Jahrgang 
27-52 (1867)
Einzelbild herunterladen

vohlge⸗ calt zu en die⸗ ännern oniſche fniſſen

ork zu

ihrem 8ſhen

dem Grün⸗ vieſen. iſt das on die in un⸗ bäude, Woh⸗ etwa ungen, meh⸗ orato⸗ 1. Es heine ver⸗ Küche ungen

uppen n ein lliges egent⸗

ſind

richtet Für ele in it ge⸗ rüfter alle

aſtro⸗ halle llähr⸗ durch umen⸗ dann Por⸗

und

4

1

b

2

4 .

Vierte

ders bei älteren Zöglingen vorkommt, welche die Lücken frü⸗

heren Unterrichts ausfüllen wollen.

Der ganze Unterricht iſt in acht Fächer eingetheilt: 1) Rhetorik, Geſchichte der Poeſie, engliſche und amerika⸗ niſche Literatur Sprache. 2) Alte und neue Sprache und deren Litera 3) Mathematik, Phyſik und Chemie. 4) Aſtronomie. Naturgeſchichte. 6), Phyſiologie und Geſundheitslehre. 7) Geſchichte und Nationalökonomie. 8) Philoſophie. Bei den meiſten dieſer Fächer iſt angege⸗

ben, was der regelmäßige Curſus umfaßt und was etwa den

L

ſpeciellen Studien freigegeben iſt. Z. B. bei dem Fach der alten und neuen Sprachen: Regelmäßiger Curſus, Lateiniſch: Virgil, Cicero, Livius, Horaz, Tacitus oder Plinius. Römiſche Topographie und Alterthümer. Uebungen in latei⸗ niſcher Compoſition. Franzöſiſch oder Deutſch, ſo viel, daß die Schülerin befähigt wird, die Sprache zu leſen, zu ſchreiben und zu ſprechen. Specielle Studien in dieſem Fach: Grie⸗ chiſch, Spaniſch, Italieniſch. Freie Lectüre im Lateiniſchen, Franzöſiſchen und Deutſchen. Geſchichte der alten und neuen Literatur. In der Philoſophie beſteht der reguläre Curſus inLogik und Moralphiloſophie. Das ſpecielle Studium enthält:Die Verfaſſung der Vereinigten Staaten und der Einzelſtaaten, ſowie Glaubenslehre.

Das letztere Penſum führt uns auf die Frage nach der religiöſen Tendenz der Anſtalt. Sie iſt von Baptiſten ge⸗ gründet, die ſich in Oppoſition gegen die biſchöfliche Kirche befinden, will aber nicht im Intereſſe irgend einer beſtimmten Partei oder Kirche wirken, ſondern ſich bemühen, eine allge⸗ meine, chriſtliche Anſtalt zu ſein. An den regelmäßigen Morgen⸗ und Abendandachten, einem einfachen Sonntag⸗ Nachmittagsgottesdienſt und vormittäglichen Bibelſtunden haben alle Zöglinge theilzunehmen, doch iſt es auf den Wunſch der Eltern auch geſtattet, die Kirche irgend eines be⸗

nachbarten Geiſtlichen zu beſuchen. Außer jenen genannten

Tächern werden noch Muſik, Zeichnen und Reiten gelehrt, die beſonders bezahlt werden und nach Talent und Neigung beliebig weit getrieben werden können.

Alle Geſelligkeit und Erholung wird im Hauſe ſelbſt und ſeiner Umgebung geboten und die Schülerin ſoll ſich während der Studienzeit nicht daraus entfernen. Das Stu⸗ dienjahr iſt in zwei Theile von ungefähr je zwanzig Wochen eingetheilt, beginnt Mitte September und ſchließt am 30. Juni; über Weihnachten und Neujahr tritt eine Ferienzeit von

Folge.

701

ſchaffen. Wir werden dann finden, daß die mediciniſche Ausbildung nicht nur der Frauen, ſondern auch der Männer vort mit einer Oberflächlichkeit betrieben wird, die in Europa nicht für eine zur Praxis genügende anerkannt würde; über⸗ haupt liegt das ganze Medicinalweſen dort ſo im Argen, daß der unverſchämteſten Charlatanerie Thür und Thor geöffnet iſt.

