Jahrgang 
27-52 (1867)
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uy wünſchte ſeine Anſicht zu hören, ob Cornelia

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Therefe, die Braut, das Recht hat, ſich mit grünen Zweigen zu ſchmücken. Später, als die Fröhlichkeit den höchſten Grad erreicht, die Dienerſchaft ſich ſchon entfernt hatte, wurde Cornelien noch ein Packet gegeben, welches, wie die Kammerjungfer ſagte, ein Diener des Bankiers Bernheim für Fräulein Harder abgegeben hatte. Cornelig öffnete das Papier: ein zierliches Käſt chen fiel heraus; ſie betrachtete es eine Weile über raſcht, halbſun⸗

gegeſſem und gewonnen.

nichf annehmen; ich glaube kaum, daß die Steine in ſieſen Ohrringen, der Broche und den Armbändern Imitation ſind.

Auch ich bezweifle, daß Herr Bernheim Dir unächen Schmuck ſchenken würde, entgegnete die Hausrau, und auf Doctor Selten zugehend rief ſie: Docor, Sie ſind ja ein Kenner von Pretioſen, was ſager Sie zu dieſen Juwelen?

Daß ſie höchſt geſchmackvoll gefaßt und von hohem Werthe ſind, war die Antwort.

Auberg betrachtete ſie ebenfalls; Frau Stern⸗ beg zog ihn und Cornelien in eine Fenſterniſche

diſe reiche Gabe behalten ſolle oder nicht. Für einen Millionär wie Bernheim und mu ſagt mit Recht, daß er über mehrere Millionen geiete mag dies Geſchenk kein ſo großes ſein, engegnete Doctor Sternberg;als praktiſcher Mann hät er es wahrſcheinlich für vernünftiger, ſtatt Vaſen, Sitzen oder ſolchen Dingen, die der Mode unter⸗ wofen ſind, Etwas von bleibendem Werthe zu ſchenken; democh glaube ich, daß Bernheim einer Braut keine ſchneren Steine verehren könnte. Beleidigt darf aber deſehrenwerthe Mann nicht werden, deshalb ſcheint mi das Klügſte, daß Cornelia die Broche als Viel⸗ liehen behält, die anderen Koſtbarkeiten m lieenswürdigen Zeilen zurückſendet. Du haſt Recht, lieber Mann, Stuberg,allein vielleicht ſo bellten. Ich habe ſeit einige Ganken gehabt: Bernheim, lichwie alle Leute, welche ſo übermäßig ſind, könnte Coielia's Rückgabe für ein feingeflochtenes Körbchen hayn und ſich zurückziehen. 0 Wie, Emilie, Du glaubſt, da

it einigen

ſagte Frau llte Cornelia doch Alles r Zeit ſo meine eigenen verwöhnt und empfind⸗

5 Bernheim ſich

dann trat ſie zu Frau Sternberg und ſagte willig:Ich habe kürzlich an einem Geſell⸗ ſchaftsabende mit Herrn Bernheim ein Vielliebchen Ein Geſchenk konnte ich erwaren, aber ein ſo großes, wie dieſes hier, be⸗ ſchäm, mich und meinem Gefühl nach darf ich es

Folge,

Seit einigen Tagen ſehe ich entgegen, erwiderte ſie.

O, nein, nein! rief Cornelia,ich den geringſten Grund, Herrn Bernheim die lungsweiſe zuzutrauen. Ihre Güte für mich täß Sie. Bernheim iſt nicht der Mann, ein armes Mädchen zu wählen, und das iſt recht gut in dieſem (Falle, denn ich fühle für ihn nichts als Achtung. 3Vollſtändig hinreichend glücklichen Ehe, ſagte Sternberg.

Nicht für mich, entgegnete Cornelia;ich kann nur glücklich machen, wo ich ſelbſt glücklich bin. Mich könnte höchſtens Neigung zu dem kleinen Clärchen, welche ein reizendes Kind iſt, für Herrn Bernheim einnehmen. Doch ich weiß beſtimmt, in dem Sinne, wie Sie glauben, denkt er nicht an mich.

Doctor Selten hatte einige Worte von dem Ge⸗ ſpräch gehört; er hatte ſeine beſonderen Gründe, Fräulein Harder dieſen Abend beimlich und unabläſſig zu beobachten. Als er ihre letzte Rede vernahm, ſagte er zu ſich ſelbſt:Wieder einmal ganz Cornelia Harder! Ueberall ein Hinterpförtchen zum Durch⸗ ſchlüpfen offen laſſen, das iſt ähre Art. Der Gedanke, ob der Schmuck zurückzuſenden ſei oder nicht, beſchäftigte Cornelia den ganzen Abend, ſo daß ſie ſehr ſchweigſam wurde. Was iſt Ihnen, Cornelia? fragte Eduard, als er ihr gute Nacht wünſchte. Nichts, ſagte ſie wehmüthig und ſeufzte. Berrachten Sie mich nicht mehr als Ihren beſten Freund? Doch, antwortete ſie,aber mein Schickſal wird dadurch kein anderes. Ich bleibe eben eine arme Waiſe, die es als Gnade anſehen muß, wenn ein Millionär aber laſſen wir das, ich will heute nicht mehr traurig ſein. Ich will die Feſttage bis zum Dreikönigsabend, wenigſtens einmal im Leben glücklich ſein. Nochmals herzinnigen Dank für das liebe Buch, das Sie mir geſchenkt haben. Gute Nacht, Eduard. Cornelia hielt ſich ſelbſt Wort, ſie erſchien am andern Tage ſtrahlend voll Heiterkeit und riß Alle mit ſich fort. Eduard nahm Schiller's Gedichte und hielt ihr die Seite hin, auf welcher die Worte ſtehen: Sahſt Du die Freude nie in einem ſchönen Geſichte, Niemals haſt Du die Freude geſehen.

Sie ſagte ſchelmiſch:Zu ſchmeichelhaft.

zu einer

Ein Jahr war verfloſſen: im Sternberg'ſchen

Hauſe hatte ſich Manches geändert. Thereſe war glücklich verheirathet und lebte mit ihrem Gatten,

hunſere Cornelia bewerben wird?

der ſich als Privatdocent an der Univerſität nieder⸗