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dens⸗ ſet zu rden, ſithin hin⸗ haten. auf ſill⸗ röhe. ſeinen reuel⸗ E⸗ den dern iten ihrer Ge⸗ mit ſu⸗ nge⸗ Ur⸗ bie
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Es webt eine Blüthe der andern nach. Wißt Ihr, was die Blüthe ſprach, Als ſie mit balſamiſchem Frühlingsduft Hinflog durch die ſingende Bergesluft? „Lieben! Lieben!“ die Blüthe ſprach.
S
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Es lief ein Knabe der Liebſten nach. Wißt Ihr, was der Knabe ſprach, Als er mit ſtürmender Liebeshaſt, Die roſige, bebende Maid erfaßt?
Gar Richts, gar Richts der Knabe ſprach.
Und keine Silbe der Knabe ſprach,
Als er die blühendſte Roſe brach.
Es war im ſchönen Monat Mai,
Sie wußten es beſſer, was Liebe ſei, Küßten ſich ſtumm den ganzen Tag.
An einen Zuchthausſträfling..
Won(S. Slurm.
May bei kühlen Meereswellen, Fern in braven Pommerlanden, Angethan mit Jack' und Schellen, Schreitet frei in Kett und Banden, Stolz daher ein deutſcher Mann.
Fragt mich nicht, was er verbrochen, Forſchet nicht, was er gethan; Seine Pulſe fiebernd pochen,
Denkt er an den ſchnöden Wahn, Der in ihm den Gott geſchändet.
Doch wenn ſo die Pulſe wallen, Singet er ſo wunderſüß,
Daß die alten Kerkerhallen,
Und das graue Burgverließ, Schweigend ſeinen Tönen lauſchen.
Dröhnt's vom Thurm dann Mitternacht, Wo die Meereswellen ſingen,
Und die Sternlein ſind erwacht,
Hört man's durch die Nacht verklingen: „Deutſchland, Deutſchland über Alles!“
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Blätter im Winde. Won S. S. Strodtmann.
Wi ſonſt ſo freundlich lächelt Mich an Dein Augenpaar, Als ſei zu dieſer Stunde Noch Alles, wie einſt es war.
Und haſt mich doch betrogen Mit ſalſchem Blick und Wort; Wohl ſpielſt und ſcherzeſt Du munter: Aber die Lieb' ich fort.
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Wohl ſchlingſt Du um den Nacken, Wie ehmals, mir den Arm:
Aber Dein Herz iſt froſtig, Das einſt ſo warm, ſo warm!
Du gleichſt dem Stern der ziehet So kalt die leuchtende Bahn. Und nimmer will ich Dich fragen, Warum Du mir das gethan?