Auf den amerikaniſchen Univerſitäten werden ſchon nach zweijährigem Curſus Doctoren der Medicin creirt, die ſo⸗ fort practiciren können, während bei uns hier ein fünfjähriges Studium erforderlich iſt. Daſſelbe gilt auch von anderen Fächern. Allenthalben wird in Amerika auch von Männern

ungleich weniger Bildung zur Ausübung irgend einer Thä⸗

V V V

tigkeit erfordert, denn auch jene Beſchäftigungen, die bei uns eine vorausgegangene Univerſitätsbildung erfordern, nehmen dort mehr den gewöhnlichen Charakter des Geſchäfts an. Nirgends iſt eine wirkſame Controle, und im Geiſte des amerikaniſchen Individualismus kommt es weniger darauf an, daß irgend eine Leiſtung für Diejenigen, denen ſie geboten wird, gut oder ausreichend gethan wird, als daß Derjenige, von dem ſie ausgeht, ſein Auskommen hat oder Geld macht. In dieſer allgemeinen Oberflächlichkeit wird es dem weibli⸗ chen Geſchlecht leichter als bei uns, mit dem männlichen zu concurriren.

Dagegen ſoll nicht in Abrede geſtellt werden, daß ſich an den amerikaniſchen Frauen wie Männern im Allgemei⸗ nen mehr Unternehmungsgeiſt wahrnehmen läßt, als bei den deutſchen, was freilich zum Theil mit der Leichtigkeit zuſam⸗ menhängt, mit welcher man in Amerika überhaupt ein Ge⸗ ſchäft beginnen kann. r.

Der Weinhandel in Naſſau.

Die Provinz Naſſau iſt bekanntlich eine der reichſten und ergiebigſten des Königreichs Preußen und unter ihren Gewerbsquelleu nimmt der Weinbau die oberſte Stelle ein. Seine Statiſtik dürfte daher wegen des Ruhmes, deſſen ſich ſeine Ernte in allen fünf Erdtheilen erfreut, von allgemeinem Intereſſe ſein. Dieſem Intereſſe möge das hier Folgende, das dem Berichte der Handelskammer im Auszuge entnemmen iſt, Rechnung tragen.

Der Rießling wird nur in ganz guten Jahren völlig

ein bis zwei Wochen ein, doch kann man dieſelbe auch in der reif; daher kommen die Preisſchwankungen in dem Wein⸗

Anſtalt zubringen. Das Verzeichniß der jetzt angeſtellten handel,

Lehrer weiſt acht männliche und einundzwanzig weibliche auf. Wie erfreulich auch dieſer Aufſchwung iſt, der das Streben der amerikaniſchen Frauen nach Erweiterung ihres Thätigkeitsgebietes genommen, ſo muß man ſich doch hüten, dieſe amerikaniſchen Univerſitäten für unſere europäiſchen Verhältniſſe als unbedingtes Muſter aufzuſtellen. können nicht unhin, die Zuſtände der amerikaniſchen Frauen⸗

ſchulen durch nachfolgende Schilderungen zu illuſtriren. In

Philadelphia giebt es z. B. ein mediciniſches Collegium für Frauen. Erfährt man nun, daß ſeit dem Beſtehen dieſer Anſtalt, nämlich ſeit dem Herbſt von 1850, einundſiebzig Damen zu Doctoren promovirt und nahe an dreihundert ſeit

Quantität ſtand dagegen

Wir

deren Eröffnung immatriculirt wurden und die Vorleſungen und mehr erhöht haben. Vergleicht man das Erträgniß von

beſuchten, ſo könnte dieſe Ausbildung von Frauen vielleicht als ein Fortſchritt erſcheinen, der auch in Europa ohne ſon⸗ derliche Schwierigkeit zu erreichen ſei. Anders ſtellt ſich jedoch die Sache, wenn wir uns eine deutlichere Vorſtellung von dem Bildungsgang und

6 Ohm geerntet, Bildungsſtand in Amerika ver⸗ lion repräſentiren.

welche ſo bedeutend ſind, daß ein gutes Jahr fünf ſchlechte aufzuwiegen im Stande iſt. Das Jahr 1865 war nach Qualität eines der beſten in dieſem Jahrhundert; die hinter 1811 und 1834 zurück. Be⸗ baut waren im Jahre 1865 11,177 Morgen Weinberge, die ſich auf 10 Aemter vertheilen, unter denen Rüdesheim mit 4138 Morgen den erſten, Eltville(wozu Rauenthal mit 300 Morgen gehört) mit 3174 Morgen den zweiten, Hochheim mit 1305 Morgen den dritten Rang einnimmt. Im Ganzen wurden 56,000 Ohm weißer und 1800 Ohm rother Wein geherbſtet, der nach der Schätzung, welcher die bis Ende 1865 beſtandenen Verhältniſſe zu Grunde lagen, einen Werth von 4 Mill. Gulden repräſentirt. Bei der jetzigen Conjunctur dürfte ſich dieſer Werth um eine Mill. Gulden

1865 mit 1864, ſo findet man einen ſehr bedeutenden Aus⸗ fall, denn 1864 wurden ſtatt 56,000 Ohm nur 21,000 die blos einen Werth von einer halben Mil⸗ Das Weinjahr 1865 übertrifft ſomit