Jahrgang 
27-52 (1867)
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Vierte Folge.

der Seeweg nach dem bereits ſchon holzarmen Nord⸗ amerika erweiſt ſich als zu koſtſpielig.

Noch einmal muß ich darauf zurückweiſen, daß über das Leben und die Ausarbeitung des Metalls in den Minen der Bearbeiter, Herr Wimmel,

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intereſſante und durchaus realiſtiſche Facta mittheilt, denn er ſpricht nicht als Theoretiker, ſondern als Praktiker, da er lange Zeit das beſchwerlich aben⸗ teuerliche Leben der californiſchen Metalljäger ge⸗

ſehr theilt hat.

Feuilleton.

The Earlier Years of His Royal Highness the Prince Consort. (Fortſetzung.)

Bei dem engliſchen Volke erregte die beabſichtigte Ver⸗ mählung der Königin, als ſie bekannt gemacht wurde, eine enthuſiaſtiſche Freude. Lord Melbourne ſagte der Königin, das ganze Land ſei beſonders durch die Kunde ſehr beglückt, daß es ſich in ihrem Falle um eine Vermählung aus Liebe und nicht um ein bloßes ſtaatliches Uebereinkommen handle.

In der Zwiſchenzeit wurden in England die vorbereiten den Anordnungen für die Vermählung betrieben. Erſt nach der Abreiſe der Prinzen, welche am 14. November erfolgte, zmachte die Königin ihre Verlobung bekannt. An dem folgen⸗ den Tage ſchrieb ſie an die verſchiedenen Mitglieder der königlichen Familie und von Allen erhielt ſie auf ihre Anzeigen ſehr gütige Antworten. Es wurde beſchloſſen, daß die öffentliche Ankündigung zunächſt dem Geheimrathe ge⸗ macht werden ſolle, zu welchem Zweck die Königin am 20. November nach Buckingham Palace zurückkehrte, wo Lord Melbournerihr den Entwurf der Mittheilung, die ſie machen ſollte, vorlegte. Die Erklärung der Königin fand am 23. November in der Gegenwart von 83 der Mitglieder ihres Geheimrathes ſtatt, von denen jetzt nur noch 22 leben. Von dieſer kurzen Scene giebt die Königin in ihrem Tagebuche den folgenden intereſſanten Bericht:Punct zwei Uhr trat ich ein. Der Saal war voll, aber ich wußte kaum, wer da war. Ich ſah, daß Lord Melbourne mit Thränen in den Augen mich freundlich anblickte, aber er war mir nicht nahe. Ich verlas dann meine kurze Erklärung. Ich fühlte, daß meine Hände zitterten, aber ich ließ mir kein Verſehen zu Schulden kommen. Ich fühlte mich ſehr glücklich und dank bar, als Alles vorüber war. Lord Lansdowne erhob ſich dann und bat im Namen des Geheimrathes, daß dieſe höchſt gnädige und höchſt willkommene Mittheilung gedruckt werden möge. Dann verließ ich den Saal, die ganze Ceremonie hatte nur zwei bis drei Minuten gedauert. Der Herzog von Cämbridge kam in die kleine Bibliothek, worin ich ſtand und wünſchte mir Glück. Die Königin trug immer ein Armband mit dem Porträt des Prinzenund, fügt ſie in ihrem Tagebuch hinzu, nes ſchien mir in der Rathsverſamm⸗ lung Muth zu geben.

Da die beabſichtigte Vermählung in dieſer Art dem Publicum bekannt gemacht worden war, ſo wurde die Köni⸗ gin bei der Eröffnung des Parlaments am 16. Januar 1840 mit Enthuſiasmus empfangen und in den beiden Häuſern waren alle Parteien in ihren Glückwünſchen einſtimmig. Indeſſen erhoben ſich Schwierigkeiten. Zuerſt beklagte ſich der Herzog von Wellington im Oberhauſe darüber, daß in der Erklärung der Königin an ihren Geheimrath und an ihr Parlament die Thatſache nicht erwähnt worden, daß der Prinz ein Proteſtant ſei. Lord Melbourne hatte der

Königin früher erzählt, es ſei ein einfältiger Verſuch gemacht worden, den Prinzen als einen Katholiken darzuſtellen. Nichts konnte natürlicher lächerlicher ſein. In Folge deſſen ſchrieb König Leopold:Der Erneſtiniſche Zweig des Hauſes Sachſen war, darüber beſteht gar kein Zweifel, die wirkliche Urſache der Errichtung des Proteſtantismus in Deutſchland und folglich in dem größern Theile des nördlichen Europa. Dieſelbe Linie wurde zum Märtyrer für dieſe Sache und in Folge deſſen wurde ſie aller ihrer Beſitzungen beraubt. Beide, Ernſt und Albert, fügte er hinzu,ſind entſchiedene Prote⸗ ſtanten. Demgemäß erwiderte Lord Melbourne, der Herzog wiſſe recht gut, daß der Prinz ein Proteſtant ſei und die ganze Welt wiſſe es. Ein großer Theil des Bandes iſt den Verhandlungen im Parlamente über die bevorſtehende Vermählung, über die dem Prinzen zu bewilligende Dotation, über die Rechte und Pflichten eines Prinz⸗Gemahls und der⸗ gleichen gewidmet. Die Königin war zu jener Zeit über einige Vorfälle ſehr unwillig und in dem Geiſte des jungen Prinzen ſollten ſie anfangs einen peinlichen Eindruck gemacht haben. In dem vorliegenden Bande wird es ſo dargeſtellt, daß die Oppoſition einen Mangel an Vertrauen zu ihm verrieth, aber der Prinz bemerkte bald, daß die Oppoſition gegen die Bewilligung einer Dotation nicht aus dem Mangel von Loyalität gegen ihn herrühre, ſondern wohl eher ihren Grund in den Anforderungen der Oppoſitionspartei habe. Der König von Belgien betrachtete die Frage nach ſeiner Gewohnheit ganz richtig. Er ſprach ſeine Verwunderung darüber aus, wie eine Partei, welche ſich rühme, die Ehre der Krone aufrecht zu halten, eine ſolche Schwierigkeit bei einer Gelegenheit erheben könne, wo ſelbſt das mürriſcheſte und grämlichſte Volk ſich freut und heiter und mild geſtimmt wird.

Aber dieſe Angelegenheiten wurden endlich geordnet und der für die Vermählung feſtgeſetzte Tag, der 10. Februar, näherte ſich. Es werden dann die letzten Anordnungen für das Ereigniß, die Abreiſe des Prinzen aus Gotha und ſeine Ankunft in England beſchrieben. Ein Auszug aus dem Tage⸗ buche der Königin beſchreibt den Schmerz des Prinzen, den er fühlte, als er ſich von allen Verwandten und Bekannten trennte, und ihr eignes großmüthiges Gefühl, daß er ihr ein wirkliches Opfer bringe. Die Königin ſchreibt in ihrem Tagebuche:Er ſagte mir, ich hätte nie einen Vater gekannt und deshalb könne ich das gar nicht fühlen, was er fühle.

Seine Kindheit iſt eine ſehr glückliche geweſen. Ernſt, der Erbprinz blieb nach ſeines Bruders Vermählung noch einige Zeit in England Ernſt, ſagte er, wäre nun

der Einzige, der von allen ſeinen Verwandten und Freunden noch bei ihm ſei; aber wenn ich fortfahre, ihn zu lieben, wie ich es jetzt thäte, ſo könne ich ihm Alle erſetzen. Im Allgemeinen weine er nie, ſagte er, aber Alvensleben und Kolowrath (ſie hatten den Prinzen nach England begleitet und ihn nun