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Soldaten, blickte ihnen feſt ins zielt auf das Herz, ſchont aber ſelbſt das Commando Feuer! und
Geſtalt vor die Front der Auge und rief:„Soldaten, das Geſicht!“ Dann gab er
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von neun Kugeln durchbohrt ſank er leblos zu Boden. Sein
Leichnam fand in der Pfarrkirche zu Pizzo eine Ruheſtätte. 0.
—— Ein geheimnißvolles Dramn.
Von A. Belot. (Schluß.)
Nachdem der Unterſuchungsrichter vernommen, unter welchen Umſtänden und unter welcher Bedingung Langlade's Ergreifung gelungen, geſtattete er, daß der Verbrecher ſeine Geliebte ſehen und ſie ſprechen durfte, aber wohlverſtanden, nur durch ein Gitter. Der Polizei⸗Agent erachtete es jedoch für nöthig, vor dieſem Rendezvous die Letztere allein zu hören.
Stephanie Cornu, mitdem Spottnamen„Soleil⸗Couchant“, die untergehende Sonne, war ein echter Rothkopf, und konnte, da Wuchs und Züge nichts zu wünſchen übrig ließen, eine originelle Schönheit genannt werden und zählte als ſolche zu den Vertreterinnen der ſogenannten galanten Welt. Sie kleidete ſich mit Eleganz und hätte im Monat Auguſt nicht um ein Kaiſerthum auf ihre Equipage verzichtet. Seitdem ſie die Bekanntſchaft Langlade's gemacht, war auch ſie der Juſtiz nicht mehr fremd. Gegenwärtig befand ſie ſich in der „Conciergerie.“
Als Vibert dieſe Dame wiederſah, ſaß ſie ſtill in einer Ecke ihrer Zelle und ſpielte gedankenvoll mit ihrem Haar, das aufgelöſt die ſchönen Formen umhüllte.
Die Unterredung war kurz, aber wichtig. Der Polizei⸗ Agent wußte ihr volles Vertrauen zu gewinnen; er vernahm hier aus ihrem Munde, daß ſie Langlade tödlich haſſe, weil er ſie mit grenzenloſer Eiferſucht unendlich gequält, und ſie wiederholt aufs grauſamſte mishandelt hätte. Sie entſann ſich ganz genau jenes Vorfalls in der Rue de la Pair, wo einer ihrer Freunde der Eiferſucht Langlade's zum Opfer fiel.
„Können Sie mir die Perſon des dort Gemordeten näher beſchreiben?“ fragte Vibert,„wie ſah er etwa aus?“
„Er war klein, von dunkelm Teint und trug einen kleinen Schnurrbart.“
„Meinen Sie, daß er verheirathet geweſen?“
„Es wäre immerhin möglich!“
„Wie war er ungefähr gekleidet?“
„Er trug, ſo viel ich mich deſſen entſinne, einen dunkeln Paletot. Auch wollte er mir ſein Portefeuille ſchenken, das ich aber nicht annahm.“
„Beſinnen Sie ſich genau!“
„Nein, nein, es war kein Portefeuille, es war nur ein Notizbuch— roth, mit Gummizug!“
„Dann bleibt kein Zweifel übrig— Langlade iſt dieſes Erlaubt Ihnen Ihr Gewiſſen, das, was Sie hier eben über den Mord in der Rue de la Paix geſagt, vor Gericht zu wiederholen?“
„Gewiß! Fort mit dem Tyrannen. mag er ſterben! Seiner Verbrechen ſind ſo viele, daß nicht nur meine Sicher⸗ heit mich ſeinen Tod wünſchen läßt. Er würde mich ſicher noch erwürgen!“
„Langlade bat mich, es zu vermitteln, daß er Sie ſpreche!“
„Großer Gott!“ rief wild auffahrend das Mädchen,
„und Sie haben es ihm verſprochen?“
O 1 „V „Dann bin ich verloren!.... Ja, ich Unglückliche, ich e wenn e i at
Unter Thränen beſchwor ſie angſtvoll den Polizei⸗Agenten, ihr dieſes gefährliche Wiederſehen zu erſparen. „Wenn Sie verſprechen“, beruhigte Vibert,„im Verhör
offen die Wahrheit zu ſagen, ſo ſoll Langlade Sie durch ein
Gitter ſehen, das ſtark und feſt genug iſt, Sie vor jeder Gefahr zu ſchützen!“ Dankend gab Stephanie dies Verſprechen.
