Jahrgang 
27-52 (1867)
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748 Prinzen wahrſcheinlich noch drei bis vier

geneigt fühlen möge. Und der Prinz hat ihr ſ ihr zu ſagen, in dem Falle,

Entſcheidung warten könne, wie er es zu einer f gethan habe, wo von dieſer Vermählung zum erſten Mal Rede geweſen ſei. Die einzige Entſchuldigung, welch Königin für ſich aufſtellen kann, iſt die Thatſache, da plötzliche Veränderung ihres abgeſchlo

eine Vermählun jetzt ſehr bitter bereue. Eine ſchlimmere Sch ges Mädchen oder eine nachtheiligere für Gefühle und Neigungen kann nicht leicht als die Stellung einer achtzehnjährigen fahrung und ohne einen Gemahl, der ſie leitet Das kann die Königin aus einer peinlichen ſichern und ſie dankt Gott, daß keine i ſolchen Gefahr ausgeſetzt iſt.

Der Ungewißheit, wenn eine ſol ſchnell ein Ende gemacht.

ſich dort ereignete, wird in folgender Art beſchrieben:

und das Zartgefühl, that, recht gut begreifen;

ihr ſelbſt ausgehen mußte, was natürlich Denen a erſcheinen muß, welche ihre Ideen über die aus der Praxis im Privatleben abgeleitet haben, und die wohnt ſind, es als ein Vorrecht und großes Glück e Dame zu betrachten, anſtatt ſie ſelbſt anbieten zu müſſen. Antrag aufnahm, wenigen Zeilen erſehen, die er am nächſten Tage an den alten Freund ſeiner Famile, den Baron Stockmar, ſch welcher natürlich einer der Erſten war, die von dieſem Vor⸗ fall unterrichtet wurden. Er ſagte:Ich ſchreibe Ihnen an einem der glücklichſten Tage meines Lebens, um Ihnen die möglichſt willkommenſte Nachricht zu geben; nachdem er dann das, was vorgefallen war, erzählt hatte, fährt er fort: Victoria iſt gegen mich ſo gut und freundlich, daß es mir oft zu glauben ſchwer fällt, eine ſolche Liebe könne mir ge zeigt werden. Ich kenne das große Intereſſe, das Sie an meinem Glück nehmen und deshalb ſ das Ihrige aus. Er ſchließt dann mit den Worten: oder ernſter kann ich Ihnen nicht ſchreiben; dazu bin ich in dieſem Augenblick zu ſehr aufgeregt.

Die Königin ſelbſt ſagt, der Prinz habe ihr Anerbieten ohne irgend ein Bedenken und mit den wärmſten Aeuße⸗ rungen der Zuneigung und Liebe angenommen; und nach dem ganz natürlichen Ausdruck des Gefühls ihres Glückes fügt Ihre Majeſtät in der Wärme und Aufrichtigkeit ihres Herzens und mit der innigen Einfachheit, welche alle Auf⸗ zeichnungen in ihr Tagebuch nachwe

mich anſtrengen, ihn das große Opfer, das er mir gebracht

Novellen⸗Zeitung.

Unwillen gegen ſich ſelbſt an ihren Wunſch denken, den Jahre warten zu laſſen, und zwar auf die Gefahr, alle ſeine Ausſichten auf das Leben zu Grunde zu richten, bis ſie ſich zu einer Vermählung eitdem erzählt er ſei im Jahre 1839 mit der Abſicht nach England gekommen daß ſie keinen Entſchluß faſſen könne, ſo müſſe ſie wiſſen, daß er nun nicht länger auf eine rühern Zeit zwiſchen ihm und der Kön e die ereignete:

e die ß die Feder ergreif ſſenen Lebens in Ken⸗ ſington zu der Unabhängigkeit ihrer Stellung als regierende Königin im Alter von achtzehn Jahren alle Gedanken an g aus ihrem Geiſte vertrieben habe, was ſie ule für ein jun alle natürlichen gedacht werden, nigin ohne Er⸗ und unterſtützt. Erfahrung ver⸗ hrer Töchter einer

che herrſchte, wurde Am 15. October wurde der Prinz auf Befehl der Königin in ihr Zimmer eingeladen und was

Nach einer Unterhaltung von einigen Minuten über andere Gegenſtände erzählte die Königin ihm, weshalb ſie nach ihm geſandt habe; und wir können ein kleines Bedenken das ſie gefühlt haben mag, als ſie das denn die Stellung als Königin gebot unbedingt, daß irgend ein Vermählungsvorſchlag von ls peinlich ſen Gegenſtand ge⸗ iner daß man ſich um ihre Hand bewirbt,

meiner eine tiefe Melancholie bemäch

Wie der Prinz dieſen läßt ſich am beſten aus den folgenden iſt bereits ſehr nahe.

