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der ehemalige Genoſſe des edlen deutſchen Freiheits⸗
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Chauſſée einen kleinen Trupp Reiter, deren Lanzen⸗ ſpitzen in der Sonne ſchimmerten, während der An⸗ führer derſelben ein weißes Taſchentuch in der Hand ſchwenkte.
„Hurrah! hurrah! Es leben unſere Freunde!“ tönte es von allen Seiten.
„Jetzt iſt die Reihe an mir,“ ſagte der Befehls⸗ haber der Wache und ergriff ein Bund Schlüſſel, mit dem er vortrat.
Inzwiſchen war das Piquet Koſaken, aus dreizehn Mann beſtehend, herangekommen, und eine lautloſe Stille trat nunmehr ein.
„Willkommen, Ihr deutſchen Brüder!“ rief der Anführer und reichte dem ihm Zunächſtſtehenden die Hand vom Pferde herab.
„Der Herr iſt ein Deutſcher,“ ſagte Mettlerkamp zu ſeinem nächſten Nachbar gewendet,„ein Ruſſe ſpricht unſere Sprache nicht ſo rein.“
„Ich kenne ihn,“ rief plötzlich ein Mann aus dem Volke, indem ſich ſein mit einer breiten Schmarre verziertes Geſicht verklärte,„es iſt der Lieutenant Bärſch von der ehemaligen Schill'ſchen Schaar und wir Beide haben zuſammen tapfer in Stralſund ge⸗ fochten, als die Franzoſen dort dem edlen Schill den Garaus machten.“
In der That war es auch der Lieutenant Bärſch,
helden. Er beugte ſich jetzt lächelnd von ſeinem Pferde herab und empfing mit ſtrahlendem Geſicht die Schlüſſel, welche der Befehlshaber der Steinthor⸗ wache ihm überreichte.
Bald aber gab er gerührt dieſelben mit den Worten zurück:„Dieſe Schlüſſel befinden ſich in guten Händen. Bald wird übrigens der Oberſt von Tettenborn hier ſein, um an Ihrer Seite gegen den gemeinſchaftlichen Feind zu kämpfen. Glück genug für mich, daß ich dazu auserwählt bin, Ihnen zuerſt dieſe Botſchaft zu überbringen.“
Nun brach der Jubel von Neuem los. Je mehr die Koſaken ſich dem Innern der Stadt näherten, deſto ſtürmiſcher wurde das Verlangen, ihnen Beweiſe der Liebe und Freundſchaft zu geben.
Endlich legte ſich die allgemeine Bewegung und ſtill und geräuſchlos, aber beglückt und froh, durchzog die Bevölkerung die Straßen.
Hamburg war jetzt wieder eine deutſche Stadt, die frühere alte Verfaſſung wurde wieder hergeſtellt und der Oberſt von Dettenborn commandirte als
„höchſter Befehlshaber. Um die Stadt bei allem Mangel an Fußvolk nachhaltig vertheidigen zu können, errichtete er eine Bürgerwehr und ſchließlich rief er auch ein Corps von Freiwilligen in’s Leben, das unter
Folge. 759 dem Namen„hanſeatiſche Legion“ ſich dem Heere der Verbündeten anſchließen ſollte.—
Zu dieſer Zeit nahmen zwei junge Männer in dem von uns bereits erwähnten Fiſcherdorfe bei Eckern⸗ förde von Emma und Suſanne zärtlichen Abſchied.
„Nachdem wir Euch in Sicherheit gebracht,“ ſagte Thalheim,„gebietet uns unſere Pflicht, nach Hamburg zurückzukehren. Ueberall rüſtet man ſich zum Kampfe um die höchſten Güter der Erde und wir wollen dabei nicht die Letzten ſein.“
„Und wir ſind deutſche Frauen,“ rief Emma, „und werden nicht klagen! Das Vaterland bedarf ſeiner Söhne und was kann eine Braut demſelben Größeres zum Opfer bringen, als den Mann ihres Herzens?“
„Reiſet alſo mit Gott,“ ſagte Suſanne,„wir finden hier einen ſicheren Aufenthalt, unſere heißen Gebete begleiten Euch.“
Zwei Tage darauf drückten die zwei, jetzt noch enger verbundenen Schickſalsgenoſſen dem wackren Mettlerkamp die Hände.
„Hier ſind wir,“ ſagten ſie,„um gleich den Uebri⸗ gen unſere Schuldigkeit zu thun; wir treten bei der Legion, und zwar bei der Cavalerie ein.“
„Gott ſegne Euren Entſchluß,“ rief der wackere Meiſter;„auch ich ziehe in's Feld, ich bin zum Com⸗ mandeur eines der Bataillone der Bürgerwehr ernannt. Ich denke, wir werden bald Gelegenheit haben, unſeren Muth zu erproben.“
In der That ſollte der Muth der Hamburger Bürgerwehr auch bald auf die Probe geſetzt werden. Davouſt war von der Weſer her von Neuem vorge⸗ drungen und beſetzte am 29. April mit etwa 6000 Mann Harburg, welches von Hamburg bekanntlich nur durch die Elbe und durch die großen, in derſelben liegenden Inſeln Wilhelmsburg, Ochſenwärder und Feddel getrennt wird. Leider zeigte ſich Tettenborn, trotz ſeiner Tapferkeit, der Aufgabe nicht gewachſen, die Stadt nachhaltig zu vertheidigen; die Inſeln gingen bald verloren. Am 29. Mai verließ der Oberſt mit den unter ſeinem Befehl ſtehenden Truppen Hamburg und ſtatt ſeiner beſetzte der Marſchall Davouſt, tiefe
Rache im Herzen, abermals die unglückliche Stadt. Bald wüthete er innerhalb derſelben mit der Stumpf⸗ heit eines Böſewichts. Die Kriegsgerichte waren wieder im vollen Gange, die ſchamloſeſten Gelder⸗ reſſungen wurden verübt und endlich hatte dieſer zweite Attila in der Weihnachtswoche des Jahres 1813 alle Dörfer und Landhäuſer in der Nähe Hamburgs niederbrennen laſſen.
Das Schrecklichſte ſollte aber am heiligen Weih⸗ nachtsfeſt folgen. Schon am 23. December hatte


