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der Andere ſeidene Schnüre austheilt. Der Empfang im Zeltlager war ein höchſt würdiger. Jedes Regiment hatte eine Ehrencompagnie aufgeſtellt, die erſte trug Kopfbedeckun⸗ gen aus Papier, die zweite aus Reiſig, die dritte Brodſäcke ſtatt des Czakos, die vierte war ſchön tätowirt, und ſtatt aller andern Equipirung mit Schwimmhoſen adjuſtirt. Die Cavalerie wurde durch Ulanen und Huſaren repräſentirt, welche zwei Mann hoch ausgerückt waren(wobei je ein Mann das Pferd vorſtellte) und ſtatt der Dolmans Winterkotzen umge⸗ hängt hatten. Bei der Artillerie mußte ein Schubkarren die Laffetten erſetzen, auf denen ſtatt der Kanone ein Soldat lediglich mit Hemd und Unterhoſen bekleidet, jedoch ſonſt in voller Rüſtung ſeine Längendimenſionen bewundern ließ. Als Bedienungsmannſchaft war dieſen Feldgeſchützen allerhand loſes Geſindel, polniſche Juden, lockere Dirnen, Volksſänger u. dgl. beigegeben, während eine ſehr degagirt ausſehende weltliche Kapelle in dem Momente, wo der Sultan erſchien, die türkiſche Volkshymne anſtimmte. Im wirren Durchein⸗ ander fielen auch die andern Banden ein. Die Erzherzoge nebſt Suite ritten heran, und der Bürgermeiſter-Tambour hielt unter unzähligen Bücklingen eine höchſt loyale Rede, nach welcher dem Erzherzog Albrecht der Manövrirorden, dem Erzherzog Joſeph der Paprikaorden und den Offizieren ihrem niedern Grade entſprechende Auszeichnungen und Geſchenke,
darunter auch eine rieſige mit Heu geſtopfte Pfeife, und zwei
weiße, nicht ſchwarze Sklavinnen, die aber ſehr abendländi— ſche Gedanken zu hegen ſchienen, überreicht wurden. Es folgte auch ein kleißes Volksfeſt mit improviſirten Volksſängern und Akrobaten, nebſt einer Vorſtellung im Lagertheater, und end⸗ lich auch ein Feuerwerk, welches recht gelungen war; die be⸗ abſichtigte Wiederholung des unſchuldigen Scherzes unter⸗ blieb, da inzwiſchen hohen Ortes Bedenken aufſtiegen, ob der Sultan ſich nicht durch dieſe Parodie ſeines Beſuches be⸗ leidigt finden würde, und wurde ſofort das Preßbureau ſtrengſtens angewieſen, die hieſigen Blätter dringend zu er⸗ ſuchen, ſie möchten die Schilderung des Maskenzuges unter⸗ laſſen oder doch nur in einigen Worten erledigen. Keines⸗ falls dürfe aber hierbei des Sultans Erwähnung geſchehen oder der Bürgermeiſter genannt werden. Höchſtens könne
von einem Beherrſcher von Fez oder Marokko, wilden In⸗
dianern und Oberprieſtern die Rede ſein, welchem Wunſche man auch allſeitig bereitwillig nachkam.. Mit Entſetzen bemerke ich, daß die„Wiener Briefe“ dieſes Mal in der Provinz geſchrieben werden. Wien iſt aber auch in dieſem Sommer öde und leer, ſodaß man beinahe
nur Fremde auf den Straßen und in den öffentlichen Unter⸗
haltungsorten ſieht. Der Hof von Hannover vermag uns auch nicht die vielen Wienerzzu erſetzen, die in Baden⸗Vös⸗ lau, den böhmiſchen Bädern And Paris weilen, obgleich er zur Hebung unſerer Stimmung nach Kräften beittägt. So entdeckte neulich ein eifriger Zeitungsleſer auf der Inſeratenſeite eines hier ſtark verbreiteten Zeitungsblattes folgende Annonce: „Mehrere junge Damen, aus der jetzigen preuß. Provinz Hannover ſtammend, mit verfügbarem Vermögen bis
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20,000 Thlr., wünſchen ſich in Oeſterreich zu verehelichen. Nicht anonhme Briefe unter W. 800 poste rest. Wien. Photographiebeilage erwünſcht. Strenge Discretion.“
Leider hatte er weder Zeit noch Luſt ein„nicht anonhmes“ Offert einzuſenden und konnte uns daher über die Reſultate dieſes meiſterhaft erſonnenen Genieſtreiches, der neuen preußi⸗ ſchen Regierung in Hannover in doppelter Weiſe nahezutre⸗ ten, nicht weiter berichten. Dieſes national⸗ökonomiſche Mei⸗ ſterſtück, welches in der unſchuldigſten Manier Geld und Unterthanen nebſt deren anzuhoffender Nachkommenſchaft aus Hannover nach Oeſterreich ziehen ſoll, verdankt gewiß ſeinen Urſprung dem Autor des„Bilderkatechismus für treue Han⸗ noveraner“, welcher angeblich hier in einer geheimen hanno— veriſchen Hof- und Leibdruckerei erſchien, und dem preußiſchen Geſandten gar viel Kopfzerbrechens verurſachte, bis es ihm gelang, die Sendung nach Hannover rechtzeitig zu ſiſtiren und ſich aus dem Inhalte derſelben zu überzeugen, daß der⸗ lei politiſche Flug- und Brandſchriften, ſelbſt wenn ſie ihre Beſtimmung erreichen, keinen beſondern Schaden anrichten können. Ihr Hauptzweck iſt, dem Aerger gewiſſer Herren, der ſich in keiner andern Weiſe Luft machen kann, als Blitz⸗ ableiter zu dienen.
