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Feuilleton.
Correſpondenz.
Wiener Briefe. V.
Herr Meynert— Der Erxrechnungsrath aus Speiſing— Der Nebeljunge Sebaſtian Brun⸗ ner.— Literaten und Literätchen, beſſer Ratten und Rättchen.— Herr Ebersberg als Publi⸗ ziſt.— Das Theatergeſetz.— Die Kalender⸗ Literatur.— Herr Uhl auf der Kritik Armen⸗
ſünderſtuhl.— Pipitz.
Ich erſehe aus den letzten Nummern Ihres mit ſolcher Friſche redigirten Blattes, daß Sie noch von zweiter Hand Briefe aus der Reſidenz erhalten. Es ſoll mich freuen, wenn mein College Ihnen ergänzt, was ich entweder vergeſſe oder wegen Fülle an Material nicht mittheilen kann. Ich mache heute wieder eine Cours durch die übrigen Wiener Journale, und will Ihnen ein Bild unſerer Literaten und Literätchen, Ratten und Rättchen entwerfen. Ich übergehe die ſtrengen Fachblätter und beſuche die Redactionsburtaus des„Soldatenfreundes“, der„Kirchen⸗Zeitung“, des„Volksboten“, der„Volkszeitung“, der„Theater⸗ Zeitung“, des„Huworiſten“, der„Wiener Blätter“ und des„Zuſchauers“. Siehe, der Herr Mehnert redigirt den„Soldatenfreund“; wer ſollte glauben, man könne ein geiſtvoller Novelliſt und ein ſchlechter⸗Geſchichtſchreiber, ein munterer Erzähler und der Paladin der Soldateska in einer Perſon ſein? Und doch iſt's ſo; der kleine, gelenkige Mehnert, dem aus jeder Geſichtsmuskel die Hei⸗ terkeit und die Bonhomie lacht, vereinigt alle die obigen Eigenſchaften. Die Novellen liegen im Pulte, die öſterreichiſche Geſchichte ſteht in Reih' und Glied auf dem Pulte aufgeſtapelt; dafür erzählt uns der kleine witzige Mann Kriegsge⸗ ſchichten und kannegießert von dem Eid des Heeres auf die Verfaſſung, und wird gezwungen, die wtheſie Reaktion in den Spalten ſeines Blattes zu predigen. Eins können Sie mir glauben: Meynert iſt an dem reaktionären Unſinn, der im Soldatenfreunde ſteckt, unſchuldig, wie ein neu⸗ gebornes Kind an der Weisheit der Diplomatie der Gegenwart; Mehnert iſt ein praktiſcher Mann und denkt ſich, man müſſe der Gewalt weichen. Fch verſichere Sie, im Redaktionsbureau des „Soldatenfreundes“ lernt man unſern Herrn und 6uöſer kennen und lernt inbrünſtig beten: Herr, elöſe uns von allem Uebel! Wenn ſo ein General oder Stabs⸗ oder anderer ganz kleiner Hffizier herſtolzirt kommt, und vom Schreiber⸗ volk und den Scriblern, die man mores lehren nird, bramarbiſirt, da wird es Einem gelb und grün und vielfarbig vor den Augen. Verſuchen Sie es nur einmal und nehmen Sie, wenn Sie die„Oſideutſche“ oder den„Wanderer“ oder gar
die„Brünner Preſſe“ geleſen, den„Soldaten⸗ freund“ zur Hand und geben Sie Rechenſchaft von dem Eindrucke dieſer Lektüre! Sie werden finden, es kribbelt und krabbelt Einem an der Oberfläche der Haut, als hätte man eine Woche lang im Lager auf faulem Stroh gelegen; dieſe Soldaten⸗Politik iſt das wirkſamſte Antidotum gegen allen Liberalismus, und wird Einem noch ſchlimmer zu Muthe, als da man einen Artikel im Humoriſten von Herrn Dangelmaier, oder ein Gedicht von Braunthel, oder gar einen Leitartikel von dem epräthlichen Faun Weiſs geleſen. Ein Seitenſtück zum Soldatenfreund iſt die„Kirchen⸗ zeitung“, worin Herr Sebaſtian Brunner alles niederlegt, was er aus dem Brunnen ſeiner theo⸗ logiſchen Weisheit geſchöpft. Thut der Soldaten⸗ freund mit Feldzügen groß, ſo gibt's in der
Kirchenzeitung Kreuzzüge gegen die Ketzer, Un⸗
gläubigen und alle ächten Chriſten, die nicht ſo glücklich ſind, den Freunden der Inquiſition und ultramontanen Theologie zu vertrauen. Herr Sebaſtian Brunner iſt ein wahrer Don Quipote und Theologie ſeine Roſinante, die er zu Tode hetzt, und Pater Lohola ſein Sancho Panſa. Herr Sehaſtian hat vor Jahren ein Epos,„die Flegeljungen“ oder Nebeljungen, ein Seitenſtück zu den„Nibelungen“, geſchrieben; darin trat er gegen die Anhänger der Hegelſchen Lehre auf und brachte, wie dies ſchon zu geſchehen pflegt, die entgegengeſetzte Wirkung hervor, denn Hegels Lehre gewinnt in Oeſterreich mit jedem Tage mehr Terrain. Nun geifert Herr Sebaſtian nicht mehr in Verſen, ſondern in ſchlechter Proſa, zitirt die Kirchenväter und frißt mit Herrn Ebers⸗ berg alle Tage 10 Stück Juden zum Frühſtück und 100 anderer Ungläubiger zu Mittag und auf die Nacht auf; kanoniſirt die Heilige von Schleimbach, wirkt alle Tage das Wunñder, daß ein Blatt ſeines Journals erſcheint, und ſündigt täglich gegen den heiligen Geiſt, weil er glaubt, es gebe außer alten Weibern und Scheinheiligen und Phariſäern noch irgend Jemand, der dafür hält, daß die Welt ihrem Ende ganz nahe ſei, wie Herr Braun von Braunthal in 2000 Terzinen hyperunſinnig ſingt. Dorch fort aus dieſen un⸗ heimlichen Räumen! Kaum bin ich auf der Straße und biege um das Mariengäßchen, wer hinkt mir entgegen? die perſonifizirte Volksweis⸗ heit von Speiſing, in Geſtalt des Herrn Ex⸗ rechnungsrathes Weiſs. Das nenne ich doch aus dem Regen in die Traufe kommen. Haben Sie je das Volksblatt, das dieſer Mann redigirt, ge⸗ leſen? Gewiß nicht, da Sie noch unter den Lebenden ſich befinden; ich kam ſchlecht damit anj ich überſtand eine Todeskrankheit, als ich die Reiſeberichte dieſes großen Touriſten, die er in den Spalten ſeines Blattes dieſen Herbſt nieder⸗ gelegt und dieſelben ſelbſt dem Publikum anzu⸗ preiſen gewagt, geleſen hatte. Dieſer kleine
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