Jahrgang 
1867
Seite
747
Einzelbild herunterladen

en

iſe im en 5 vir ich nit die

de

nit

n5, ren

zu war gen

ren

Maurice Vidal! ſagte Savari. Fetzt war es an Vibert, überraſcht

Sie kennen Ich war dari

Savari.

Inwiefern, wenn ich fragen darf Man klagte mich des Mordes an

Si Ja wohl! mich! Als Si

herüber!.. Vibert reichte ſie ih

fuhr dann

7

fort:

Wenn Sie meinen Schmerz und mals gekannt hätten, Sie hätten mich Sie werdens vielleicht nicht glauben, ins Gefängniß geworfen worden?

Das iſt wohl nicht möglich? ri

Es iſt leider wahr! Ich ſtand vor dem Unterſuchungs⸗

richter, und....ich trug Handſchellen!

Er wendete ſich zu Julia:

Entſchuldigen Sie, Madame, meine Aufregung wenn ich an alle meine Leiden zurückdenke, bin ich nicht mehr Meiſter meiner ſelbſt.

Julia war bis zu

Vibert hatte die Sache offenbar

blieb über Savari jetzt

Komödie gefunden, wo i ſeiner Inhaftirung offen ſeinen zuſprechen.

Man verabſchiedete ſich demnäch Vibert in Vorſchlag gebracht, dieſes ſtandalöſe Thema fallen

zu laſſen.

Letzterer ſchlug diesmal di

alten Wohnung in der Rue barbre längerer Zeit ſchon nicht beſucht. D er einen Brief folgenden Inhalts vor

Man verlangt in de

Mein lieber Vibert.

Ihnen eine baldige Auskunft über Ddenen der eine, ein Mann, Langlade

lange, rothköpfige führt. Ich bitte Sie deshalb,

Sonne

mir melden zu wollen.

Tags darauf ertheilt der Abtheilung für die über Langlade und die in ſein Hotel zurück.

Er wußte ſelbſt wollte er dem Unterſ

ſelbſt irgend Jema

wollte er ſich zu Madame Vidal

dauern

langte.

bei ihr

und Wege bezei

weder das nächſt noch für einige Zeit die Rolle nur ſpielte er ſie fürder nicht mit ehemals, denn er und trank und Dieſes Leben, zum Theil auf Ko Brot er, gefiel ihm auch nicht. und dachte an Julia, der er eine längere Zeit halb keinen Beſuch abſtattete,

darüber ausdrücken, daß er

eigentlich noch zu thun hätte.

die Geſchichte? fragte er. in unmittelbar mit verflochten! antwortete

e mir offen von jenem Morde erzählten, war meine Aufregung grenzenlos! Ich vermag mich jetzt noch kaum zu halten; ich muß blaß ausſehen wie der Reichen Sie mir doch freundlichſt die Waſſerflaſche

m. Savari nahm einen Schluck und

Thränen gerührt. Savari weinte nicht; aber nachdem erſt zwei dicke Thränen zögernd ſeinem Auge entrollt waren, brach er in ein lautes Schluchzen aus.

faſt ganz im Zweifel. Er ſann hin und her, und fand, daß ſein Gegner gerade da eine Maske für ſeine wahren Gefühle während der mit ihm abgeſpielten ihm Gelegenheit geboten war, hinſichts Schmerz und Kuinmer aus⸗

ſt auch bald, nachdem

uchungsrichter ſchreiben, wiß unſchuldig oder zu raffinirt ſei, als daß er ndem eine Waffe in verfügen und ſein Be⸗ ihr nicht beſſere Mittel bitten. Natürlich arretirte ich ihn er lchen ſie zum Ziele ge⸗ Dieſen Koloß verlaſſen Sie ſich darauf nehme ich inner⸗

chnen könne, auf we ein Stolz ließen ihn halb zweier Stunden feſt

Seine Eigenliebe aber und ſ

Eine noch das Andere ausführen. Er ſpielte dem⸗ des Grafen von Rubini; zu ſein, bemerkte lächelnd der Chefbitte, arretiren

aufzuſehen.

2 0 Maurice Vidal an!

meinen Kummer da⸗ ſicher tief bemitleidet! daß ich arretirt und

ef Vibert.

zu weit getrieben: er

e Richtung nach ſeiner Sec ein, die er ſeit ort angekommen, fand

717

hierauf noch auf die Zukunft verläſſen, und ſich lange be⸗ ſinnen, denn Julia war äußerſt empfindlich. Deſſenungeachtet ſchritt er eines Tages eiligſt bei ihrer Thür vorüber und eine Geſindetreppe weiter herauf der Thürſteher unten allein hatte ihn hinaufgehen ſehen, und eine volle Stunde verging, bevor er wieder hinabſtieg. Marietta hatte ihn nicht ſchellen gehört, wo hatte er die ganze Zeit über denn geſteckt?