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Vibert ſetzte den Unterſuchungsrichter Vin von dem
Gehörten in Kenntniß, dann vermittelte er, dem Banditen ſein Wort zu halten, die gewünſchte Unterredung.
Es iſt ſchwer, alles Das zu ſchildern, was ſich während des Gitter⸗Rendezvous beobachten ließ. Daſſelbe endete da⸗ mit, daß Langlade, der anfangs ſtill und ſanft wie ein Lamm ſeiner einſtigen Geliebten begegnete und ihr mit befremdender Faſſung die Untreue, den Undank und die Bosheit vorhielt, die ihn dem Gefängniß überliefert— Kerker, Galeren und ſelbſt der Tod, er ertrüge ſie leichter, als den Verrath der Treuloſen— plötzlich in eine Wuth ausbrach, welche trotz aller Vorſichtsmaßregeln das Mädchen in die größte Gefahr verſetzte. Langlade erfaßte mit athletiſcher Kraft die Eiſen⸗ ſtangen und rüttelte an denſelben unter entſetzlichen Tönen des Schmerzes und beſtialiſcher Wuth mit ſolcher Gewalt, daß zwei der mächtigen Stäbe langſam dem Anſtürmenden nachgaben. Aber ſeine Kraft war gebrochen, wimmernd ſank er nieder. Die Worte der Verrätherin:„Ich haſſe dich, wie die Nacht!“ hatten ihn entwaffnet.
Inzwiſchen hatte Albert Savari wiederholt bei Julia Einlaß zu finden geſucht— ſie ſchützte Unwohlſein vor. Er begab ſich wiederholt nach dem„Hoͤtel zu den Prinzen“— auch hier wurde er nicht vorgelaſſen: der Graf von Rubini mochte keinen Beſuch annehmen!
In leidenſchaftlicher Erregung durchirrte er planlos Paris, um Zerſtreuung zu finden. Ihn marterte die Liebe, ihn quälte der Gedanke, daß der Graf von Rubini ihm jedenfalls deshalb zürne, weil er ſeine Ehrenſchuld noch nicht abge⸗ tragen. Fünfundzwanzig Goldſtücke waren ſein ganzer Beſitz. Mit dieſen eilte er an einem der nächſten Abende nach dem Salon der Madame d'Ermont— er fand eine leere Wohnung: Madame d'Ermont, bei welcher die Polizei eine Hausſuchung abgehalten, befand ſich ſeit wenigen Tagen in ſicherm Gewahrſam. Die Lage Savari's war eine wahrhaft verzweifelte.
Endlich faßte er den Entſchluß, unangemeldet bei Julia einzudringen; er mußte ſie wiederſehen und den Gefühlen, die ihn faſt ſinnlos machten, Worte leihen.
Die Leidenſchaft kennt keine Schranken: Etikette, Geſetz, alle äußerlichen Hinderniſſe ſind Schneeflocken in den Augen desjenigen, deſſen Herz die Flammen der Liebe verzehrend durchlodern.
Einem Raſenden ähnlich ſtürzte Savari wirklich eines Tages, nachdem Marietta ihn vergeblich aufzuhalten verſucht, in das Zimmer Julia's, ſank vor ihr nieder und ſchilderte mit glühenden Worten den Zuſtand ſeines Herzens.
Die Italienerin empfand den Einfluß dieſer Leidenſchaft: in der Glut ſeiner Worte vereinigte ſich Alles, was nur ein edles Herz in wahrhafter Liebe zu zeigen vermag. Sie bat ihn, an ihrer Seite Platz zu nehmen, um ſich vollends vor ihm auszuſprechen.
Unterdeſſen empfing Marietta den Beſuch eines Beamten — welcher eine gerichtliche Vorladung für Julia überbrachte.
Die„untergehende Sonne“ hatte man freigegeben; frei⸗ lich nur ſcheinbar frei, denn man ließ ſie genau überwachen. Wenige Tage nach ihrer Entlaſſung aus dem Kerker machte ſie die Bekanntſchaft eines reichen Engländers, und fand, in die gewohnte, für ihre Freunde ſehr koſtſpielige Lebensweiſe zurückgekehrt, keinen Anlaß, an den furchtbaren Langlade zurückzudenken, deſſen Haupt ſie mit Gewißheit dem Schaffot verfallen glaubte.
Sie ſollte auf ſchreckliche Weiſe enttäuſcht werden!
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