nachher ein ehrbar Tänzchen zu machen. Vater und Mutter gingen furchtbar vergnügt vorauf in der Polonaiſe und tanz⸗ ten auch im dreiviertel Trippelſchritt ihre Walzertour ab, wor⸗ auf ſie genug ſein ließen des grauſamen Spiels, und, falls nicht der Alte noch durch eine neue Flaſche wieder lebensluſtig wurde, den Ballplatz neidlos der Jugend überließen. Die Jugend der Alten lernte ſich nun bei Muſik und Tanz ken⸗ nen, lächelte ſich an, machte ſich den Hof, ſagte ſich Ange⸗ nehmes, und ſo begann ein anſtändiges Verhältniß zwiſchen dem Bürgerſohn und dem Fräulein, welches gewöhnlich erſt mit der Verheirathung nach ein paar Jahren ſein Ende fand. Denn ein paar Jahr brauchten damals noch die Menſchen, ehe ſie in die Ehe ſprangen.

Andere ſolcher Geſellſchaften waren wieder vorzugsweiſe dem Tanz gewidmet; ſie hielten Sonntags ihrKränzchen ab, woran nur perſönlich Eingeführte Theil nehmen konnten, außer den Mitgliedern, die ſich bald wie eine Familie fühl⸗ ten. Hier waren es natürlich jüngere Männer, die ihre Frauen, Schweſtern oder Bräute ſpringen laſſen wollten und die ſelbſt noch leidenſchaftlich mitſprangen. Die Mutter ſchlief inzwiſchen beim Bewachen über ihrer Tochter Ehre ein, und der Vater ſaß in einem Nebenzimmer und ſpielte Karten. Die beliebteſten Privatgeſellſchaften waren aber jene, die allen bürgerlichen Bedürfniſſen nach Zerſtreuung und Ver⸗ gnügen Rechnung trugen, d. h. die ein Zimmer oder zwei für die Alten hatten, wo ſie ſpielen und rauchen konnten, einen Saal zum Tanzen, und ein Theater, wo Liebhaber, Dilettanten und von der Kunſt Beſeelte ihre Kunſt probirten. Der gebildetſte Theil der Bourgeviſie, bis zum ſchlichten Handwerker, ſtrebte darnach, einem derartigen Verein anzuge⸗ hören, ſich hier vollſtändig mit Frau und Kindern für ſein Vergnügen abzufinden. Ein Garten gehörte meiſt zu den nothwendigen Bedürfniſſen eines ſolchen Vereins; im Sommer ſchoben die Alten hier Kegel und die Frauen tranken Kaffee, indeß die junge Welt unter ihren Augen allerlei kurzweilige Spiele und Spielereien trieb. Sonntags war daher immer ein Feſttag für die Mitglieder und deren Angehörige; denn um die ſiebente Stunde herum ging das Theater an, und war die Vorſtellung zu Ende, vielleicht um zehn Uhr, ſo ließen die gutmüthigen Herrn Vorſteher noch bis Mitternacht nach dem Klavier nebſt Violinbegleitung tanzen. Wie konnte man einen Sonntag angenehmergverbringen? Und wie billig verſchaffte ein Hausvater all biheeinen dies Vergnügen, in⸗ dem er ſechs, acht Thaler jährlichen Beitrag zahlte.Warm Abendbrod war damals auch noch billig, die Portionen waren größer dann ein paarWeißen, damit war die ganze Familie anſtändig ernährt, getränkt und amüſirt.

Das Theater ſelbſt wurde heilig gehalten; es koſtete herzuſtellen nicht allein viel Geld, Gegenſtand von allerlei Ehrgeiz, ſowohl der Geſellſchaft ſel⸗ ber, als auch derjenigen, denen es die Welt ihrer Thaten bedeutete. Mehr als eine dieſer Geſellſchaften hat ihren Stolz darin geſucht, auf ihrer Bühne wirklich Künſtleriſches zu bie⸗ ten und ihren geſelligen Charakter den ſubtileren bürgerlichen Anſprüchen gemäß zu erhalten. Aber nicht alle haben den Wandlungen und den Stürmen der Zeit zu trotzen vermocht und namentlich die Sturmfluth von 1848, wie ſie das harm⸗ loſe, philiſterhafte Bürgerthum Berlins vernichtete, hat ver⸗ heerend unter dieſen Geſellſchaften aufgeräumt. Den erſten Platz darunter hatte ſich die GeſellſchaftUrania errungen, und ſie hat ihn bis jetzt, nach hundertjährigem Beſtehen, ſich zu erhalten gewußt. Ihr Jubiläum am 27. Auguſt war in Wahrheit ein Feſt des Berliner Bürgerthums, wie es ſich aus eigenem Antrieb auch zur Pflegeſtatt der Kunſt gemacht. Die hundert Jahre, welche dieſe Geſellſchaft beſteht, enthalten

an einen Tiſch, ſpielten Pollack oder Schafs⸗

ein Stück Geſchichte des Berliner Bürgerthums, von jener

ſondern es war auch der