Jahrgang 
1867
Seite
697
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Eine ſehr wichtige Rolle im Harz ſpielt der Bergbau;

e er ernährt ein Drittel der 120,000 Seelen ſtarken Bevölke⸗ rung. Namentlich ſind es die Gegenden von Clausthal und . Zellerfeld, von Andreasberg, Grund, Lautenthal, Goslar,

Mansfeld und Harzgerode, die an Blei, an Silber, an Kupfer und Gold eine ins Gewicht fallende Ausbeute gewähren. An Gold iſt das Gebirge freilich am ärmſten; es wird nur noch im Rammelsberg gefunden und ſein Fund auf jährlich 10 Mark veranſchlagt. Sonſt ſchlug man daraus die Dukaten mit der Umſchrift:Ex auro Hercyniae An Silber beträgt die Geſammtbeute dagegen über 55,000 Mark, an Kupfer 6000 Centner, an Blei jährlich durchſchnittlich 120,000 Ctr. Außerdem iſt, namentlich im Unterharz, der Bergbau auf Eiſen ſehr umfangreich. In mehr als 40 Hütten⸗ und Hammerwerken werden jährlich etwa 200,000 Etr. vortreff⸗ lichen Eiſens gefördert, und die Factoreien zu Ilſenburg

Wachenhuſen's Hausfreunv. K. 15.

Der Rammelsberg im Harz.

(preußiſch)), zu Mägdeſprung(anhaltiſch) und zu Rübeland

(braunſchweigiſch) genießen eines weitverbreiteten Rufes. Namentlich iſt es der hannöverſche, jetzt Auch mitpreußi⸗

ſche Theil des Harzes, welcher eine große Welt der Berg⸗

Bergleute bei Goslar.

gnomen umfaßt. Der ganze Oberharz mit den ſieben Berg⸗ ſtädten Clausthal und Zellerfeld und ihren großartigen Grubenwerken, Andreasberg, Altenau, Grund, Wildemann und Lautenthal, ferner mit den Eiſenwerken Lauterberg, Rothehütte und Elend, gehören dazu, und ebenſo der altbe⸗ rühmte, beutereiche Rammelsberg bei Goslar, jener langge⸗ ſtreckte, gegen 2000 Fuß hohe Rieſe, welcher am Eingange zum Harze ſich hingelagert hat und den erſten Palaſt bildet, in dem die Gnomen ihre funkelnden Schätze gelagert und dann den eindringenden Menſchen als eine nicht zu erſchöpfende Beute überlaſſen haben. Hier funkelt im Thonſchiefer und Quarz das Kupfer und Silber, das Blei und Gold; aus 88

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