Jedenfalls hatte er da oben wenig Befriedigendes ver⸗ nommen, und ſeine geheimnißvolle Expedition benahm ihm den ganzen Muth denn er beging Tags darauf bei Gelegenheit einer Viſite in der Rue Grammont eine unerhörte Thorheit. Eines Morgens war Vibert zu dem Polizeipräfecten gerufen worden. Er belauſchte hier zufällig folgendes Geſpräch zwiſchen dem Chef und ſeinen Leuten:

Sie zweifeln alſo nicht an der Wahrheit der An⸗ führungen und Ausſagen, welche dieſes Weib abgegeben hat? Durchaus nicht ſie hat immer die Wahrheit geſagt. Ihrem Zeugniſſe nach wird alſo Langlade dieſe Nacht in der Straße«Croix des Petits⸗Champs ſchlafen?

Das iſt mehr als wahrſcheinlich!

Dann hindert Sie ja nichts, ihn morgen früh zu arretiren? 6

Nein, mein Herr! Es wird zwar keiner von meinen Leuten Anſtand nehmen, mir zu folgen; aber ich muß Sie verſichern, daß ihr Leben ſchwer bedroht iſt. Dieſer Langlade hat einen furchtbaren Ruf. Er iſt bereits zwei Mal von den Galeren entſprungen; er beſitzt eine herkuliſche Kraft und ſchläft nie, ohne geladene Piſtolen bei ſich zu führen. Der erſte Polizeidiener, welcher in ſeine Kammer tritt, iſt des Todes gewiß!

Allerdings, murmelte Vibert, der neben der Thür ſtehen geblieben war,allerdings, wenn er ſich nicht zu be⸗ nehmen weiß!

Der Chef ſowohl wie der Inſpector blickten ſich bei dieſen Worten ſtaunend um.

Ich wünſchte Sie dort zu ſehen! bemerkte der Letztere mit Jronie.

Mir ein Leichtes! Wollen Sie mir folgen, wenn mir's erlaubt wird, mich morgen früh nach jener Straße zu ver⸗ fügen?

Wer ſind Sie denn? fragte der Chef. Ich heiße ganz einfach Vibert, mein Herr! Sie haben

m Bureau der Präfectur von

zwei Individuen, von

heißt, die andere, eine

Dirne, den Spottnamendie untergehende

ſich gefälligſt bald bei X.

nicht recht, was er beginnen ſollte. BaldDas eben iſt's, daß Savari ge⸗Langlade ging ſchon durch mein gegen ſich Secretär des Polizeicommiſſariats

die Hand gebe; bald war. Er ſcheute ſich nicht, in Begleitung ſeiner Maitreſſe zu

mich hierher beſtellt in der Angelegenheit des Verbrechens in

der Rue de la Paix. Ach, Sie ſind es? Sehr gut!.... Was bringen Sie

Neues?

Nichts Neues, mein Herr! Ich warte, warte mit

Ungeduld; Sie können mir's glauben! Gut, wir kennen Ihren Zweck, und wir bauen auf Sie!

Doch, um auf Langlade zurückzukommen Sie ver⸗

e Vibert dem Polizei⸗Commiſſarius pflichten ſich, ihn zu arretiren? Tuilerien die gewünſchte AuskunftGewiß! untergehende Sonne, und kehrte

Sie ſcheinen zu vergeſſen, ſchrie der Inſpector da⸗ zwiſchen,mit welchem Menſchen Sie es zu thun haben?! was Sie täuſcht! erwiderte Vibert, e Hände, noch als ich in der Rue St.⸗Honoré

mir zu kommen, und mich um einen Paß nach England zu kam nach Toulvn.

1.

Sie ſcheinen ein außerordentlich tüchtiger Polizei⸗Agent

ſolcher Genauigkeit, wie Sie mir alſo den Menſchen! Vergeſſen Sie aber über der

langweilte ſich.

Langlade'ſchen Affaire Ihre anderweiten Angelegenheiten nicht!

ſten einer Behörde, deren Anſtatt zu antworten, verneigte ſich Vibert tief.

Er wurde wieder thätig hindurch des⸗ weil er nicht wußte, was er

Schon in der Frühe des folgenden Tages ſtieg Vibert

94*

Er mußte ſich in Bezug entſchloſſen die Treppe hinauf, welche zu dem Zimmer des