geweſen als Leh⸗
t, lieber Ehren⸗ Corne⸗ gültig.“
en einer
n kann,
de jett Stern⸗ , wird iſt der iſon in
hoffen, aft ge⸗ adellos e Ver⸗
A
Stern⸗ kam, welche dungen Zwecke
ter el⸗
ſagte, werde. ig ſei t habe, Sylbe
Haus⸗
uneurs en und
„abel
— ennuyant;
1
1
—
Dierte
ab, und nachdem er Toilette gemacht hatte, ging er hinab, um an der Table d'hôte ſein Diner einzu⸗ nehmen. Der Beſitzer der Hötels, ein gewandter, freundlicher Mann, ſetzte ſich zu dem neuen Gaſte, der ihn nach Dem und Jenem fragte; auf die letzte Erkundigung erwiderte Herr Haimer:„Allerdings, mein Herr, beſtand hier eine Inſtitut für Töchter ge⸗ bildeter Stände, es iſt aber jetzt eingegangen, vor etwa zwei Jahren, die Zahl der Schülerinnen ver⸗ minderte ſich zu ſehr.“
Befand ſich nicht unter den Lehrerinnen ein Fräulein Harder?“
„Harder? Nein, mein Herr.“
„Doch,“ nahm ein Officier, der gegenüber ſaß, das Wort,„eine nette junge Dame, längere Zeit Diakoniſſin geweſen; da Ihnen an Nachrichten über
das Inſtitut etwas liegt, diene ich Ihnen gern. Ich
hatte eine Schweſter hier, der geſunden Luft wegen; die Harder beſaß hübſche Kenntniſſe, blieb aber nicht lange hier, fand das Städtchen und Inſtitutsleben zu
wo ſie hingekommen, mir auf Ehre gänz⸗ lich unbekannt.“„—
Doctor Sternberg dankte; nachdenklich über das Gehörte, machte er ſich auf den Weg zu Pfarrer Auenmüller, überlegend, ob er ſich unter dem eigenen oder falſchen Namen einführen ſolle. Er traf den
Pfarrer nicht zu Hauſe, wohl aber deſſen Frau, die
ihn empfing und ſehr geſchwätzig nach ſeinem Begehr fragte. Er ſagte, daß er Grüße von Fräulein Harder bringe, der ehemaligen Lehrerin am Joſephineninſtitut, deren ſich die Frau Pfarrerin wohl noch erinnern werde; ſie ſei früher Diakoniſſin geweſen.
„O, von der!“ lautete die Antwort;„alſo ſie denkt noch an uns, na, ſie hat Urſache dazu. Im Inſtitut konnte ſie nicht bleiben, da ſie große Refor⸗ men einführen wollte; ſie wußte damals nicht wohin, mein Mann empfahl ſie ihrer Sprachkenntniſſe wegen, ſonſt kennt er ſie nicht, auch ich ſah ſie ſelten bei Alfo das Fräulein hatte ſich nicht Ihrer Freund⸗ ſchaft zu rühmen, Frau Paſtorin?“
„Freundſchaft? Durchaus nicht. Ich liebe nicht Perſonm, welche unbeſtändig ſind; wer einmal Dia⸗ koniſſin war, ſollte es auch bleiben. Sie erklärte, ſie ſei rperlich zu ſchwach dazu, das glaube ich aber nicht, ſt hält viel aus, dieſe Harder. Der Herr Ober⸗ kirchennth in M. hat ſie meinem Mann empfohlen: was koſgte mein guter Auenmüller anders thun, als ſie im aſtitut unterbringen? Der gute Oberkirchen⸗ rath! Peun ihm ein junges Frauenzimmer vorklagt, thut er flles!“
Dcghintretende Pfarrer unterbrach dies Geſpräch;
Jolge. 819
er äußerte ſich freundlicher über Cornelia, aber eben⸗ falls kurz, nur das erfuhr Sternberg noch, daß ſie zwei Jahre als Diakoniſſin in M. gelebt habe.
Auf Sternberg machten dieſe Nachrichten einen ſehr unangenehmen Eindruck. Warum hatte ſie, die ſo lange in ſeinem Hauſe lebte, nie von ihrer Wirkſam⸗ keit als Diakoniſſin geſprochen?
Sternberg hatte keine Luſt, nach M. zu reiſen; er begnügte ſich, den Oberkirchenrath Altenburg in einigen höflichen Zeilen um Nachricht über Fräulein Harder zu bitten. Es handle ſich, ſagte Sternberg in dem Briefe, um eine Erbſchaftsangelegenheit dieſer Dame; dieſelbe habe ſich als Tochter eines Dr. Ernſt Harder aus Luzern zu legitimiren; ſie ſei, ſoviel Sternberg wiſſe, in E... Lehrerin, früher Diakoniſſin in M. geweſen und dem Herrn Oberkirchenrath be⸗ kannt.
Der geiſtliche Herr antwortete umgehend: Er habe allerdings vor länger als ſieben Jahren ein Fräulein Harder als Diakoniſſin ſeiner Gemeinde aufgenommen; die Dame ſei damals etwa zweiund⸗ zwanzig Jahre alt geweſen. Doch ſei ſie, ſoviel er ſich erinnere, keine Schweizerin, ſondern in einem kleinen Doͤrfchen im ſchleſiſchen Rieſengebirge geboren, wo noch eine Verwandte von ihr gelebt hätte, welche damals von Cornelia großmüthig unterſtützt worden wäre. Den Namen des Döorſchens habe er vergeſſen. Einige Zeit hätte ſie in England gelebt.
„Neue Räthſel, neue Auflöſungen, wie man es nennen will,“ ſagte er zu ſich ſelbſt. Er reiſte von E.. wo er die Antwort des Oberkirchenraths abge⸗ wartet hatte, nach Berlin zurück; dort hatte er einen
geborenen Schleſier zum Freunde, der dieſe ſchöne Provinz auf's Genaueſte kannte. Sternberg wollte bei Thereſen Briefe von der engliſchen Familie ab⸗ warten und Forſchungen in Schleſien anſtellen. Cor⸗ nelia erſchien ihm faſt im Lichte einer Abenteurerin. Der Doctor hatte einen in London lebenden Freund gebeten, den Brief an Alfred Tompſon, Esg., ſelbſt abzugeben..
Dies Schreiben kam jedoch zurück; der Londoner Freund theilte Sternberg mit, daß die Familie Tompſon jetzt, in Folge einer Erbſchaft, ſich Mark⸗ ham ſchreibe und augenblicklich in Berlin lebe. Als Sternberg zu Eugen davon ſprach, vernahm er, daß ſein Schwiegerſohn die Markhams kenne. Jetzt war es ihm ein Leichtes, ſich nach Cornelia zu erkundigen. Mrs. Markham, eine Frau von Welt, erinnerte ſich des Fräulein Harder ſehr wohl. Sie erzählte, daß ihr Cornelia von einer ſchleſiſchen Gräfin warm em⸗ pfohlen worden ſei, als dieſelbe gehört habe, daß Mrs. Markham für ihr Tochter eine Gouvernante
—


