Jahrgang 
27-52 (1867)
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ſeiner Entfernung dort laut geworden, ſchließlich ver⸗ ſtummten, hielt er auch ſeine Gegenwart nicht mehr für nöthig und ſchlug, rüſtig vorwärts ſchreitend und ein munteres Lied mit halblauter Stimme ſummend, den nächſten Weg in der Richtung nach der Stadt ein. Wir haben ſchon verſucht, den Charakter des jungen Mannes, welcher jetzt halb ſorglos, trotzig durch die Finſterniß eilte, in allgemeinen Umriſſen zu ſchildern, und wenn wir ihn als einen Menſchen darſtellten, der vielleicht durch eigene Schuld in eine Lebensſtellung gerathen war, die weder mit ſeiner Geburt, noch mit ſeiner urſprünglichen Erziehung

übereinſtimmte, ſo konnte man doch weder behaupten,

daß dieſe unveränderte ungünſtige Lage ihm ſonder⸗ lichen Schmerz verurſachte, noch daß er dadurch an der urſprünglichen Energie ſeines Charakters etwas

eingebüßt hatte, wenn auch die frühere Politur ſeines

Weſens im Umgang mit rohen, verwilderten Genoſſen meiſtentheils verloren gegangen ſein mochte. Sollen wir uns kurz faſſen, ſo müſſen wir ſagen, daß in dem Benehmen und in der Haltung Georg's Etwas lag, was untrüglich erkennen ließ, daß er aus dem Kreiſe der beſſeren Geſellſchaft ausgeſchieden, während er jetzt einen Standpunct einahm, wo nur allein phyſiſche Kraft und perſönliche Entſchloſſenheit ihn über das Niveau, der Gleichheit unter ſeinen Genoſſen zu er⸗ [Jſ und ihm jedes Uebergewicht zu verſchaffen ver⸗ welches er bei der rückſichtsloſen Entſchloſſen⸗ vſieines Charakters und bei der unüberlegten lqhit, die ihm eigen war, beanſpruchte. (Fortſetzung folgt.)

non Helene.*)

Beſtänmung des Weibes.

12 aud dem, Paradieſe dieſer Erden

8d d ſchnld Weib der Engel einſt vertrieb, a Nieß ſie Gottes Zorn voll Jammer werden, 1 Shande Fluch ihr traurig Erbtheil blieb. e ohen von den duftdurchwehten Auen

er holde Friede, die Gerechtigkeit;

Begraben ward das heiligſte:Vertrauen, Als Brudermord den Erdball frech entweiht.

4

Von allen Gütern, die der Menſch verloren, Blieb dauernd ihm nur Eines treu zurück, Die Ahnung, daß zu Höh'rem er geboren, Die tiefe Sehnſucht nach verlor'nem Glück.

Verlag der k. Geheimen Ober⸗Hofbuchdruckerei(R. v. Decker).

halb

*) Aus Herz und Leben. Gedichte von Helene. Berlin, 1867,

Jolge.

(Sie iſt es, die empor uns zu den Sternen

Und wieder zu des Kreuzes Füßen zieht,. Sie treibt den Menſchen durch der Länder Fernen, Bis er dem Heiland in das Auge ſieht.

Bis ſich in Ihm, nach qualvoll irrem Streben, Der Wahrheit Licht dem Suchenden enthüllt, Bis ihm im Gottesſohn das ew'ge Leben

Und ew'ger Friede friſch entgegenquillt!

Dann ſenkt der Himmel wieder ſich zur Erde Und Liebe tilgt den Fluch, den Haß geſä't, Wenn aus des heilg'en Geiſtes Machtwort:Werde, Bereuter Schuld ein Eden neu erſteht! 6

Zu dieſem Ziel die Menſchheit zu verklären, Zu Ihm zu führen, den er ſelbſt geſandt, Läßt er die Engel walten und gewähren, Wo nur ein ernſtes Streben ſie erkannt. Und um die eigne Schuld erhöht zu ſühnen, Verlieh der Herr de eeibe gleiche Macht: Sie ſoll im G 2 u, in Liebe dienen, Bis die Erlöſu llen ward gebracht.

Bekenntniß.

Vor Dir, o Gott, liegt meine Seele In jeglichem Gebrechen klar,

Du weißt allein, wie oft ich fehle Und wo ich ſchwer im Irrthum war. Du ſchriebſt mir Deinen heil'gen Willen Zwar feſt in das Geviſſen ein,

Doch kann ich ihn nicht voll erfüllen, Magſt Du in Chriſto gnädig ſein.

Anbetend ſchau' ich auf die Wege, Die mich Dein Geiſt geführt zurück,

Aus Deiner weiſen Vaterpflege

Erblühte einzig ſtets mein Glück;

Es kann ja, Herr, mir nichts gelingen,

Was ich nicht treu in Dir gethan,

O hilf den ernſten Lauf vollbringen,

Nimm Dich auch ferner meiner an!

Laß auch das Leben meiner Lieben Vertrauend Dir befohlen ſein,

Daß wir im Kampf uns redlich üben, Laß unſer ernſtes Streben ſein!

Lehr' dankbar uns und rein empfinden, Was Schönes uns die Erde giebt, Laß uns das Böſe überwinden,

Weil Du in Chriſto uns geliebt.