Jahrgang 
27-52 (1867)
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Vierte

wieder geltend machen, bemerkte Georg.Doch hier⸗ über wollen wir uns den Kopf nicht zerbrechen.

Ich denke noch immer daran, ſagte Thalheim, lächelnd das Haus vor dem ſie ſtanden betrachtend, wie ich dieſen Benard mit geſchwärztem Geſicht und in Lumpen gehüllt gerade noch zur rechten Zeit ent⸗ führte.

Der arme Benard ich hätte ihn wohl mögen im Mehlkaſten ſitzen ſehen.

Die beiden jungen Leute ſchlugen ein helles Ge⸗ lächter auf und wollten eben weiter gehen, als ſie auf einmal in ganz unerwarteter Weiſe von anderer Seite in Anſpruch genommen wurden.

Ein altes dürres Männchen zeigte ſich plötzlich in der Ferne und gab durch wiederholte Armbewe⸗ gungen und durch lebhaftes Schwenken mit dem Hute zu erkennen, daß er den beiden Legionären etwas mitzutheilen habe.

Ein komiſcher Kauz, ſagte Thalheim,je mehr ich ihn aber betrachte, um ſo mehr kommt es mir vor, als müßte ich ihn kennen.

Nun, das muß wahr ſein, rief Georg heiter, der alte Burſche lebt alſo noch und iſt glücklich allen Gefahren entgangen. Ja, ja, es unterliegt keinem Zweifel, es iſt Meiſter Stich.

In der That war es auch unſer alter Bekannter, welcher jetzt ganz außer Athem angerannt kam und venrwei jungen Männern die Hände entgegenſtreckte.

Willkommen, meine Herren Kriegscameraden! rief er.Ah, wir Alle haben eine ſchwere Campagne durchgemacht und können jetzt ſtolz auf unſeren Lor⸗ beeren ausruhen!

Willkommen, Meiſter, entgegnete Georg, dem alten drolligen Manne herzlich die Hand ſchüttelnd. Eure Tapferkeit in Ehren, denn davon bin ich mehr als einmal Zeuge geweſen, wenn Ihr hinter dem Bierkruge ſaßet; aber unter welchem Corps habt Ihr denn um des Himmels willen gedient, da wir Euch nie zu Geſicht bekommen haben?

Ich ließ mich in die Liſte der Bürgergarde ein⸗ tragen, und wenn dieſelbe ausmarſchirte, ohne mich mitzunehmen, ſo iſt dies nicht meine Schuld, rief Meiſter Stich, ohne ſich irre machen zu laſſen.Doch die Geſchichte Hamburgs wird einſt von mir zu er⸗ zählen wiſſen. Aber für jetzt erlaubt, daß ich mich eines Auftrages entledige. Meine Alte hat es mir nämlich auf's Herz gebunden, Euch Beide mit nach Hauſe zu bringen und Ihr wißt wohl, ich muß ihr gehorſam ſein. Sie hat ſich ſeit dem früheſten Morgen gemüht, um Euch nach Gebühr mit Ehren zu em⸗ pfangen, fuhr Meiſter Stich fort, als er neben den beiden ihm folgenden Männern forttrippelte;ein

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mächtiger Kalbsbraten, ein paar Flaſchen guten Weines erwarten die Herren, und ich muß ſagen hier ſtrich er ſich ſeinen hageren Leibich ſelbſt bin mit dieſem Einfall meiger guten Alten gar nicht unzufrieden. Inzwiſchen hatte man ſich dem Hauſe genähert und der mit einer reinlichen Haube verſehene Kopf der Frau Gertrud ſtreckte ſich nickend zum Fenſter heraus.

Willkommen! rief nun auch ſie, und die Thränen liefen in dicken Tropfen der guten Frau über die Wangen,willkommen, wie freue ich mich, Sie wieder zu ſehen, Herr Georg, und die gute Suſanne, wie wird deren Herz vor Freude jauchzen!

Bei dem Namen Suſanne erbleichte Meiſter Stich, denn ſein Sündenregiſter fiel ihm plötzlich ein und er dachte daran, daß er es eigentlich geweſen war, welcher das arme Kind in's Gefängniß gebracht hatte.

Was haben Sie für die nächſte Zukunft be⸗ ſchloſſen? fragte Frau Gertrud ihre Gäſte.

Morgen fordern wir unſeren Abſchied, antwor⸗ tete Georg,und dann, Frau Gertrud nun, Ihr werdet Euch ſchon auf ein paar Wochen gefaßt machen müſſen.

Auf Suſanne und auf das Fräulein? platzte die brave Frau herausnun, je eher ſie eintreffen, deſto lieber iſt es mir, ſie ſollen mir zu jeder Stunde willkommen ſein.

Am anderen Tage kauften Thalheim und ſein Freund feine anſtändige Civilkleider und noch ehe der Abend hereingebrochen war, befanden ſie ſich auf dem Wege nach dem bei Eckernförde gelegenen kleinen Fiſcherdorfe.

Ueberlaſſen wir es den Leſern, ſich die Scene des Wiederſehens zwiſchen den Liebenden auszumalen. Nur Eins bekümmerte Suſanne, als Georg ihr näm⸗ lich erklärte, daß ſie vorläufig mit Emma in Geſell⸗ ſchaft Thalheims zurückkehren werde, indem ihn wich⸗ tige Familienangelegenheiten unverweilt an einen an⸗ deren Ort riefen.

Wohin? wagte das junge Mädchen nicht zu fragen, denn der Ernſt in den Zügen ihres Verlobten ſchreckte ſie zurück. Als ſich aber die beiden jungen Männer verabſchiedeten, zog Georg ſie bei Seite und ſagte, einen Brief hervorziehend:

Der Inhalt dieſes Schreibens macht es mir zur heiligen Pflicht, keinen Augenblick mit meiner Abreiſe zu zögern. Es handelt ſich hier um eine Verſöhnung, womit zugleich ein Theil meines Lebens mit dem Schleier der Vergeſſenheit bedeckt werden wird; um

die Ausgleichung in Betreff eines Lebensabſchnittes,