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3 Wachenhuſen's Hausſreund. X. 16.
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ſpectionsſitzungen gefüllt. Das Frontiſpiz des Gebäudes ſoll mit zwei Gruppen gekrönt werden. Der Hr. von...., Archi⸗ tekt, ſchlägt vor, die Reiterſtatue des Kaiſers Joſeph II., der die erſte Oper in Wien gebaut, und des Kaiſers Franz Joſeph I., dem dieſes Haus ſeinen Urſprung verdankt,
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Erzeugers nach Verdienſt zu würdigen. Die Flügelpferde wurden modellirt, finden allgemeinen Beifall, und als Bas⸗ relief dazu erlauben wir uns Scenen aus„Des Sängers Fluch“ vorzuſchlagen.
Es verlautet zwar, daß Hr. v. Dingelſtedt für die ar⸗
Pariſer Welt⸗Ansſtellung.— Das Wiener Sargmagazin.
hinaufzuwinden.„Das könnte zu billigen Witzen Anlaß ſtiſtiſche Directivn der Oper gewonnen ſein ſoll und ihm, da
geben“, meint Graf***;„wollen wir nicht lieber zwei Pe⸗ gaſuſſe, vorgeritten von den Muſen oder Grazien, oben para⸗ diren laſſen?“
„Excellenz entſchuldigen“, erwidert ſchüchtern der Künſt⸗ ler,„die Griechen kannten nur einen Pegaſus, und wenn wir oben ein Geſtüt dieſer edlen Roſſe etabliren....“
„A bah, ſo machen's Flügelpferde, wiſſen's, ſo etwas
wie ein Pferd, das kein Pferd iſt.“
Wahrſcheinlich dachte der edle Herr bei dieſem claſſiſchen Ausſpruche, bei dem es ſein Bewenden hatte, an die Pferde der Fernkorn'ſchen Reiterſtatuen am äußern Burgplatze, die man im Hriginal geſehen haben muß, um die Phantaſie ihres
er bekanntlich nicht muſikaliſch iſt, die Herren Hoflapellmeiſter Herbeck und Opernkapellmeiſter Eſſer als muſikaliſche Beiräthe zugetheilt werden ſollen dies nimmt jedoch auf die Stellung
Pariſer Welt⸗Ansſtellung.— Die Reſtauration der Dreher'ſchen Brauerei.
Salvis' keinen Einfluß. Hr. v. Dingelſtedt ſoll an der Oper nur die wiener Localverhältniſſe ſtudiren, und ſobald er das Terrain kennt, Hrn. Dr. Laube am Burgtheater erſetzen, da es höchſt unwahrſcheinlich iſt, daß Letzterer, der bis heute ziemlich Alleinherrſcher war, ſich gefallen laſſen wird, ſein Scepter mit dem Generalintendanten Münch⸗Bellinghauſen (Halm), dem Kanzleidirector v. Hermannsthal und dem Re⸗ gierungsrathe Gentz, die ihm ſämmtlich hülfreich zur Seite ſtehen ſollen, zu theilen.
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