rieb,

ſchütte ich mein Herz in Sprung nach der Heimath Mehr Verwandten zu ſehen.

mich ein Talisman kunft noch für mich vorbehal

hat, ſo wenig, wie nur möglich, fühlen zu laſſen! Ich ſagte ihm, es ſei von ſeiner Seite ein großes Opfer, was er aber nicht zugeben wollte. Ich ſagte ihm dann, er möge Ernſt holen, was er that, der uns Beiden Glück wünſchte und ſehr gglücllich ſchien. Er erzählte mir, wie vollkommen ſein Bruder ſei.

Der folgende Brie

f des Prinzen an ſeine Großmutter beſchreibt gleichzeitig ſ

eine eignen Gefühle und was ſich igin bei ihrer Zuſammenkunft Theure Großmama Ich zittere, indem ich die e, denn ich muß befürchten, daß das, was ich Ihnen zu ſagen im Begriff ſtehe, in Ihnen zu gleicher Zeit einen Gedanken aufſteigen laſſen wird, der für Sie nur peinlich ſein kann und o, der es auch im hohen Grade für mich iſt nämlich den des Scheidens. Der Gegenſtand, welcher uns in der letztern Zeit ſo ſehr beſchäftigt hat, iſt endlich geordnet. Die Königin ließ mich vor einigen Tagen allein in ihr Zimmer rufen und erklärte mir in einem natür⸗ lichen Erguſſe von Herzlichkeit und Liebe, ich habe ihr ganzes Herz gewonnen und es würde ſie überglücklich machen, wenn ich ihr das Opfer bringen wollte, ihr Leben mit ihr zu theilen; denn ſie ſagte, ſie betrachte das als ein Opfer; der einzige Gedanke, welcher ſie beunruhige, ſei der, meiner nicht würdig zu ſein. Die heitere Offenheit der Manier, mit welcher ſie mir das ſagte, bezauberte mich völlig und ich war davon ganz verwirrt. Sie iſt wirklich höchſt gut und liebenswürdig und ich bin ganz ſicher, Händen übergeben hat und daß wir glücklich miteinander ſein werden. Seit jenem Augenblick thut Victoria nur das, von dem ſie glaubt, ich wünſche oder liebe es und wir ſpre⸗ ſchen recht viel von unſerm künftigen Leben, das ſie mir ſo glücklich wie möglich zu machen verſpricht. O, die Zukunft! Bringt ſie nicht den Augenblick mit ſich, wann ich von meiner theuern, theuern Heimath und von Ihnen werde Abſchied zu nehmen haben? Daran kann ich nicht denken, ohne daß ſich tigt. Es war am 15. hre Erklärung machte und bis eckt, es Ihnen zu melden; aber er? Die Zeit unſerer Vermählung Die Königin und die Miniſter wünſchen im hohen Grade, daß ſie in den erſten Tagen des nächſten Februar ſtattfinden möge, und nachdem mir die Gründe dafür mitgetheilt waren, habe ich meine Einwilligung dazu gegeben. (Wir haben deshalb unſere Abreiſe auf den 14. d. feſtgeſetzt, um zu Hauſe noch ſo viel Zeit wie nur möglich zu haben. Wir werden daher dieſem Briefe gleich folgen. Meine Stel⸗ (lung hier wird ſehr angenehm ſein, in ſofern ich alle mir angebotenen Titel ausgeſchlagen habe. Ich behalte meinen eignen Namen und bleibe, was ich war. Das wird mich ganz unabhängig bleiben laſſen und erleichtert es mir, einen zu machen und alle meine theuern Aber es iſt ſehr ſchmerzlich zu wiſſen, daß die See zwiſchen uns ſein wird. Ich nehme nun wieder Abſchied von Ihnen. Victoria ſchreibt Ihnen ſelbſt, um Ihnen zu ſagen, was ſie Alles wünſcht. Ich bitte Sie, mir für dieſen wichtigen und entſcheidenden Schritt in meinem Leben Ihren großmütterlichen Segen zu geben; er wird für gegen alle Stürme ſein, welche die Zu⸗ ten haben mag. Leben Sie wohl, und entziehen Sie mir Ihre Liebe nicht.

October, wo Victoria mir i ſjetzt bin ich davor zurückgeſchr macht der Aufſchub es beſſ

theure Großmama

iſen, hinzu:Wie will ich Der Himmel wird Alles zum Beſten lenken. Immer und für ewig Ihr ergebener Enkel Albert. Windſor, den 11.

daß der Himmel mich keinen böſen

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