leicht, ſo ſchön und regelmäßig ſpalten und eignet ſich ſo gut zum allgemeinen Gebrauch für die Farmerei; es iſt das hauptſächlichſte Baumaterial an der Küſte und hält ſich faſt eben ſo gut unter der Erde wie an der Luft. Die Farbe iſt ein brillantes Dunkelroth, welches eine herrliche Politur annimmt. Der Baum wächſt in dichten Wäldern, die einen unermeßlichen Reichthum von Holz enthalten. So giebt es auf der Ebene ſuüdöſtlich von Crescent⸗City viele hundert Acker Lan⸗ des, wo auf je 15 Quadratfuß ein Baum von 220 Fuß Höhe kommt, was Leuten, welche nur Wälder in Europa oder öſtlich vom Miſſiſſippi geſehen haben, unglaublich erſcheinen mag. Ein ſolcher Baum liefert oft 20 ſchöne Blöcke zum Schneiden, deren jeder 10 Fuß lang iſt. Man rechnet, daß ein Acker gewöhnlich circa eine Million Fuß geſchnittenes Holz abwirft, was, wenn auch nur gering, 15 Dollars per 1000 Fuß, 15000 Dollars ausmacht. Der Baumſtumpf treibt eine Anzahl von Schößlingen, von denen einer oder zwei die anderen ſchwächeren unterdrücken, um ſelbſt wieder ſtarke Bäume zu werden. Und ſo iſt ein Sandelholz-Wald beinahe unvertilgbar.
Die Zuckerfichte(Pinus lambertiana) iſt der prächtigſte aller Bäume ſeines Geſchlechts, und in der That giebt es in der Pflanzenwelt nur vielleicht den Mammuth⸗ und den Sandelholzbaum, als die aner— kannten Könige des Pflanzenreichs, die über der Zuckertanne ſtänden. Sie iſt nahe verwandt mit der Weißtanne(Pinus strobus) der öſtlichen Staaten,
Novellen⸗Zeitung.
Der Wallnußbaum iſt ſelten. Die wilde Kirſche
und die wilde Pflaume kommen nur ſtrauchartig vor.
Californien hat wilden Wein, Brombeeren, Stachelbeeren, die amerikaniſche Heidelbeere, Himbeeren, Lachsbeeren(Salmon-berries) und Erdbeeren.
Wilde Blumen wachſen in Californien in größter Mannichfaltigkeit und Menge. An Stellen, wo der Boden beſtändig feucht iſt, kann man Blumen in jedem Monate des Jahres ſehen. Im Frühjahr ſind die Hügel vollſtändig mit dieſen Lieblingen der Menſchen bedeckt, und ihre blauen, rothen und gelben Kelche verdrängen jede andere Farbe. Jeder Monat hat indeß bis zu einem gewiſſen Grade ſeine ihm eigenthüm⸗ lichen Blumen. Im März leuchtet das Gras vielleicht in rothem, im April in blauem und im Mai in gol⸗ denem Gewande. Auf einem nicht über 20 Quadrat⸗ fuß haltenden Plätzchen hat der Verfaſſer an 20 ver⸗ ſchiedene Species in einer Stunde unterſcheiden können; keine derſelben zeichnet ſich jedoch durch Größe oder beſonders angenehmen Geruch aus.
Das Gras und die Kräuter fangen nach den erſten ſtarken Schauern in der Regenzeit zu wachſen an und kleiden die Landſchaft in ein grünes Gewand. Der Regen fängt zuweilen ſchon im November, mei⸗ ſtens aber im December oder Januar, ja ſelbſt erſt im Februar an; vorher ſind die nicht mit Wald be⸗ deckten Flächen von brauner Färbung.
Von dem Regen an bis zum Juni iſt das Gras
obſchon, wie Dr. Newberry ſagt, ſie, wie alle Coni⸗ feren, an der Küſte des ſtillen Oceans ein Ebenmaß und eine Vollkommenheit in der Form, ſowie eine Pracht und Ueppigkeit des Wuchſes zeigt, die von keiner Baumart auf Erden erreicht wird. Der Baum erreicht bisweilen eine Höhe von 300 und einen Durchmeſſer von 20 Fuß, ſelten ſieht man ihn jedoch höher als 210 Fuß. Schon der junge Stamm läßt auf die Majeſtät ſchließen, die ihm einſtmals eigen ſein wird; ſchon wenn er erſt einen Fuß im Durch⸗ meſſer hat, erſcheint er wie ein junger Rieſe gegen Bäume anderer Art. Seine regelmäßig gewundenen Zweige, wie der mit einer graugrünen Rinde beklei⸗ dete Stamm zeigen, daß die Pflanze, trotz der ſtatt⸗ lichen Größe, doch noch gleichſam ein Milchling iſt und ſein viele Jahrhunderte umfaſſendes Leben erſt begann. Der Baum hat ſeinen Namen von einem ſüßen Harze, welches er ausſchwitzt. Dieſes Harz gleicht dem Zucker im Ausſehen, in der Körnung und im Geſchmack; man kann es von dem Manna der Droguiſten nur durch einen Anflug von Terpentin⸗ geruch unterſcheiden; auf den menſchlichen Körper wirkt es abführend und blutreinigend.
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hübſch grün, wird dann aber wieder gelb und zuletzt braun; das Abſterben des Graſes rührt ſelbſtverſtänd⸗ lich nicht von der Kälte, ſondern von der Trockenheit her; in den Monaten, wo die Prärien in Indiana und Illinois mit Schnee bedeckt ſind, erglänzen die Thäler Californiens im brillanten Schmuck des jungen Grüns. K
Die Miſtel wächſt in Maſſe an den Eichbäumen. Das ſpaniſche Moos, welches in langen Streifen wie graues Haar von den Zweigen der Bäume trägt viel zur Schönheit der Wäͤlder bei.
Es iſt ſchade, daß dieſe köſtlichen Holzreichthümer, von denen hier nur einige Arten vorgeführt ſind, nicht genügend ausgebeutet werden können. Freilich ver⸗ ſteht man unter amerikaniſcher Ausbeutung Abholzung ohne Neu⸗Cultur, d. h. ohne Rückſicht auf die Enkel. Dies iſt eine Sünde, die ſich bereits in vielen dor⸗ tigen Staaten rächt und ſpäter noch empfindlicher rächen wird. Californien hat aber vor der Hand noch ſo ungeheuere Urwaldungen, daß ihnen zur An⸗ bahnung von Cultur einige Lichtung noth thut. Das Holz aber kann weſentlich nur im Lande ſelbſt ver⸗ werthet werden, wo es eben keinen Werth hat, den
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herabhängt,—
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