An der Tagesordnung ſind die Congreſſe verſchiedener mehr oder minder gebildeter Leute, welche in den Hundstagen das Bedürfniß fühlen, durch einige Vormittage bei gelehrten Vorträgen zu ſchlafen und am Abend zu kneipen. Still und ruhig tagen die Lehrer, dieſe Stiefkinder aller Völker und Nationalitäten. Ihre Kneipe nach gethaner Mühe darf nicht in ſehr großartigem Stile angelegt werden, da die Commune erſt nach langem Zögern ſich entſchließen konnte, die Baga⸗ telle von 3000 Fl. zu den Koſten beizutragen, ſodaß auf einen Lehrer kaum 3 Fl. C.⸗M. entfallen, für welchen Be⸗ trag man eben keine Salzburger Feſtlichkeiten veranſtalten kann. Lebhafter ging es bei den Chirurgen zu. Die Herren Mediciner, welcher Kategorie ſie auch angehören, zählen ſtets zu den wiſſenſchaftlichen Grobianen erſter Klaſſe, und benutzten die gute Gelegenheit, um männiglich ihre Kunſt zu beweiſen. Sie verlangten einen neuen Titel und zwar ſollen die ehr⸗ ſamen„Patrone der Chirurgie“ künftig„Magistri“ heißen und vollſtändige Gleichſtellung mit den Medicinae-Doctoren genießen. Gekneipt wurde von den Chirurgen ſelbſtverſtänd⸗ lich in Dreher's Bierhalle. Der Wirth beliebte zwar anfangs einige Einwendungen zu machen, weil ihm ſeinerzeit am be⸗ kannten Juriſtentag⸗Commerſe ſehr viel Servietten und Löffel abhanden kamen. Er ließ ſich jedoch durch die kategoriſchen Erklärungen des Feſt⸗Arrangeurs beſchwichtigen.— Dieſe Ge⸗ ſchichte erzählte uns ein Buchdrucker, der ials Feſtcomité des Guttenbergfeſtes dieſelben Schwierigkeiten zu bekämpfen hatte, und fügte in ſehr überflüſſiger Weiſe folgenden Commentar bei:„Sie müſſen nicht etwa glauben, daß die deutſchen Ju⸗ riſten neuſilberne Löffel ſchlucken oder Servietten mitgehen laſſen, aber bei ſo außerordentlichem Andrange von Gäſten iſt der Wirth gezwungen, fremde Dienſtleute nufzunehmen, deren Verläßlichkeit noch keine Feuerprobe beſtanden hat.“
Die Berliner Piebhabertheater.
Ein Stück alten Berlins.
Wer wird ein wenig alt und immer etwas älter und denkt nicht auch, wie ſein weiland Vater und Mütterlein, an die„gute alte Zeit“, die„nicht mehr wiederkommt?“ Der magiſche Reiz der Erinnerung beſtrickt das menſchliche Ge—
nüth, jemehr die Eindrücke der Gegenwart zu Vergleichen
mit Erlebtem aufrufen. Und die Gegenwart iſt die Proſa; nur in der Vergangenheit liegt Pveſie, nur ſie hat von den Bildern der Seele das Gemeine und Nüchterne hinwegge⸗ nommen und in der Erinnerung webt ſich Alles wie Silber auf Goldgrund. Die Kindheit liegt in ſolch ſonnigem, duf⸗
tigem Aether, durch den Libellen und Schmetterlinge ſich
wiegen, weil in der märchenſpinnenden Erinnerung nur noch die Glückſeligkeit des Genuſſes übrig geblieben iſt und die nüchternen Spiele der Gedanken, zu denen das Erlebte auf⸗ rief, längſt verſunken und vergeſſen ſind. O, und wie kommt nun Jeder, der ſchon eine Jugend hinter ſich hat, und denkt halb mit Stolz, halb mit Wehmuth an ſie und thut ſich ge⸗ gen den Flaumbart, der nur die goldenerungen den Bäumen wachſen ſieht, etwas darauf zu gut, daß er
„guter, alter Zeit“ reden kann! Alter Sünder! Will er den Klugen, den Weiſen, den gravitätiſchen Magiſter ſpielen, in⸗ deß aus ſeiner Erinnerung an die„gute, alte Zeit“ doch
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